Gestern habe ich zufällig im ORF der Diskussion in Sport am Sonntag über die Sauren Wiesen in Sachen Olympia zugesehen. Eine bemerkenswerte Äußerung ist dabei hängen geblieben…
Ich verfolge Sportsachen an und für sich nicht so und bin somit über die Macheloikes dort eher uninformiert. Man kann sich allerdings vorstellen, dass es da nicht anders zugeht, als im wirklichen Leben auch. Geld (hauptsächlich öffentliches) zum Verschieben ist ja auch im Umfeld des Sports allemal genug vorhanden.
Ich habe also eher lustlos der Diskussion gelauscht und dabei mitbekommen, dass der Olympiaberater Erwin Roth ein interessanter Mann ist – ein begnadeter Entertainer. Der von ihm abgelieferte Unterhaltungswert war dann ja auch der Grund, warum ich die Sendung bis zum Ende angesehen habe.
Irgendwann wurde Herr Roth vom Moderator gefragt, ob er bei seiner Tätigkeit auch schon Schmiergelder bezahlt, oder von Schmiergeldzahlungen gehört habe. Die Antwort war bemerkenswert. Leider weiß ich den Wortlaut nicht mehr genau, aber Herr Roth verneinte mit der Bemerkung (in der etwas Entrüstung mitschwang), er sei ja kein Lobbyist. Das klingt so, als hätte er nur niemanden bestochen, weil er kein Lobbyist wäre. Hmm – umgekehrt heißt das dann wohl, dass Schmiergeldzahlungen (=Korruption) zu den gewöhnlichen Alltagstätigkeiten von Lobbyisten gehören.
Ob der Herr Roth bei der Diskussion die Wahrheit gesagt hat, weiß ich natürlich nicht. Die Nebenbeiaussage über den Lobbyismus nehme ich ihm aber ungeschaut ab…
[...] von Organisationen gegeben. Man wird da wohl weniger von Spenden, sondern eher von Lobbyismus (der organisierten Korruption ) sprechen müssen, denn seien wir ehrlich: Wer gibt in der heutigen Zeit noch etwas, ohne [...]
3. Jan. 2010 | #