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26. Jul. 2009

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass für Meinungsforschung “Meinungsmachung” (oder Lobbyismus – oder Prostitution ;) ) die bessere Bezeichnung ist, wäre der dämliche Umfragekrieg innerhalb der Regierung ganz besonders dafür geeignet…

Was sich die Regierungsparteien dabei denken, wenn sie sich abwechseln von Meinungsforschern zur #1 erklären lassen, werden sie unter Umständen selber wissen. Mir aber fehlt eine logische Erklärung. Wenn unsere Regierungsgewaltigen aber denken, dass sie mit diesen Selbstdarstellungen bei den Wählern punkten können, dann sind sie schwer auf dem Holzweg. Sie werden damit nur der Opposition (insbesonders FPÖ und BZÖ) helfen.

Die SPÖ bricht genau dann die Streitereien vom Zaun, nachdem die Partei den Kanzler vergattert hatte, dem Regierungspartner mehr entgegen zu setzen. Und zwar wurscht was, Hauptsache die Partei zeigt “Profil”. Die Herrschaften glauben wahrscheinlich, die Winkelzüge durchschaut eh niemand. Viel schlauer geht die ÖVP aber auch nicht vor, denn anstatt sich “staatsmännisch” zurückzulehnen (es steht ja eh keine Wahl an) und die durchsichtige SPÖ leerlaufen zu lassen, macht sie bereitwillig das kindische Spiel mit. Himmel, welch “brillante” Strategen unsere Führer doch sind. Oder will etwa wieder jemand “es reicht” sagen? Na ja, FPZÖ würd´s sicher freuen… :)

2 Kommentare »

  1. Andy schreibt:

    Es stehen schon Wahlen an, bloss halt keine nationalen….

    27. Jul. 2009 | #

  2. kritikus schreibt:

    Ok, unpräzise ausgedrückt. Ich meinte natürlich Nationalratswahlen, das Scharmützel betrifft ja die Regierung, also die Bundesparteien. Für abgrundtief dumm halte ich diese Auseinandersetzung deshalb, weil Gusenbauer schon 2006 bewiesen hat, wohin man sich die (sogar nur Wochen vor der Wahl gemachten) Umfragen stecken kann. Wozu also mit so einem Käse die Regierung noch mehr lähmen?

    27. Jul. 2009 | #

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