Die Franzosen machen Ernst mit der Auflösung der Bürgerrechte. “Loi HADOPI” sagen sie zum jeglichen Datenschutz und Privatsphäre aushebelnden legistischen Monstrum, welches in anderen Ländern “Three Strikes Out” genannt wird…
Mit diesem Gesetz, das die Partei von Nicolas Sarkozy gerade durchlobbyiert, wird den Medienkonzernen ein Stellenwert eingeräumt, den sie einfach nicht haben. Der illegale Download von ein paar MP3s durch unbedarfte Kids wird künftig in Frankreich genügen, um eine ganze Familie bis zu einem Jahr vom Internet abzusperren. Mit dem geplanten Gesetz werden so viele (oft hart erkämpfte) Grundsätze einfach über Bord geworfen, dass es den Rahmen sprengen würde, sie alle hier aufzuzählen (hier aber nachzulesen). Und das alles nur deshalb, weil die Musikindustrie (von Frankreich über Irland und Großbritannien bis in die EU-Kommission) offenbar überaus klug investiert hat…
Auffällig bei Loi HADOPI ist auch, dass die Urheberrechtsveletzungen genau 6 Monate zurückverfolgt werden sollen. Hoppla, das ist ja genau die Zeitspanne, die auch die Vorratsdatenspeicherung, die ich in meiner grenzenlosen Naivität als nicht sooo bedenklich angesehen habe, umfasst. Ist etwa die Vorratsdatenspeicherung nur deshalb über uns gekommen, um besser gegen “kriminelle Downloader” vorgehen zu können? Lange hat die Lobbyistenbande jedenfalls nicht gebraucht, um sie zu missbrauchen.
Nachdenklich stimmt auch, dass Big Sarko schon wegen so einem Schas ein Gesetz, mit dem wichtige Bürgerrechte einfach außer Kraft gesetzt werden, durchdrückt. Man mag gar nicht daran denken, zu was er mit seiner Lobbyistentruppe fähig ist, wenn es um wirklich Probleme geht…
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PS: Bezeichnend ist, dass sich die Länder, die schon bei Rauchverboten führend sind, auch für “Three Strikes Out” besonders stark machen.
PPS: Sollte eine derartige Regelung auch bei uns kommen, gebe ich hiermit offiziell bekannt, dass ich ab dem Zeitpunkt weder eine legale CD/DVD kaufen noch einen legalen Download der Unterhaltungsindustrie kaufen werde.
[...] bedeutet diese Entscheidung des EU-Parlaments eine volle Breitseite gegen Big Sarko und seiner Medienmafia. Wenn diese Linie im EU-Parlament hält, kann sich der rührige [...]
22. Apr. 2009 | #
[...] Big Sarko seinen Untertanen und senkt die Mehrwertsteuer von dzt 19,6 Prozent auf 5,5 [...]
1. Mai. 2009 | #
[...] wird genauso freie Hand haben, wie Oberdiskriminierer Vlad Spidla und die Medienkonzerne mit Three Strikes Out (der jetzige Widerstand des EU-Parlaments wird wohl unmittelbar nach der Wahl schon Geschichte [...]
6. Mai. 2009 | #
[...] das, was ich nicht so mag. Einem europaweiten Total-Rauchverbot, dem Glühbirnenverbot oder Three Strikes Out werden die ganz bestimmt nichts entgegen [...]
26. Mai. 2009 | #
[...] zwischen der Web-Filterung in China und dem, was in Europa geplant bzw bereits verwirklicht ist? Loi Hadopi / Three Strike Out steht kurz vor der verbindlichen Einführung (die EU-Wahl ist vorbei, da kann man dann ja [...]
26. Jun. 2009 | #
[...] der Lissabon-Vertrag ist ja noch nicht in Kraft… . . . . PS: Ich bin schon gespannt, was Big Sarko zur Idee seines Kommissars zu sagen haben [...]
2. Sep. 2009 | #
[...] geht voran, der etwas zu kurz geratene Oberfranzose hat sein Hadopi durchgedrückt und beim EU-Telekompaket geht´s auch voran, da sind die Three [...]
22. Okt. 2009 | #
[...] aus dem Baumarkt kann man problemlos bis auf ca 1,2 Meter runterstellen. Und so klein ist Big Sarko ja auch wieder [...]
29. Okt. 2009 | #
[...] heissen mag) zur Anwendung kommen. Ja, das sollte Freude bringen. Wenn man dabei aber liest, dass Frankreich und Großbritannien ihre, jeder Rechtsstaatlichkeit diametral gegenüberstehenden, [...]
6. Nov. 2009 | #
[...] ist der Dämpfer für Frau Kroes ja eh nur ein “lieber” Gruß von LittleBigSarko, um sie für sein Loi Hadopi gefügig zu machen. Wie auch immer, der Fall Groes zeigt ganz [...]
15. Jan. 2010 | #
[...] ist die Rede davon, die gesammelten Daten auch zur Jagd auf Kleinstkriminille, Filesharer (der Westentaschennapoleon lässt auch schön grüßen ) und sogar zur Durchsetzung von [...]
16. Jan. 2010 | #
[...] Interessant wird auch werden, wie die Hermelinleute mit der Knebelung des Internet (die drei Streiche des kleinen Franzosen lassen grüßen…) umgehen [...]
25. Feb. 2010 | #
[...] es halt zu langsam gehen und ein Wunder wäre es, wenn bei dem Ministerratsbeschluss nicht der kleine Franzose, der gern groß wäre, seine Finger im Spiel hätte. Der Ministerrat hat also die [...]
4. Mrz. 2010 | #
[...] Skandinavier sowie Großbritannien und Italien haben Internetsperren ja schon und der kleine Franzose ist für sowas sowieso immer zu haben. Deutschland dürfte es also gegen die Lakaien der [...]
29. Mrz. 2010 | #
[...] Engström hat was herausgefunden, was die (zB vom kleinen Franzosen, aber auch von Loser Brown gar so hofierte) Unterhaltungsindustrie noch bedenklicher erscheinen [...]
29. Apr. 2010 | #
[...] die ganze EU-Kommission, wo ja die Netzsperren gar so wehement betrieben werden, im Dienste der Lobbyistenbande steht. Vielleicht wissen sie auch nicht, dass die Kinderpornografie von eben diesen Lobbyisten zum [...]
24. Jun. 2010 | #