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19. Apr. 2009

Bei der von der Schminkprinzessin aus mangelnder Weitsicht (um nicht Unvermögen zu sagen :) ) angezettelten Lehrerkrise scheint sich eine einvernehmliche Lösung anzubahnen. Jetzt nehmen das die Macher in die Hand – Chefsache, sozusagen…

Es soll nun doch keine unbezahlte Mehrarbeit für die Lehrer geben. Zunächst freut einem das, denn damit wäre wohl eine “Büchse der Pandora” geöffnet worden und es hätte uns früher oder später alle erwischt (viele mehr, manche weniger). Wenn man aber vernimmt, wie die Sache gelöst werden soll, nimmt diese Freude rasch wieder ab. Es wird nämlich der gute alte österreichische Weg beschritten. Nicht etwa die Hauptursache des Problems, die Schulreform und davon insbesondere die sündteure Neue Mittelschule, wird angegangen (zB eingebremst oder etwas zurückgestellt) – nein, zusätzliches Geld rückt der Finanzminister raus.

Der Gemeine und der ehemalige Mr CO2 dürften sich in aller Stille schon geeinigt haben, heuer 180 Millionen und im nächsten Jahr 345 Millionen dem Unterrichtsministerium zusätzlich zu überweisen. Man fragt sich nun, welchen anderen Ministerien die Herrschaften das Geld wegnehmen wollen, denn so herumliegen werden sie in Zeiten wie diesen ein paar hundert Millionen ja wohl nicht haben. Wo will man also einsparen – bei Richtern und Staatsanwälten (die haben ja eh gar so weinig zu tun), oder bei der Polizei (die Kriminalstatistik lässt ja noch Spielraum), ober gar beim Bundesheer (das ist ja noch nicht ganz hin)? Darüber werden wir noch im Unklaren gelassen, aber soviel ist bekannt, dass das Geld durch Umschichtungen im Budget aufgebracht werden soll.

Gott gütiger – Umschichtungen, wenn ich dieses Wort schon höre! Im Klartext heißt das nämlich, dass wir um eine halbe Milliarde mehr Schulden haben werden, denn ansonsten müssten Teile des Budgets mit den Ministerien neu verhandelt werden – und dass wird sich in zwei Tagen sicher nicht ausgehen. Aber vielleicht will man das sowieso nicht, denn “Wenn die Kuh hin ist, ist es um´s Kalb auch nicht mehr schade…”

1 Kommentar »

  1. Herrn Bs Blog schreibt:

    Schmied vs. Lehrergewerkschaft oder Die Psychologie der Eskalation…

    Es erscheint geradezu wie das Lehrbeispiel eines politischen Interessenskonfliktes, das Österreich geboten bekommt: Seit Unterrichtsministerin Claudia Schmied angekündigte, dass Lehrer zwei Stunden pro Woche mehr unterrichten müssen, ist ein handfes…

    20. Apr. 2009 | #

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