Manche werden sich wundern, hier Kirchliches zu lesen, was sich nicht in Kritik über die Kirchensteuer erschöpft. Gut beobachtet, aber besagte Steuer wird mir auch abverlangt (und das nicht zu knapp
) und da steht es mir wohl auch zu, meinen Senf dazu zu geben…
Der durch die Arigona-Affaire sattsam bekannt gewordene Pfarrer Friedl darf nach seinem Outing, seit Jahren partnerschaftlich mit einer Frau zusammenzuleben, Pfarrer bleiben, muss aber sein Dechant-Amt abgeben. Mit einem blauen Auge davon gekommen, wie es scheint.
Aber – hmmm! Pfarrer geht, Dechant aber nicht? Komisch, heißt das jetzt etwa Pfarrer dürfen mit Lebenspartnern zusammenleben, Dechante, Bischöfe etc aber nicht? Wurde etwa die Zölibatsdurchführungsverordnung abgeändert oder nimmt man es nur bei Prominenten einfach nicht so genau?
Ich bin der Meinung, dass der Pfarrer sein Outing gar nicht so selbstlos gemacht hat.
Er hat offensichtlich Blut geleckt. im öffentlichen Medieninteresse zu stehen.
Nachdem sich der Fall Arigona erledigt hat, mußte halt die Lebensgefährtin herhalten. Man darf gespannt sein was sein nächster Plan ist, wenn die Story niemanden mehr interessiert. Vielleicht outet er sich dann als schwul, um sich wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Medienrummels zu rücken.
MfG
Stauni
17. Mrz. 2009 | #
Das Outing war ganz sicher nicht selbstlos. Ich glaube allerdings, es wird eher eine Flucht nach vorne gewesen sein. Die Sache wird halt kurz vor der Entdeckung gestanden sein (der Medienpfarrer hat ja nicht nur Freunde) und ein Ende mit Schrecken ist immer noch besser, als ein Schrecken ohne Ende. Und wenn man das dann auch noch vermarkten kann…
18. Mrz. 2009 | #