Hurra, wir haben wieder einen Skandal, eine Spionageaffaire sogar! Dass die Angelegenheit schon 4 Jahrzehnte vorbei und der “Spion” längst verstorben ist, ist dabei scheinbar unerheblich…
Die Medien überschlagen sich förmlich und plötzlich wird sogar rechergiert. Helmut Zilk soll dem tschechischen Geheimdienst belanglose Informationen verkauft haben und es soll sogar Belege geben, die das beweisen. Na bumm, das ist aber wirklich ein handfester Skandal der es lohnt, das Ansehen einen Verstorbenen anzupatzen. Haben unsere Spitzenmedien sonst wirklich nichts zu tun? Ist jetzt etwa gar schon im (nicht merkbaren) Frühling Sauregurgenzeit?
Also mir persönlich ist es herzlich wurscht, ob sich der Journalist Helmut Zilk in den 60er-Jahren ein Körberlgeld verschafft hat oder nicht. Außerdem würde es ihm eher zur Ehre gereichen, wenn er es geschafft hätte, einem Geheimdienst mehr oder weniger allgemein zugängliche Informationen gegen Bares zu verkaufen…
Ja, man muss sich schon wundern…
Als gäbe es nichts wichtigeres im Moment als Dinge, die schon derart lange her sind/sein sollen. Halbwegs verständlich wäre es ja noch, würde es den Ostblock in der damaligen Form noch geben, aber so?
22. Mrz. 2009 | #