ihn magst du, entrinn ich, erwürgen“, heißt es in der Bürgschaft von Friedrich Schiller. Eine Bürgschaft ist in Zeiten der Krise so ungewöhnlich nicht und erwürgt wird schon gar niemand mehr. Überraschend ist aber, dass jetzt das Land Oberösterreich ausgerechnet für die edle Motorradschmiede KTM eine Bürgschaft in der Höhe von 33,6 Millionen eingehen musste…
Ja, ja, die Krise – da müssen alle zusammenhalten. In dem Fall das Land Oberösterreich mit KTM, damit die nicht etwa die Produktion von OÖ abziehen. Etwa gar nach Graz, wo die Firma ein nigelnagelneues, überhaupt nicht ausgelastetes Werk besitzt. Darum soll sich aber gefälligst der Voves kümmern und auch was locker machen…
“Wenn es dem Esel zu wohl wird, dann geht er auf das Eis tanzen“, sagt man. KTM, ein Paradeunternehmen, hat auch getanzt und nach dreieinhalbjähriger, 25 Millionen schwerer Entwicklung den X-Bow ausgekotzt. Und zwar genau zu der Zeit, als es sich auch der letzte Almöhi schon hätte ausmalen können, dass ein so teures und dermaßen unbequemes Fahrzeug mit vollkommen fehlender Alltagstauglichkeit nur sehr schwer zu verkaufen sein wird. Freilich wird die schwierige Lage von KTM nicht alleine vom X-Bow kommen. Dass aber ein mit dem Fall befasster Analyst der UniCredit bemerkt, dass vor allem das neue Sportauto X-Bow “sehr viele Ressourcen” verbrauchen würde, sagt schon einiges aus.
Verdammt schade ist auch, dass durch diesen Missgriff eine wirklich zukunftsträchtige Entwicklung von KTM, das Zero-Emission Motorrad mit Elektromotor, wahrscheinlich wegen Geldmangel nicht fertigentwickelt werden kann…