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25. Jun. 2009

Unsere Frauen- und Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hatte eine Idee. Die “arbeitslosen” Beamten der Post und der Telekom sollen für die Polizei arbeiten…

Die Polizei jammert über zu wenig Personal und aufwendige Verwaltungstätigkeiten und Post/Telekom wissen nicht, wo sie ihre (angeblich) überzähligen Beamten entsorgen können. In dieser Situation scheint die Idee der Frau Heinisch-Hosek auf den ersten Blick gar nicht so schlecht. Die Würze wird aber, wie so oft, im Detail liegen, denn wie sollen denn die Post/Telekom-Beamten der Polizei helfen können? Exekutive Tätigkeiten sind sowieso ausgeschlossen und der Verwaltungskram bei der Polizei wird zum überwiegenden Teil mit Polizeiakten und -tätigkeiten untrennbar zusammenhängen, wodurch eine Bearbeitung durch fremde Hilfskräfte wohl auch nicht tunlich erscheinen wird. Blieben nur mehr rein wirtschaftliche Angelegenheiten, wie zB Fahrzeuge-, Dienststellen-, Personalverwaltung etc. Aber auch da wird eine längere Einschulung notwendig sein und zudem wird ein selbstständiges Handeln der Helfer nicht möglich sein, was die Einsparmöglichkeit wieder beträchtlich herabsetzt (so groß sind die Polizeidienststellen ja nicht).

Als gelernter Österreicher weiß man natürlich, dass wahrscheinlich die Suppe wieder teurer werden wird, als das Fleisch. Es wird sich nämlich bei den freien Mitarbeitern von Post und Telekom sicherlich um ältere Beamte handeln, die so ganz billig nicht sein werden. Auch ist zu rechnen, dass Diäten anfallen. Und glaubt wirklich jemand, dass Post und Telekom ihre Mitarbeiter gratis zur Verfügung stellen werden? Vielmehr wird das Innenministerium für die Leute schwer löhnen müssen. Wenn man dann noch die Kosten dafür vom Polizeibudget abzweigt (was äußerst wahrscheinlich erscheint), dann ist die Sache vollends ein Kapitaltreffer in den Ofen… ;)

Aber wer weiß, vielleicht werkelt man im Hintergrund ja schon an einer größeren Sache. Vielleicht möchte man im Innenministerium mit den Polizeiposten ja als Postpartner anheuern. Dann würde die Sache gleich senkrechter aussehen. Für die Bevölkerung ergäben sich ungeheure Vorteile. ZB würde ein Weg genügen, um nach einem Handydiebstahl die Anzeige zu erstatten, gleich ein neues zu bekommen und zusätzlich auch noch seine Briefe aufzugeben. Und mit einer gemischten Streife – ein Polizist und ein Postler – könnte man gleichzeitig für Sicherheit sorgen und die Post zustellen… :)

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » “Wir haben das nicht erkannt” - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] ich nicht der größte Fan der Quotenprinzessin bin, habe ich ja schon mehrmals hier dokumentiert. Aber wo sie recht hat, hat sie [...]

    2. Nov. 2010 | #

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