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31. Jul. 2009

Eines muss man Barack Obama neidlos lassen. Er versteht es, sich auch aus einem Fettnämpfchen brillant herauszumanövrieren.

Durch den dummen Konflikt zwischen einem weißen Polizisten und einem schwarzen Universitätsprofessor ließ sich der amerikanische Präsident zu einer unbedachten Äußerung hinreissen, die vielen sauer aufgestieß. Wie er sich aber dann mit einer einfachen Einladung der Kontrahenten zu einem Bier ins Weiße Haus brillant aus der Affaire zog, nötigt einem ehrlichen Respekt ab.

Wie es scheint, wurde bei dem Bierchen der Konflikt tatsächlich beigelegt – oder doch zumindest wesentlich entschärft. Na ja, “beim Reden kommen die Leut z´samm” heißt es im Volksmund. Bravo, Mr President, eine gelungene Aktion.

Natürlich gab es aber auch einige Unkenrufe. Einigen passte es nicht, dass der Präsident zu einem “Bier” einlud. Diese unverbesserlichen Weltverbesserer hätten es lieber gesehen, wenn ein antialkoholisches Getränk genommen worden wäre. Amerikanische Brauereien sind sauer, weil ein ausländisches Bier serviert worden ist. Das ist zwar aus deren Sicht verständlich, aber es sollte auch einem Präsidenten gestattet sein, das Bier zu Hause zu haben, welches ihm selber schmeckt. ;)

Ich selber bin mir nicht ganz sicher, ob ich zufrieden sein soll. Die Einladung lautete ja auf “ein Bier” und das wäre mir persönlich für ein gemütliches Zusammensein klar zu wenig und ließe mich eigentlich auf eine gewisse Geizigkeit des Gastgebers schließen. Aber vielleicht gab´s ja eh mehr… :)

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