Gerade erst habe ich mich zusammengerissen und Positives über den Messias von Amerika geschrieben und da fällt er mir schon in den Rücken…
Obama wird ein Gesetz unterschrieben, welches George Bush in seiner Amtszeit verhindert hatte. Die US-Bundesgesundheitsbehörde FDA wird damit ermächtigt, auf die Inhaltsstoffe von Zigaretten Einfluss zu nehmen. So wird diese Behörde auch den Nikotingehalt der Zigaretten begrenzen und aromatisierte Geschmackszusatzstoffe untersagen können.
Das haben sie wieder super hingekriegt, die amerikanischen Tugendbolde. Es gibt so schon keine anständigen Zigaretten mehr und wenn die Amerikaner vorgehen wird Europa natürlich folgen – bei Bevormundungen tun sie das ja immer. Es gibt in der EU so schon keine anständigen Zigaretten mehr, Nikotingehalte von über 1,0 mg sind ja schon eine Zeit lang verboten. Wenn jetzt auch noch die pharmahörigen Gesundheitsbehörden mitmischen, dann gute Nacht.
Was die Amerikaner aber vergessen haben, ist die Tatsache, dass Zigaretten mit weniger Nikotin den Raucher zu mehr Konsum animieren. Das ist so, weil man mehr rauchen muss, um auf die gleiche Menge Nikotin zu kommen. Auch werden leichtere Zigaretten weit tiefer inhaliert, als starke. Durch die Senkung des Nikotingehaltes wird also insgesamt nicht die Gesundheit gefördert, sondern das Gegenteil ist der Fall. Das ist nicht neu und für jeden, der sich mit dem Rauchen beschäftigt, schon lange Allgemeinwissen.
Es wird also nicht so sein, dass die Tugendbolde in den USA das nicht wissen werden, weshalb es eigentlich nur zwei Möglichkeiten geben kann. Die eine wäre, dass die US-Tugendbolde gemeinsame Sache mit der Tabakindustrie machen, respektive von dieser gekauft sind. Eine Senkung des Nikotingehaltes wird ja den Zigarettenkonsum (und damit den Gewinn der Tabakkonzerne) wesentlich in die Höhe treiben. Die zweite Möglichkeit ist nicht so erfreulich. Die wäre nämlich, dass die Tugendbolde absichtlich die Gesundheit von Rauchern schädigen wollen, um zB mehr statistisches Material zur Raucherbekämpfung zu bekommen. Auf den ersten Blick erscheint diese Möglichkeit schon erschreckend. Aber man weiß ja, dass Gesundheitsbehörden bei ihrer Tätigkeit äuserst selten bis nie die Gesundheit der Bevölkerung als Motivation haben. Und nur im günstigeren Fall gründet diese auf narzisstischer Selbstdarstellung…
Im konkreten Fall dürfte das Gesetz für die US-Bundesgesundheitsbehörde aber ein Schuss ins Knie werden. In einem Land wo jeder, jeden, jederzeit verklagen kann, wird wahrscheinlich in Zukunft auch diese Behörde von Krebspatienten, die früher geraucht haben, verklagt werden (beim Staat ist ja gewöhnlich mehr zu holen, als bei einem ev schon angeschlagenen Konzern). Die jetzt handelnden Tugendbolde sind aber schlau. Sie wird das nicht mehr treffen, denn der Zigarettentod hat eine lange Inkubationszeit und dann werden die Herrschaften schon in Pension sein. Sie wird man also nicht belangen können und ob die Behörde zugeklagt wird, wird ihnen genauso egal sein, wie die Gesundheit der Raucher…