Ich habe mich schon einmal über die excellenten Rechenkünstler beim Bau des Skylink am Flughafen Wien gewundert. Die Affäre scheint nun zum handfesten Kabarett zu werden…
Ursprünglich (vor 2 Jahren) waren für den Skylinkbau ja ca 400 Millionen geplant, dann wurde auf 657 Mille aufgestockt und nun steht man gar bei 830. Durch das Aufsehen, dass die Kostenaufblähung auf mehr als das Doppelte erregt hat, sickern auch einige bemerkenswerte Details durch. Offenbar hat man schon von Anfang an hohe Beraterkosten (Architekten, Projektmanager, Techniker etc) eingerechnet. Es wurden nämlich schon im Juli 2008 (da war man gerade bei 657 Millionen Baukosten) 135 Millionen für Konsulentenhonorare budgetiert – das ist etwa ein Viertel der errechneten Kosten. Ohne jetzt den großen Bausachverständigen markieren zu wollen, kommen mir Beraterkosten von einem Viertel der Bausumme schon recht hoch vor.
Nun dürfte sich sogar der Flughafen-Vorstand genötigt sehen, etwas zu tun. Man wolle jetzt das Projekt Skylink, welches schon bisher einer externen Konstenkontrolle unterliege (die ja offenbar eh “recht gut” funktioniert hat…
), jetzt untersuchen lassen – von Sachverständigen. Ja genau, Sachverständige müssen es sein, denn dann kann man nämlich gleich dieselben nehmen, denen man jetzt schon das Viertel hinen rein schiebt. Die wären sicher billiger und herauskommen tut (soll?) sowieso nichts. Mich erinnert die Sache an das Alpenländische Inspektoreninspektorat des genialen Otto Grünmandl…
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PS: Die einzige erfolgversprechende Möglichkeit, den Filz zu untersuchen, würde wohl nur die Beiziehung der Wirtschaftspolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft sein. Aber eine erfolgversprechende Untersuchung dürfte man bei den Eigentümern des Flughafens scheuen, wie der Teufel das Weihwasser…