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29. Okt. 2009

Dass unseren Führern um öffentliches Geld nichts zu teuer ist, weiß man ja. Trotzdem treten hin und wieder Sachen zutage, die einem die Haare zu Berge stehen lassen…

Rund 176 Millionen Euro soll die französische Ratspräsidentschaft gekostet haben. Man nimmt das so hin, weil man einerseits weiß, dass bei solchen Anlässen nicht gegeizt wird und es sich andererseits um eine große Veranstaltung handelt, wo sich das jeweilige Land ja auch präsentiert. Außerdem sind das Beträge, mit denen umzugehen unsereiner nicht gewohnt ist und wir sie sohin nicht richtig relativieren können. Für Otto Normalverbraucher würde es dann auch keinen Unterschied machen, wenn sich die Summe auf 220 oder 350 Millionen beliefe. Genau das aber beflügelt die Kreativität der Verschwender.

Wie jetzt bekannt wurde, baute man bei der erwähnten EU-Ratspräsidentschaft ua auch eine Dusche für den Gastgeber, Präsident Nicolas Sarkozy. An sich wäre das gar nicht notwendig gewesen, denn die Dusche wurde in nur 10 Minuten Entfernung von seinem Hauptquartier, dem Elyssee-Palast, eingebaut. Schwitzt der gute Mann etwa so viel, dass 10 Minuten zuviel verlangt gewesen wären? Aber gut, die Dusche wurde gebaut und dass es sich nicht um eine Baustellendusche gehandelt hat, ist wohl auch jedem klar. Dass aber das gute Stück gleich 275.000.- Euro kosten musste, scheint dann doch etwas übertrieben, wobei noch zu erwähnen wäre, dass der Präsident die Dusche dann kein einziges Mal benutzt hat.

Ich kann mir bei besten Willen nicht vorstellen, was bei einer Dusche derart viel Geld kosten kann. Massivgoldene Armaturen und smaragdbesetzte Fliesen werden sie ja wohl nicht eingebaut haben. Die wären ja schneller gestohlen worden, als sie sie hätten montieren können. Spezialumbauten zur Anpassung an die Körpergröße werden es auch nicht notwendig gewesen sein, denn sogar Brausegarnituren aus dem Baumarkt kann man problemlos bis auf ca 1,2 Meter runterstellen. Und so klein ist Big Sarko ja auch wieder nicht… ;)

Aber jetzt ist es eh schon vorbei. Die 275.000.- Öken sind wohl schon bezahlt und verbucht. Aber soviel Anstand hätte der Präsident der Grande Nation schon haben können, die Dusche wenigsten einmal zu benutzen, um die prahlerische Gigantonomie nicht gar so offensichtlich erscheinen zu lassen. Angst hätte er ja keine zu haben brauchen. Beim Duschen ist man ja gewöhnlich eh alleine. Das Erscheinen Größerer neben ihm wäre also ausgeschlossen gewesen und außerdem hätte er auch getrost die Plateauschuhe anbehalten können… :)

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Grande Nation der Neider schreibt:

    [...] Soweit sind wir also in Europa schon gekommen. Es muss sich derjenige, der gut wirtschaftet und über arbeitsame Lohnempfänger verfügt, die obendrein noch großteils zufrieden sind, sagen lassen, er wäre zu gut für die EU. Müssen die Deutschen jetzt wirklich gezwungen werden, alles verludern zu lassen, um ja nicht besser dazustehen, wie Frankreich? Warscheinlich denkt so der Westentaschennapoleon. In dessen Nähe darf sich ja auch sonst niemand gestalten, der größer ist als ER… [...]

    16. Mrz. 2010 | #

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