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22. Jun. 2009

Ich habe mich schon einmal über die excellenten Rechenkünstler beim Bau des Skylink am Flughafen Wien gewundert. Die Affäre scheint nun zum handfesten Kabarett zu werden…

Ursprünglich (vor 2 Jahren) waren für den Skylinkbau ja ca 400 Millionen geplant, dann wurde auf 657 Mille aufgestockt und nun steht man gar bei 830. Durch das Aufsehen, dass die Kostenaufblähung auf mehr als das Doppelte erregt hat, sickern auch einige bemerkenswerte Details durch. Offenbar hat man schon von Anfang an hohe Beraterkosten (Architekten, Projektmanager, Techniker etc) eingerechnet. Es wurden nämlich schon im Juli 2008 (da war man gerade bei 657 Millionen Baukosten) 135 Millionen für Konsulentenhonorare budgetiert – das ist etwa ein Viertel der errechneten Kosten. Ohne jetzt den großen Bausachverständigen markieren zu wollen, kommen mir Beraterkosten von einem Viertel der Bausumme schon recht hoch vor.

Nun dürfte sich sogar der Flughafen-Vorstand genötigt sehen, etwas zu tun. Man wolle jetzt das Projekt Skylink, welches schon bisher einer externen Konstenkontrolle unterliege (die ja offenbar eh “recht gut” funktioniert hat… :) ), jetzt untersuchen lassen – von Sachverständigen. Ja genau, Sachverständige müssen es sein, denn dann kann man nämlich gleich dieselben nehmen, denen man jetzt schon das Viertel hinen rein schiebt. Die wären sicher billiger und herauskommen tut (soll?) sowieso nichts. Mich erinnert die Sache an das Alpenländische Inspektoreninspektorat des genialen Otto Grünmandl…
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PS: Die einzige erfolgversprechende Möglichkeit, den Filz zu untersuchen, würde wohl nur die Beiziehung der Wirtschaftspolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft sein. Aber eine erfolgversprechende Untersuchung dürfte man bei den Eigentümern des Flughafens scheuen, wie der Teufel das Weihwasser… :)

21. Jun. 2009

Ein Polizist erklärte einem Burschenschafter, er würde bei einer Kundgebung oder Demonstration einem Burschenschafter jederzeit, einem Linken aber niemals den Rücken zudrehen (weil er bei zweiterem Angst hätte).

Kann Herr Durchschnittsösterreicher dem Erkenntnisvermögen des Wachmanns trauen und daran anknüpfend zwischen Guten und Bösen unterscheiden? Ist es also zulässig, aus dieser persönlichen Einschätzung eines Polizisten Schlüsse zu ziehen?

19. Jun. 2009

Recht schwer haben sie sich getan, die Staats- und Regierungschefs der EU beim Gipfeltreffen in Brüssel. Einen Tag haben sie länger gebraucht, um den Iren eigentlich nichts zu versprechen…

Von Einigkeit war keine Spur, besonders die Briten opponierten bis zum Schluss. Dabei hätte es doch lediglich eine Formsache sein sollen, den Iren ein Zuckerl zu geben, damit sie diesmal “richtig” abstimmen. Darüber war man sich ja einig und versprochen wurde ja eigentlich auch nichts, wie alle betonen. Im letztendlich den Iren doch zugestandenen Zusatzprotokoll wird ja angeblich nur das niedergeschrieben, was sowieso schon im Lissabon-Vertrag steht. Der irischen Bevölkerung wird also noch zusätzlich garantiert, dass in ihr Steuerrecht, das Familien- und Abtreibungsrecht oder in die militärische Neutralität nicht eingegriffen werden wird, obwohl das angeblich sowieso nie vorgesehen gewesen war. Es wird also (angeblich) absolut “nichts” zugestanden.

Halten die EU-Granden die irischen Wähler wirklich für so blöd, dass sie sich mit “nichts” zufriedengeben und deshalb “richtig” abstimmen (eigentlich wäre das eine Beleidigung…)? Oder ist dieses “NICHTS” doch ein “ETWAS”? Dh, dass eben das, was den Iren versprochen wurde, nicht explizit im Lissabon-Vertrag steht. Wahrscheinlicher dürfte eher zweiteres sein, denn dann ergäbe die lange Herumstreiterei tatsächlich einen Sinn. Dann hätten nämlich diejenigen Regierungschefs recht, die von der Möglichkeit einer notwendigen neuerlichen Ratifizierung gehörig bammel hatten… ;)

Im Prinzip wird´s aber vollkommen wurscht sein, wie die Iren im Herbst abstimmen. Sollte es wieder schief gehen, kann man es ja im Frühling wieder versuchen…
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PS: Die bei der Gelegenheit gleich mitgenommene Kommissarvermehrung um ein Drittel braucht man nicht extra erwähnen – dass das kommen wird, war eh schon klar. Da haben ja alle Regierungen was davon – nämlich einen sicheren Ver(ent)sorgungsposten für “verdiente” Parteigranden. Das zu beschließen, wird bei der Sache der kleinste Aufwand gewesen sein… :)

17. Jun. 2009

Die Idee, endlich nennenswertes Geld in erneuerbare Energien zu investieren, ist grundsätzlich begrüßenswert, aber…

Ein Konsortium, welchem Münchener Rück, Siemens, die Deutsche Bank und der Energiekonzern RWE (weitere namhafte Konzerne sollen noch dazugewonnen werden) angehören, hat ein ehrgeiziges Projekt geboren. In Nordafrika sollen mit einem Aufwand von 400.000.000.000.- Euro gigantische Solarkraftwerke gebaut und damit im Endausbau 15 Prozent des in Europa benötigten Stromes erzeugt werden – und das zu einem kolportierten Preis von 5 Cent je KW/h.

So schön es auch aussieht, ich bin mir nicht sicher, ob da alles mit rechten Dingen zugeht. Es mag schon stimmen, dass in der Sahara ideale Bedingungen für Solarstromerzeugung vorliegen (die gäbe es aber zB in Spanien oder Griechenland auch). Die Sahara ist weit weg und man wird auch gigantische Leitungen (mit mächtigen elektromagnetischen Feldern) benötigen, die auch genehmigt sein wollen. Gigantisch wird auch der Schwund sein, mit welchem sich die Ingenieure auf den Baustellen herumschlagen werden müssen. Das wird die Kosten sicherlich noch in die Höhe treiben. Vielleicht ist das aber eh alles einkalkuliert, kostet halt dann eine KW/h 7 Cent oder so. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die richtig großen Brocken, etwa das Bakschisch für die in den Kraftwerksländern jeweils Regierenden und die Armee, welche für die Bewachung der riesigen Anlagen notwendig sein wird, nicht eingepreist sein werden…

Aber vielleicht ist das den Mitgliedern des Konsortiums sowieso alles wurscht. Vielleicht wollen die Herrschaften lediglich auf Jahrzehnte die Förderungen der EU für erneuerbare Energie und CO2-Gelder (die wir, dank unserer Hampelmänner in Kioto, ja alle bald abdrücken dürfen… :) ) einstreifen. Pleitemachen können sie ja dann immer noch recht bequem – irgendeine öffentliche Hand wird nachher zur Rettung der Arbeitsplätze, der Banken, der Anleger oder was auch immer schon blechen. Krisengestählt kennen wir das ja schon… ;)
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PS: Mit 100 Milliarden Euro (fördern bräuchte man wahrscheinlich nur die Hälfte) könnte man alle Gebäudedächer in Österreich mit Photovoltaikzellen zupflastern und damit ca 1/3 des gesamten Stromverbrauches des Landes decken. Ja, der erzeugte Hausdach-Strom wäre wahrscheinlich wesentlich teurer, als der aus der Sahara. Dafür hätten wir einen Haufen Arbeitsplätze und eine dezentrale (praktisch unangreifbare und ausfallsichere) Stromerzeugung gewonnen und der Strom würde von Beginn an zu fließen beginnen. Und ob aus Afrika nach 10-jähriger Planungs-, Bau- und Bezahlzeit jemals Strom zu uns kommt, muss sich erst zeigen… ;)

16. Jun. 2009

Die humorlosen Zwangsweltverbesserer werden nicht früher Ruhe geben, bis wirklich alles, was Spaß macht, unter Strafe gestellt oder zumindest verbannt ist. Interessieren würde mich da nur, womit die Tugendbolde dann ihren Lebensunterhalt verdienen wollen? :)

Jetzt haben “Experten” der Siegmund Freud Universität (SFU) das Computerspielverhalten von Jugendlichen “untersucht” und dabei herausgefunden, dass mehr als 12 Prozent der 14- bis 15-Jährigen dabei schon ein problematisches (pathologisches, suchtartiges) Verhalten an den Tag legen. Gnädigerweise gestehen die “Experten” den Spielern etwas mehr als zwei stunden täglich zu, ohne als krankhaft zu gelten – immerhin etwas ;) . Bei 4,5 Stunden am Tag gilt man dann aber als gefährdet, ab 6 Stunden als abhängig – also krank.

Bei der Präsentation der Studie sagte der Studienleiter, Dominik Batthyany, auch ganz unverblümt, um was es bei der Sache wirklich geht. Eine weitere Maßnahme wäre nämlich die Übernahme der Therapiekosten durch die Krankenkassen, meinte der Gute. Na, da schau her – er will bloß ein Geschäft machen, der Herr Batthyany! Er wäre ganz sicher nicht abgeneigt, die Therapien (vorzugsweise auf Regimentskosten – da wird nicht so viel nach dem Preis gefragt… ;) ) gleich selber anzubieten. Tolles Geschäftsmodell…

Vielleicht sollte jemand die Suchtmacher einmal fragen, wie sie sich das mit der Krankenkassenfinanzierung vorstellen. Wir sind ja jetzt schon alle mehrfachsüchtig. Man denke nur an die Leute, die täglich mindestens 8 Stunden arbeiten, schwerstpathologische Selbstständige oft sogar 16 Stunden, und 6 Stunden Fernsehen pro Tag bringt wahrscheinlich jeder 2. Pensionist locker zusammen. Und dann wären da noch die Raucher, die Alkoholtrinker, die Pilleneinwerfer, die Schokoladenesser, die Überhaupt-zu-viel-Esser, die Läufer… (die Liste könnte man beliebig lang fortsetzen, aber mehr fallen mir jetzt auf die Schnelle nicht ein). Aber um solche Fragen, wer das dann alles bezahlen soll, können sich wahre Weltverbesserer (oder sollte man doch besser weltverbessernde Geschäftemacher sagen…? :) ) ja nicht auch noch kümmern…

16. Jun. 2009

Othmar Karas ist nicht zu beneiden. Trotz 100.000 Vorzugsstimmen bleibt er, wie zu erwarten war, die #2 der ÖVP in Europa.

Gestern war in der Causa Karas anscheinend High Noon bei der ÖVP. Der BigBoss himself erklärte kurzerhand die Debatte, ob Othmar Karas oder Ernst Strasser die ÖVP-Delegation leiten solle, für beendet und Othmar Karas verlautete, er werde nicht dafür kandidieren. Um das Ganze abzurunden, absolvierten die Handelnden Personen einen Rundgang durch die Medien, der für Karas schwer nach Kanossagang aussah. Der arme Mann musste wieder und wieder beteuern, dass er nicht an Ämtern hängen und, trotz der moralichen Legitimation durch 100.000 Vorzugsstimmen, nicht für den Delegationsvorsitz kandidieren würde. Und so weiter und so fort…

Und bei so einem Herumgeeiere wundert man sich über die zunehmende Politikverdrossenheit? Wer will denn schon so einen Schmarren hören bzw sehen? Die Partei hat Othmar Karas (aus welchen Gründen immer) einen Lobbyisten vor die Nase gesetzt und dieser hat sich mit einem Vorzugsstimmenwahlkampf erfolgreich gewehrt, konnte aber die Partei trotzdem nicht überzeugen. Wäre es so schlimm gewesen, wenn er sich einfach hingestellt und gesagt hätte, er wäre gerne Delegationsleiter geworden, sei aber trotz der vielen Vorzugsstimmen in der Partei damit nicht durchgekommen? Das wäre eine gerade, ehrliche Sache gewesen und die Leute hätten es verstanden… ;)

15. Jun. 2009

ihn magst du, entrinn ich, erwürgen“, heißt es in der Bürgschaft von Friedrich Schiller. Eine Bürgschaft ist in Zeiten der Krise so ungewöhnlich nicht und erwürgt wird schon gar niemand mehr. Überraschend ist aber, dass jetzt das Land Oberösterreich ausgerechnet für die edle Motorradschmiede KTM eine Bürgschaft in der Höhe von 33,6 Millionen eingehen musste…

Ja, ja, die Krise – da müssen alle zusammenhalten. In dem Fall das Land Oberösterreich mit KTM, damit die nicht etwa die Produktion von OÖ abziehen. Etwa gar nach Graz, wo die Firma ein nigelnagelneues, überhaupt nicht ausgelastetes Werk besitzt. Darum soll sich aber gefälligst der Voves kümmern und auch was locker machen… :)

Wenn es dem Esel zu wohl wird, dann geht er auf das Eis tanzen“, sagt man. KTM, ein Paradeunternehmen, hat auch getanzt und nach dreieinhalbjähriger, 25 Millionen schwerer Entwicklung den X-Bow ausgekotzt. Und zwar genau zu der Zeit, als es sich auch der letzte Almöhi schon hätte ausmalen können, dass ein so teures und dermaßen unbequemes Fahrzeug mit vollkommen fehlender Alltagstauglichkeit nur sehr schwer zu verkaufen sein wird. Freilich wird die schwierige Lage von KTM nicht alleine vom X-Bow kommen. Dass aber ein mit dem Fall befasster Analyst der UniCredit bemerkt, dass vor allem das neue Sportauto X-Bow “sehr viele Ressourcen” verbrauchen würde, sagt schon einiges aus.

Verdammt schade ist auch, dass durch diesen Missgriff eine wirklich zukunftsträchtige Entwicklung von KTM, das Zero-Emission Motorrad mit Elektromotor, wahrscheinlich wegen Geldmangel nicht fertigentwickelt werden kann…

12. Jun. 2009

Gerade erst habe ich mich zusammengerissen und Positives über den Messias von Amerika geschrieben und da fällt er mir schon in den Rücken… ;)

Obama wird ein Gesetz unterschrieben, welches George Bush in seiner Amtszeit verhindert hatte. Die US-Bundesgesundheitsbehörde FDA wird damit ermächtigt, auf die Inhaltsstoffe von Zigaretten Einfluss zu nehmen. So wird diese Behörde auch den Nikotingehalt der Zigaretten begrenzen und aromatisierte Geschmackszusatzstoffe untersagen können.

Das haben sie wieder super hingekriegt, die amerikanischen Tugendbolde. Es gibt so schon keine anständigen Zigaretten mehr und wenn die Amerikaner vorgehen wird Europa natürlich folgen – bei Bevormundungen tun sie das ja immer. Es gibt in der EU so schon keine anständigen Zigaretten mehr, Nikotingehalte von über 1,0 mg sind ja schon eine Zeit lang verboten. Wenn jetzt auch noch die pharmahörigen Gesundheitsbehörden mitmischen, dann gute Nacht.

Was die Amerikaner aber vergessen haben, ist die Tatsache, dass Zigaretten mit weniger Nikotin den Raucher zu mehr Konsum animieren. Das ist so, weil man mehr rauchen muss, um auf die gleiche Menge Nikotin zu kommen. Auch werden leichtere Zigaretten weit tiefer inhaliert, als starke. Durch die Senkung des Nikotingehaltes wird also insgesamt nicht die Gesundheit gefördert, sondern das Gegenteil ist der Fall. Das ist nicht neu und für jeden, der sich mit dem Rauchen beschäftigt, schon lange Allgemeinwissen.

Es wird also nicht so sein, dass die Tugendbolde in den USA das nicht wissen werden, weshalb es eigentlich nur zwei Möglichkeiten geben kann. Die eine wäre, dass die US-Tugendbolde gemeinsame Sache mit der Tabakindustrie machen, respektive von dieser gekauft sind. Eine Senkung des Nikotingehaltes wird ja den Zigarettenkonsum (und damit den Gewinn der Tabakkonzerne) wesentlich in die Höhe treiben. Die zweite Möglichkeit ist nicht so erfreulich. Die wäre nämlich, dass die Tugendbolde absichtlich die Gesundheit von Rauchern schädigen wollen, um zB mehr statistisches Material zur Raucherbekämpfung zu bekommen. Auf den ersten Blick erscheint diese Möglichkeit schon erschreckend. Aber man weiß ja, dass Gesundheitsbehörden bei ihrer Tätigkeit äuserst selten bis nie die Gesundheit der Bevölkerung als Motivation haben. Und nur im günstigeren Fall gründet diese auf narzisstischer Selbstdarstellung… ;)

Im konkreten Fall dürfte das Gesetz für die US-Bundesgesundheitsbehörde aber ein Schuss ins Knie werden. In einem Land wo jeder, jeden, jederzeit verklagen kann, wird wahrscheinlich in Zukunft auch diese Behörde von Krebspatienten, die früher geraucht haben, verklagt werden (beim Staat ist ja gewöhnlich mehr zu holen, als bei einem ev schon angeschlagenen Konzern). Die jetzt handelnden Tugendbolde sind aber schlau. Sie wird das nicht mehr treffen, denn der Zigarettentod hat eine lange Inkubationszeit und dann werden die Herrschaften schon in Pension sein. Sie wird man also nicht belangen können und ob die Behörde zugeklagt wird, wird ihnen genauso egal sein, wie die Gesundheit der Raucher… :)

11. Jun. 2009

Eine Verschrottungsprämie gibt es bei uns und in Deutschland auch. Gegen das, was die Amerikaner jetzt einführen, nimmt sich unsere Prämie nochgradig erbärmlich und einfallslos aus…

Nun wird im Obama-Land auch eine Verschrottungsprämie eingeführt – und was für eine. Bis zu 4500.- UDS gibt der amerikanische Staat jenen, die von einem Auto mit hohem Verbrauch auf ein solches mit niedrigem Verbrauch umsteigen. Dabei zählt weder das Alter des Vehikels, noch das Einkommen des Besitzers etwas. Wer beispielsweise den Durchschnittsverbrauch seines fahrbahren Untersatzes von 15 auf 12 Liter senkt, bekommt 3500.- USD auf den Neuwagen zugeschossen, wer von 18 auf 10 Liter kommt, gar 4500.- Dollar. Wenn man bedenkt, dass man 10 Liter Verbrauch schon mit einem passablen Mittelklassewagen erreichen kann und dass in Amerika 4500.- Dollar schon fast die Hälfte des Kaufpreises eines Wagens der Kompaktklasse darstellen, sieht man, was die amerikanische Regierung da aufgestellt hat. Eine effektivere Lenkung in Richtung verbrauchsarme Autos ist kaum vorstellbar und das alles wird unbürokratisch, vollkommen ohne Zwang und ohne Steuererhöhungen gemacht.

Da könnten sich unsere humorlosen, moralinsaurer übersozial agierenden Zwangsweltverbesserer von Barack Obama eine gehörige Scheibe abschneiden… :)
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PS: Man sollte auch bedenken, was möglich wäre, wenn man Alternativenergie (samt Energiesparmaßnahmen) bei Privaten auch in solcher Höhe (bis ca die Hälfte) unbürokratisch fördern würde. Wenn das ganz Europa so halten würde, würden die Ölprinzen bald wieder ihre Kamele aus der Garage holen können. Die Bentleys werden sich nämlich die meisten dann nicht mehr leisten können, wenn sie ihr Öl selber saufen müssen…

10. Jun. 2009

In Niederösterreich ist ein 39-jähriger Mann nach knapp 2-jähriger Haft entlassen worden, das Oberlandesgericht Wien sieht keinen Tatverdacht mehr…

Der Mann war Ende 2007 wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau zu 12 Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte zwar immer seine Unschuld beteuert, man glaubte ihm aber nicht. Geglaubt wurde lediglich seiner Gattin aufgrund deren Aussage er hautpsächlich verurteilt wurde.

Nun aber hat sich eine schlaue Juristin des Falles angenommen, diverse Ungereimtheiten entdeckt und ein privates Gutachten eingeholt. Und siehe da, so wie es die holde Gattin gechildert hat, geht es offenbar gar nicht. Sie hätte wohl 1 1/2 Meter lange, schlangenartige Arme gebraucht, um dem Mann, während dieser sie von hinten zu strangulieren versuchte, das Messer in den Rücken zu rammen. Natürlich hätte das, genauso wie die völlig atypischen Strangulierungsmerkmale der Frau (Fotos davon sind ja kürzlich erst kolportiert worden) auch im Verfahren jemandem auffallen können. Ja, “hätte” auffallen können, wenn bei Familiengeschichten nicht automatisch immer der Frau geglaubt werden würde…

Wie auch immer, die Staatsanwaltschaft Wr Neustadt hat die Ermittlungen wieder aufgenommen. Natürlich gegen den Mann, den sie, stünde nicht das OLG – das einen Tatverdacht nicht mehr sieht – dagegen, auch sofort wieder eingebuchtet hätten. Komisch, müsste nicht augenblicklich gegen die Frau eine Untersuchung wegen Mordversuches eingeleitet werden? Aus der Staatsanwaltschaft heißt es dazu, dass die theoretische Möglichkeit dazu bestehe. Eine “thoretische Möglichkeit” besteht also – immerhin. Keine Rede aber von einer eventuellen Untersuchungshaft, obwohl sich doch der Mann kaum das Messer selber in den Rücken hatte stecken können. Aber wer glaubt einem ungehobelten Mannsbild schon und es wird sich gewiss auch ein Gutachter finden, der ein Messer im Rücken als typischen Haushaltsunfall beim Brotschneiden befundet… ;)

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