Schmied gegen die Lehrer – das ist Brutalität. Dagegen war Simmering gegen Kapfenberg lediglich ein Lercherlschas. Jetzt will die Ministerin den Lehrern sogar das Streiken verbieten…
In letzter Zeit wurden vermehrt Konzernmanager kritisiert, weil sie in menschenverachtener Weise mit den Mitarbeitern umgesprungen sind (zB Streichung von Arbeitsplätzen lediglich zur Gewinnmaximierung, Zwang zu unbezahlter Arbeit, ältere, teurere Arbeiter entlassen etc). Traditionell war da die SPÖ natürlich immer auf Seiten der Arbeiter/Angestellten. Jetzt hat sich Claudia Schmied bei ihrem Budget verrechnet (bzw sich mit der “neuen Mittelschule” übernommen) und plötzlich ist alles anders und sogar der gemeine Faymann spricht jetzt auf einmal von “realen Kürzungen” bei allen Beamten.
Die offenbar vollkommen planlose Unterrichtsministerin kämpft indes wacker weiter gegen die Lehrer. Von diesen verlangt sie, alternative Vorschläge für die Umsetzung ihrer eigenen Ansichten. Abgesehen davon, dass sie hir vom Schwein verlangt, Vorschläge für seine ökonomische Schlachtung vorzulegen, verweigert sie den Lehrervertretern auch noch die Budgetzahlen. Wie soll man einen vernünftigen Vorschlag machen, wenn man nicht weiß, wieviel Geld im Börsel ist. Aber man darf das nicht so eng sehen, denn wahrscheinlich ist in Schmied´s Budgetunterlagen so ein Chaos, dass sich ohnehin niemand auskennen würde. Ich würde das wahrscheinlich auch nicht herzeigen wollen…
Die nächste Gesprächsrunde wäre also sowieso schon gescheitert, aber Frau Ministerin setzt trotzdem noch einen drauf, um nur ja keine Möglichkeit zur Verschärfung des Konflikts auszulassen. Jetzt droht sie den Lehrern sogar mit einem Streikverbot. In der SPÖ müsste das Wort, ausgesprochen von einer eigenen Ministerin, alleine schon als Sakrileg ankommen. Das dürfte aber in der Partei genausowenig jemanden stören, wie die Tatsache, dass damit eine Forderung des (unberührbaren) BZÖ übernommen wurde.
Die Lehrer müssten ein Streikverbot allerdings auch nicht fürchten. Sie bräuchten ja gar nicht streiken, sie bräuchten nur auf Punkt und Beistrich nach ihren Vorschriften zu arbeiten. Im öffentlichen Dienst ist es nämlich so, dass es Unmengen an lähmenden Bürokratievorschriften gibt, die von den Bediensteten auf eigenes Risiko augenzwinkernd zurechtgebogen werden, um den Betrieb überhaupt aufrecht erhalten zu können. Die Lehrer bräuchten also lediglich kein persönliches Risiko mehr zu übernehmen und sich jeden Furz offiziell bestätigen zu lassen. In ein paar Wochen würde die Mühle stehen, auch wenn sich die Eiserne auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln würde…