Viel erwartet man ja ohnehin nicht mehr, aber nach dem letzten tödlichen Hundebiss scheinen unsere Führer in ihrer Ahnungslosigkeit gänzlich auf den Hund gekommen zu sein…
Einige Bundesländer haben die Vorschriften für die Haltung von Hunden schon verschärft. Was aber jetzt Wien (auf Antrag der Grünen mit Zustimmung von SPÖ und FPÖ) machen will, dürfte so leicht nicht mehr zu toppen sein. Dort soll ein verpflichtender Kurs für JEDEN Hundehalter eingeführt werden. “Jeden” – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ein Halter von einem Chihuahua muss also den gleichen Kurs machen, wie jemand der etwa einen Dogo Argentino halten will. Denkt bei den Gesetzgebern eigentlich noch irgenwer gelegentlich nach?
Abgesehen davon handelt es sich wohl von vornherein um eine Augenauswischerei. Mit einem Wischiwaschi-Kurs von 10 Stunden ohne Prüfung (wie originell…
) wird man nämlich ausschließlich für das finanzielle Fortkommen der diversen Hundeschulen einen Beitrag leisten, für die Sicherheit mit Sicherheit nicht. Oder geht es auch hier nur darum, irgendetwas zu tun, damit nachher niemand sagen kann, man hätte nichts getan…
Und dabei wäre es so einfach. Man bräuchte weder eine Definition für “Kampfhunde” oder “gefährliche Hunde” erfinden. Man könnte aufgrund der Schulterhöhe vorgehen und ab einer bestimmten Größe des Hundes (ein durchdrehender Zwergpudel wird wohl keinen großen Schaden anrichten können) dem Halter Pflichten auferlegen. Es müsste gewährleistet sein, dass ein großer Hund niemals “bisher unauffällig” sein kann (was im Falle eines Unfalles fast immer zur Verfahrenseinstellung führt), dass der berechtigte Halter für das Tier IMMER verantwortlich ist und vor allem, dass nur er selber (oder ein anderer, selbst Berechtigter) es führen darf. Mit den jetzt allerorts verschärft werdenden Hundehaltungsbestimmungen kann nämlich immer noch ein 30-Kilo-Mädchen einen 50-Kilo-Rottweiler Gassi führen…