In der Politik wird viel und gegen alles mögliche gekämpft, gegen sich selber kämpft aber auch dort gewöhnlich niemand bewusst – gewöhnlich…
Ja, er hat es derzeit nicht leicht, der Bürgermeister von Eberau, Walter Strobl. Er hat einen schweren Fehler gemacht – ja sogar den schwersten, den man als Bürgermeister überhaupt begehen kann. Zum Erstaufnahmezentrum kann man zwar stehen wie man will, aber ein Bürgermeister muss seine Leute kennen. Und dass diese (in Eberau, wie in jedem anderen Ort in Österreich) mit überwältigender Mehrheit gegen so ein Zentrum in ihrer unmittelbaren Nähe sind, weiß normalerweise auch der letzte Dorfdodl. So gesehen muss die Ermöglichung des Projektes ohne Rückversicherung (Befassung der Bürger mit der Sache) für Bürgermeister Strobl als politischer Selbstmord angesehen werden (gelinde ausgedrückt). Man sollte meinen, das sei das Ende der Fahnenstange, hier gäbe es nichts mehr toppen.
Nicht so für Bürgermeister Strobl, der schafft auch das noch. Er kämpft weiter. Nicht für das Erstaufnahmezentrum, nein – gegen sich selber. Er hat die Petion gegen das Zentrum, welches er vorher selber in die Gemeinde geholt und auch alle Genehmigungen erteilt hat, jetzt brav unterschrieben. Der Mann ist ein richtiger Kämpfer. Für seine Bürger wird der Walter Strobl dem Walter Strobl schon zeigen, wo der Hammer hängt… ![]()
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PS: Jedenfalls aber müssen die Eberauer wirklich extrem gutmütige Bürger sein. Andernfalls hätten sie den Herrn wahrscheinlich schon längst zum Teufel gejagt. Und zurücktreten könnte er dann wohl nur mehr von seinem wiener Exil aus…
[...] (recht bauernschlau) mit dem, nicht gerade inflationär mit Weitblick ausgestatteten, Bürgermeister von Eberau unter Dach und Fach gebracht. Dass dies der Opposition (wobei die Blauen da noch eine klare Linie [...]
23. Feb. 2010 | #