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12. Nov. 2009

Bei der Werbekampagne für den Verkauf von Grippe-Impfstoff neigt man immer zum Dramatisieren. Ja, die meisten Schlagzeilen zur Schweinegrippe könnten dramatischer gar nicht sein. Manche Maßnahmen kommen einem aber dann trotzdem halbherzig, man möchte fast stümperhaft sagen, vor. Über den Grund kann man nur rätseln…

Da wird großspurig geprahlt, man würde in den Impfstraßen 7000 Personen täglich impfen. Super, denkt sich der Impfwillige – es wird alles gut werden. Aber was heißt 7000 Impfungen pro Tag? Eigentlich würde das heissen, dass man für die Impfung der gesamten Bevölkerung Österreichs mehr als 3 Jahre brauchen würde (wenn wirklich 2 Impfungen für eine Immunisierung notwendig sind, sogar mehr als 6 Jahre). Hmmm – auch ganz, gaaanz suppi! Da werden sie dann überhaupt nicht mehr fertig werden, denn in 3 Jahren schaffen es die Geschäftemacher in Sachen Gesundheit locker, einige weitere Grippen zu kreieren… :)

Angesichts der kolportieren Gefährlichkeit der Schweinegrippe ist das müde Angehen der Behörden aber schon sehr merkwürdig. Da könnte fast die Hoffnung aufkommen, dass die Herrschaften auch zweifeln bzw dass sie zwischen Geschäft und Verantwortung hin- und hergerissen sind. Trauen die sich etwa aus Angst nicht, am Ende, wenn was schiefgeht, doch übrig zu bleiben, die Sache richtig durchzuziehen? Die Angst scheint nicht unberechtigt, denn die Geschäftemacher in Sachen Gesundheit haben sich die Absolution ja wohlweislich schon vorher geben lassen…

Aber egal, wenn die Behörden noch eine Weile so lau weiterwurschteln, dann werden sie zum Pharma-Rapport müssen. Da wird es dann gehörig eins auf die Birne geben, den bei der Schweinegrippe geht es um´s schnelle Geschäft. Zauderer sind dabei völlig unerwünscht… ;)

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