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16. Jan. 2010

Erleichterung ist gemeinhin positv besetzt. Dass das von diversen Strategen weidlich ausgenutzt wird, kann man als bekannt vorraussetzen. Wenn man in Politik oder Management “Grausliches” durchsetzen will, wirft man zunächst einmal etwas “extrem Grausliches” in die Runde und wenn dann alle schreien, verwirklicht man das “nur Grausliche” – und die betroffenen Deppen sind erleichtert und freuen sich… :)

Erleichtert ist man derzeit auch bei den ÖBB. Da hatte man ja bei der deutschen Bank ein Spekulationsgeschäft im Volumen von 612.000.000.- € laufen (es ist ja das Hauptgeschäft einer Bahnlinie, mit Steuergeldern zu spekulieren… ;) ), welches in die Hose ging. Nach einem Rechtsstreit ist jetzt fix, dass das “Geschäft” die ÖBB (und damit den Steuerzahler) 295.000.000.- (in Worten 295 Millionen) Euro plus Spesen (ein paar Millionen – Peanuts halt ;) ) kosten wird. Bei den ÖBB ist man “erleichtert“. Unternehmenssprecher Alfred Ruhaltinger dazu:

“Damit sind für die ÖBB die mit diesem Geschäft verbundenen Risiken zur Gänze beseitigt.”

Toller Erfolg Herr Ruhaltinger! Eh nur 50 Prozent Minus auf Staatskosten. Ich bin da nicht erleichtert! Ich bin sauer, dass es bei uns möglich ist, solche “Geschäfte” – mit Steuergeld und an Unternehmenszweck, Vorstand und Eigentümern vorbei – machen kann, ohne dass jemand im Häfen sitzt… ;)

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