In der EU ist nicht viel los zur Zeit. Man tut wahrscheinlich nichts, um vor der Wahl nicht noch mehr Bürger zu vergraulen bzw doch einige zur Urne zu bringen. Leider wird dieser Friede nicht lange halten und nach der Wahl wird die lobbyismuszerfressene Extrembürokratie wahrscheinlich endgültig abheben – Lissabon sei´s gedankt…
Ich geb´s zu, den Ex-Minister und urplötzlichen EU-Spitzenkandidaten Ernst Strasser habe ich kräftig unterschätzt und habe ihm hier Unrecht getan, indem ich von einem “offenbar in der Privatwirtschaft gescheiterten” geschrieben habe. Das nehme ich hiermit offiziell zurück, denn der Mann dürfte nämlich höchst erfolgreich sein…
Aber was hat sei ein erfolgreicher Lobbyist im EU-Parlament verloren? Wie sieht es denn in den EU-Gremien wirklich aus, wenn man schon ganz offen einen Lobbyisten ins Parlament wählen lässt? Und niemanden scheint das zu stören, überhaupt kein Aufschrei in den Medien. Aber wahrscheinlich ist das eh schon wurscht, weil sowieso schon fast alle wissen, dass sich die Lobbyistenbrut schon lange ungehindert in den EU-Gremien ausbreitet (Janelly Fourtou ist ja auch drinnen und kämpft für ihren bei einem Medienkonzern angestellten Gatten…
).
Wie auch immer, nach der Wahl werden sie vollends den Bodenkontakt verlieren. “Three Strikes Out” (“Loi Hadopi”, wie der Franzose sagt…
) werden sie schneller durchwinken als ein Ferkel mit den Augen zwinkern kann und wenn es irgendeinem Konzern dienlich ist, werden sie sogar eine verbindliche Richtlinie machen, die vorschreibt, mit welcher Hand wir uns nach dem Geschäft den Allerwertesten auswischen müssen. Dank des Lissabon-Vertrages wird dem Lobbyistenpack nichts mehr unmöglich sein, was immer sie sich vornehmen…
[...] zu. Da ist der Konflikt zwischen dem Aus- und Wiedereinsteiger sowie nunmerigen Spitzenkandidaten Ernst Strasser einerseits und der #2 im ÖVP-Team, dem geschassten Othmar Karas voll [...]
6. Jun. 2009 | #