Kinder neigen bekanntlich dazu, alles was andere haben, auch haben zu wollen. Bei den Senioren scheint das auch wieder so zu sein…
Auch ohne ins allgemeine Pensionistenbashing verfallen zu wollen muss einem bei der jüngsten Forderung des Seniorenbundes der Kaffee hochkommen. Den Grauen stößt sauer auf, dass Kinder und Jugendliche künftig gratis die Bundesmuseen und Nationalbibliotheken besuchen können und Senioren Eintritt bezahlen sollen (den vollen ja wahrscheinlich ohnehin nicht, denn in öffentlichen und halböffentlichen Institutionen sind Pensionistenermäßigungen ja allgemein üblich). Wo kämen wir denn da hin, wenn Senioren Eintritt, womöglich auch noch (der Himmel möge uns beistehen) den vollen, bezahlen müssten. Nein, nein – das muss genauso gratis abgehen, wie bei den Kindern und Jugendlichen. Und um so unbedeutende Kleinigkeiten, wie etwa wer das denn bezahlen soll, möge sich gefälligst wer anders kümmern.
Die Pensionistenvertreter wären aber gut beraten, etwas vorsichtiger zu agieren. Man kann den Bogen nämlich auch ganz leicht überspannen. Etwa könnte jemand auf die Idee kommen, die vielen, durch nichts begründeten, Pensionistengoodies zu hinterfragen. ZB, warum Pensionisten mit den ÖBB vergünstigt durch die Gegend brausen dürfen und viele Vollzeitbeschäftigte, denen netto auch nicht mehr zum Leben bleibt als Mindespensionisten und die zudem oft auch noch eine Familie davonbringen müssen, voll zahlen müssen…
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PS: Natürlich kann man jetzt sagen, den ÖBB kosten leere Züge genausoviel wie volle und durch die ermäßigten Pensionistenfahrten käme wenigsten ein Bisschen was rein. Nur, mit etwas Fantasie bei Preisgestaltung (für alle gleich – ev flexibel – aber ohne Ausnahmen) könnte man die leeren Züge wahrscheinlich noch viel besser füllen und nebenher noch ein Geschäft machen. Aber das ist eine andere Geschichte…