Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

3. Aug. 2009

Über die Mindestsicherung hatte sich die Regierung nach langem, schweren Leiden schon geeinigt. Nun, nach Kürzung der Leistungen und Verschiebung der Einführung (was beides so schlecht nicht ist…) geht das Gezeter wieder los.

Neben den üblichen Verdächtigen (Grüne, Caritas, Diakonie etc) lässt aber die ÖVP in Person der neuen, wohl nicht zu Unrecht weitgehend unbekannten, Generalsekretärin des Arbeitnehmerbunds (ÖAAB), Beatrix Karl, aufhorchen. Der Guten passt es nicht, dass die Mindestsicherung nur zwölfmal (anstatt, wie ursprünglich vorgesehen, 14x) ausbezahlt werden soll.

Der Frau Karl dürfte entgangen sein, dass es sich bei der Mindestsicherung um eine Nothilfe handelt, die den Betroffenen ein Mindestauskommen (die Betonung liegt auf “mindest“) sichern soll. Wie sie also auf die Idee kommt, dass so eine MINDESTsicherung nicht 12 sondern 14 Monate ausbezahlt werden müsse, ist mir ein Rätsel. Ein Jahr hat ja nur 12 Monate, für die die Allgemeinheit das Auskommen der Betroffenen sichern muss.

Es kann natürlich sein, dass die gute Frau Karl die Mindessicherung mit einem Gehalt (einem arbeitslosen Grundeinkommen) verwechselt. In diesem Fall würde aus ihrem Vorstoß ein Schuh werden. Nur, diese sehr linke Umverteilungsidee ist ja offenbar nicht gewünscht worden, sonst hätte die Regierung die Sache nicht “Mindestsicherung” sondern “Grundeinkommen“, “Grundsicherung“, “Bürgergeld” etc genannt und da hätte es gewiss so schnell keine Einigung gegeben…

Außerdem sollte sich die Frau Karl besinnen, für welchen Verein sie arbeitet. Schon der Name “Österreichischer Arbeiter und Angestellen Bund” drückt aus, dass es dabei um Arbeiter und Angestellte geht. Wenn man bedenkt, das es sehr viele Arbeiter und Angestellte gibt, die netto nicht mehr als die Grundsicherung (733.- Euro) verdienen (zB Halbtagskräfte im Handel), dann scheint es so, als ob die Gute ihr Bestes gäbe, um diese aus der Beschäftigung zu bringen. Viele davon werden sich sowieso (auch ohne 13. und 14. Mindestsicherung) fragen, warum sie arbeiten gehen sollen, wenn sie durch die Mindestsicherung genau das gleiche Einkommen vollkommen ohne Arbeit lukreieren könnten. Normalerweise müssten sie beim ÖAAB die Frau Karl wegen Mitgliedervertreibung unkant hinausschmeißen. Mindestbesicherte werden nämlich kaum Mitgliedsbeiträge für den ÖAAB zahlen… ;)
.
.
.
.
PS: Außerdem werden sich die gar nicht so wenigen Arbeiter und Angestellten, welche Steuern zahlen, ganz besonders über den Vorstoß ihrer Vertretung freuen. Sie können sich nämlich ausmalen, dass sie künftig noch mehr abdrücken müssen, wenn die Mindestsicherung gut angenommen wird… :)

9 Kommentare »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Übersozialisierung schreibt:

    [...] jetzt noch besser, was ich von den Umverteilungskoffern, die nie genug kriegen und ua die geplante Mindestsicherung noch erhöhen wollen, halten [...]

    16. Okt. 2009 | #

  2. kritikus.at » Blog Archiv » Gute Tat - falsches Motiv schreibt:

    [...] gute Nachricht ist es jedenfalls, dass die frischgebackene Wissenschaftsministerin Beatrix Karl bei der ÖH-Wahl 2011 kein E-Voting einsetzen will. Leider hat die Sache einen exorbitanten [...]

    3. Apr. 2010 | #

  3. kritikus.at » Bandidos! - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] der Löhne im ehemaligen Ostblock zu einem Fass ohne Boden werden wird – und das auch bei zwölfmaliger Auszahlung. Man wird also die Grenze von einer Million nicht halten können, auch weiter unten zulangen [...]

    19. Jun. 2010 | #

  4. kritikus.at » Spindelegger-Rulez - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] eine Schlüsselkraft sein, wenn ein Mangel besteht (zB wenn sich zu viele in Grundsicherung oder Hacklerpension begeben). Auch haben die Befürworter qualitativer Zuwanderung vergessen zu [...]

    1. Aug. 2010 | #

  5. kritikus.at » Zum Fenster hinaus “sparen” - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] in gewohnter Routine weitermacht und laufend Sachen beschließt, die dem Staat Geld kosten. Das arbeitslose Grundeinkommen fällt mir da genauso ein, wie ganz aktuell die 28 Millionen für die Justiz. Auch [...]

    28. Aug. 2010 | #

  6. kritikus.at » Mein Gott Karl… - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] Karl. Ist die Gute doch auch für die ursozialistische Idee der Gesamtschule und bei der Mindestsicherung hat sie sich ja auch eindeutig positioniert? . . . . . . PS: Es ist nicht immer leicht, einen [...]

    4. Sep. 2010 | #

  7. kritikus.at » Na so was… - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] hat ja (wahrscheinlich als Verzweiflungstat im wiener Wahlkampf) angeregt, Empfänger der Mindestsicherung zur Leistung gemeinnütziger Arbeit zu verpflichten. Natürlich qualmte es da dann an der [...]

    22. Sep. 2010 | #

  8. kritikus.at » Super Erfolg – gaaanz supi - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] arbeitslose Grundeinkommen – äh die Mindestsicherung – ist scheint fulminater Erfolg zu werden. Schon 14.500 [...]

    16. Nov. 2010 | #

  9. kritikus.at » Freibrief für Korruption - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] geht die Frau Justizministerin, Beatrix Karl, her und versteckt (höchstwahrscheinlich mit Wohlwollen der anderen Regierungsmittglieder) [...]

    23. Feb. 2012 | #

Kommentar schreiben

Bitte den Sicherheitscode in die Textbox schreiben

RSS-Feed für diese Kommentare. | TrackBack URI