Gerade rechtzeitig meldet sich die nahezu der Vergessenheit anheim gefallene Maria Rauch-Kallat in der Öffentlichkeit zurück. Sie spricht nach der Haftentlassung ihres Ehemannes ua von Freundschaft und Rache…
Über Häfengeschichten möchte sie (aus verständlichen Gründen) nicht so viel sagen, nur soviel, dass sie weiter zu ihrem Gaten stehe und dass Julius V. weiterhin ein Freund sei. Viel gesprächiger ist die Ex-Gesundheitsministerin aber in Bezug auf die ÖVP. Dort hätte man ihr übel mitgespielt und man hätte sie nur wegen ihrer Frauenpolitik vor der letzten Nationalratswahl an unwählbare Stelle zurückgereiht.
“Dass ich einen hinteren Platz auf der Bundesliste gehabt habe, das war die Rache dafür, dass Gerti Brinek Volksanwältin wurde und nicht ein Mann.” – “Das hat man mir mehr oder minder unverhohlen gesagt.” (Zitat ORF)
Merkwürdig ist, dass Frau Rauch-Kallat erst jetzt die Sache mit der Zurückreihung so sauer aufstößt. Sie hätte seit der Erstellung der Kandidatenliste Zeit genug dafür gehabt. Merkwürdig erscheint auch der jetzige Zeitpunkt, punktgenau nach Verhaftung und Freilassung ihres Gatten.
Ein Schelm könnte jetzt denken, sie sei nur wegen der Verhaftung ihres Gatten auf die Parteifreunde sauer und glaube sogar, diese hätten das alles “planieren” können oder gar müssen. Dazu würde nämlich ganz gut passen, dass sie gerade jetzt von Freundschaften spricht und einen Racheakt erwähnt. Das wäre dann nämlich ihre höchst persönliche Rache an den “Freunden” in der ÖVP…