Wenn eine “Expertengruppe” beauftragt wird, sollten beim gelernten Österreicher, auch wenn er überhaupt nichts konkretes über das Ansinnen weiß, alleine schon ob des Wortes die Alarmsirenen aufheulen…
Die Regierung kriegt den Allerwertesten nicht mehr zusammen, weil jetzt klar wird, dass die vereinbarten Klimaziele nun tatsächlich nicht erreicht werden. Überraschung ist das keine, waren doch die Ziele von vorneherein nur theoretisch erreichbar gewesen. Eine Überraschung wäre es nur gewesen, wenn sich unsere vor Gutheit triefenden Hornochsen bei den Verhandlungen über die Vereinbarung besagter Klimaziele nicht mit dem Kappl hätten einfangen lassen…
Aber gut (eigentlich schlecht…
), das Malheur ist angerichtet und nun sind einige Vorschläge der von der Regierung diesbezüglich beauftragten “Expertengruppe” bekannt geworden und die hören sich an, als wären sie bei einer Gruppenarbeit in einer Volksschule entstanden. Jedenfalls wenn man die “Kreativität” der ausgekotzten Binsenweisheiten, die sich zudem fast allesamt bereits anderorts als Wirkungslos erwiesen haben, betrachtet.
Von Temporeduktion auf Autobahnen ist da etwa die Rede, obwohl schon Rudi Anschober angesichts der oberösterreichischen Feinstaubhunderter zugeben hat müssen, dass diese nichts gebracht hätten. Wenn sie nun in Salzburg die Raubritter-Geschwindigkeitsbeschränkungen in höchsten Tönen loben, wird da wohl eher die Nothilfe für die leeren Landeskassen unter Zuhilfenahme windiger Berechnungen im Vordergrund stehen. Soweit ist Salzburg von Oberösterreich ja nicht entfernt und außerdem erscheint mir hier der Rudi Anschober auch so ungleich glaubwürdiger…
Die ebenfalls angedachte Erhöhung der Mineralölsteuer müsste beträchtlich ausfallen, wenn sie weniger gefahrene Kilometer bringen soll. Ob das aber letztendlich das Kraut fett machen würde, wenn man bedenkt, dass auf privaten Pkw-Verkehr lediglich 13 % (Deutschland) des gesamten CO2-Ausstoßes entfallen, mag bezweifelt werden. Rechnet man noch hinzu, dass bei einer kräftigen Erhöhung der Steuer auf Treibstoffe auch der Tanktourismus wegfallen würde, dann wird die Sache sogar für den Finanzminister ein Rohrkrepierer. Im Endeffekt hätten wir dann höhere Kosten für die Haushalte und ein noch größeres Loch (Mindereinnahmen durch Mineralölsteuer + Klimastrafen für Al Gores Halsabschneider) in der Staatskasse, was letztendlich zu noch höheren Kosten für die Haushalte führen wird…
Am Ende noch ein kräftiges Dankeschön an die “Experten”. Sie haben wieder einmal bewiesen, wozu sie fähig sind. Es wäre wirklich bedeutend günstiger, wenn die überhaupt nichts mehr “arbeiten” würden und man ihnen für´s Nichtstun einfach eine Art Schutzgeld überweisen würde…