Was haben die russischen Kommunisten, der Vatikan und die Antiraucher-Religionsgemeinschaft gemeinsam? Richtig, sie alle matschkern über den Spielfilm Avatar…
Der Film ist sowieso schon ein Kassenschlager und die Meinungsterroristen können den Erfolg nicht mehr verhindern. Sie können höchstens noch dazu beitragen, dass er den höchsten Gewinn aller Zeiten einspielen wird. Aber was stört denn die Gehirnwäscher so sehr an einem Spielfilm?
Am ehesten normal erscheinen da noch die russischen Kommunisten. Die sagen, die Filmemacher hätten geistiges Eigentum, nämlich von Boris Strugazkis Roman “Die Unruhe“, geklaut. Avatar habe ich noch nicht gesehen und den Roman kenne ich schon gar nicht. Jedenfalls aber will der Autor nicht juristisch gegen James Cameron vorgehen, was dann doch einiges aussagt…
Im Vatikan wiederum ist man sauer, weil in Avatar die Natur nicht mehr als Schöpfung Gottes, sondern selber gleich als gottgleich verehrt werde – Blasphemie also. Ich weiß schon, die Kirche hat es derzeit nicht leicht, es laufen ihr haufenweise die zahlenden Mitglieder davon. Um hier gegenzusteuern würde es aber genügen, die sich moralisch auf GIS-Niveau befindliche Kirchensteuer zu überdenken. Auf einen Film loszugehen wird da sicher nichts helfen…
Als die größten Faschisten der merkwürdigen Avatar-Jagdgesellschaft outen sich aber (nicht unerwartet
) die Protagonisten der Nichtraucherreligion. Die stoßen sich daran, dass im Film eine Raucherin sympathisch dargestellt wird. Schocking! Da bemüht man sich jahrzehntelang, Raucher als das größte Übel der Welt hinzustellen (inkl Verbannung, Denunziation etc) und dann kommt James Cameron daher und lässt Sigourney Weaver in einem Film rauchen. Und als ob das noch nicht blasphemisch genug wäre, gibt er ihr dabei auch noch einen sympathischen Charakter. Wenn einem strammen Anti-Rauch-Krieger da der Hut nicht hochgehen soll, wann dann?