Ja sind die in Brüssel noch ganz richtig oder halten sie uns (das EU-Volk) schon gänzlich für verblödet. Wegen des immensen Flüchtlingsansturmes in Süditalien will man neue Zuwanderungsregeln…
“Angesichts des anhaltenden Flüchtlingsansturms im Mittelmeerraum will die Europäische Union im Oktober erste Vorschläge für neue Zuwanderungsregeln vorlegen” steht auf DiePresse (auf de.reuters.com steht genau der gleiche Satz als Einleitung
).
Es ist mir schon klar, dass die in Italien alle Hände voll mit den Bootsflüchtlingen zu tun haben. Es ist auch legitim, darüber nachzudenken, wie man den Italienern dabei helfen kann. Komisch ist nur, dass die in so einem großen Land mit 36.900 Flüchtlingen (2008) nicht zurecht kommen sollen. In Spitzenzeiten hatten wir im kleinen Österreich das auch zu bewältigen (zB 38.530 aufgegriffene illegale Grenzgänger im Jahr 2004 und da waren die Zahlen angeblich bereits rückläufig) und das ist der EU nicht einmal aufgefallen, geschweige denn, dass uns jemand spürbar geholfen hätte (leere Worthülsen zählen da nicht). Aber das ist eine andere Geschichte und gehört hier nicht so dazu – also schleunigst wieder zurück zum Thema…
Da will nun die Union (wie wir schon fesgestellt haben berechtigt) den Italienern helfen. Die Brüsselokraten sollten aber erklären, wie sie einen ungehemmten Flüchtlingsstrom mit neuen Zuwanderungsregeln entschärfen wollen. Früher haben uns ebendiese Extrembürokraten ja immer erklärt, Asylwesen und Zuwanderung wären zwei grundverschiedene Dinge. Mir kommt diese Gedankenakrobatik etwa so vor, als wollte man die Suchtgiftkriminalität mit neuen Verkehrsregeln bekämpfen. Oder wollen die Eurokraten künftig alle Bootsflüchtlinge einfach mit Frattini-Karten zu Schlüsselarbeitskräften machen?
