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13. Jan. 2010

AUA, das tut weh. Es sind aber nicht die 500 Mille, die wir löhnen mussten, damit sich überhaupt wer bereit erklärte, sich die AUA anzutun. Die haben wir schon so halbwegs verdaut. Es sind die aus neuerlicher Geldnot geborenen Ideen der AUA-Führung, welche Schmerzen verursachen…

Die AUA will Inlandsflüge stark reduzieren, wenn nicht die betroffenen Bundesländer die dort erwirtschafteten Defizite ausgleichen. Im Klartext heißt das, dass die zahlen sollen, damit man sich herablässt, ihre Hauptstädte überhaupt anzufliegen. Ich weiß schon, früher wäre sowas kein Thema gewesen und recht schnell wäre das Geld rübergewachsen. Die Zeiten haben sich aber geändert. Die AUA wurde verkauft (na ja, Otto Normalbürger würde es mit “Draufgabe verschenkt” nennen… :) ) und ist jetzt eine deutsche Firma. Da ist in Österreich das Interesse, nochmal Geld nachzuwerfen, ziemlich enden wollend.

Da wird auch ein Erpressungsversuch mit untauglichen Mitteln nicht viel nützen. So eine Katastrophe wird es ja nicht sein, wenn die AUA nicht mehr nach Linz, Graz und Klagenfurt fliegt. Wenn Bedarf ist, werden halt bald andere fliegen, und wenn nicht, dann fliegt eben niemand dorthin. Was solls also…

Den Bock haben aber die AUA-Führer abgeschossen, als sie ihre Alternativen präsentierten. Eine davon tut richtig weh. Unternehmenssprecher Martin Hehemann ließ uns wissen, dass man zwischen den Landeshauptstätten statt Flieger auch Busse einzusetzen könnte. Toll, ein Friendly Bus sozusagen, damit auch das gemeine Fußvolk in der Economy Class von Wien nach Graz kann. Es klingt wie ein Witz, aber ich glaube, der Gute meint das tatsächlich ernst. Glauben sie bei der AUA (na ja, Lufthansa halt ;) ) wirklich, dass es für eine Busfahrt von Wien nach Graz ausgerechnet eine Fluglinie braucht? Außerdem könnten die paar Hansln, die fliegen wollen (so viele könnens ja nicht sein, denn sonst gäbe es ja kein Defizit), locker mit der Bahn transportiert werden. Vielleicht wäre dann sogar deren Defizit um das eine oder andere Promille kleiner… :)

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