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27. Sep. 2009

Die Frommen sind immer ein Garant für gute Unterhaltung, man denke nur daran, was meistens herauskommt, wenn Kardinal Schönborn was ablässt. Evangelische Geistliche haben aber zZt die Nase vorne…

Ins Schweizerhaus (ahem, nicht im Prater sondern im Albert Schweitzer Haus ;) ) hatte die Evangelische Akademie Wien gemeinsam mit der Evangelischen Gefängnisseelsorge und IPCA geladen, um 3 Tage über “Das Menschenbild im Strafrecht” zu diskutieren.

Ein gewisser Tobias Müller-Monning, Gefängnisseelsorger und Soziologe aus Deutschland, sorgt sich vor allem um das Wohl von Verbrechern, die er entkriminilaisieren möchte. Diebstahl zB sollte aus dem Strafrecht herausgenommen werden und in das Zivilrecht kommen. Dann bräuchte man die armen Einbrecher nicht mehr einsperren, sondern jeder Geschädigte müsste privat klagen. Das diesem Vorschlag auch die Strafverteidiger (erwähnt wurde Richard Soyer) nähertreten können, braucht einem nicht zu wundern. Die würden sich nämlich die lausige Pflichtverteidiger-Pflicht ersparen und könnten mit einer Flut von lukrativen Privatklagen rechnen. Auf derstandard.at wird der fromme Dodl-Kongress mit der Überschrift “Wer Geld hat, soll für eigene Sicherheit sorgen” zusammengefasst.

Es ist ja jetzt schon so, dass man als Verbrechensopfer, wenn man keine ordentliche Versicherung hat, eine arme Sau ist. Es wird zwar der Einbrecher verurteilt und er ist auch wiedergutmachungspflichtig, allerdings ist bei den Tätern nur in den seltendsten Fällen etwas zu holen. Vor einer künftigen Wiedergutmachungszahlung braucht also ein Einbrecher schon jetzt keine Angst haben. Wenn es nach den Müller-Monning-Hirngespinsten geht, dann muss er künftig auch nicht fürchten, für seine Taten eingesperrt zu werden. Das grenzt ja schon fast an eine Einladung, Verbrecher zu werden. ;)

Die Gutextremisten wissen wahrscheinlich gar nicht, dass sie mit ihren weltfremden Träumereien Anarchie und Faustrecht heraufbeschwören. Man braucht ja nur in andere Weltgegenden (zB Teile Afrikas und Südamerikas), wo der Staat die Bevölkerung nicht mehr schützen will oder kann, zu schauen. Dort sind oft private Todesschwadronen an der Tagesordnung. Diese frommen Sturschädln sind für die Gesellschaften gefährlicher, als alle Terroristen zusammen…

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