Raucher und Dicke sind arm…

Es war von Anfang an klar, dass nach den Rauchern die Dicken bekriegt werden sollen. Das ist wohl schon in vollem Gange, denn jetzt werden meistens Übergewichtige in einem Atemzug mit den Rauchern negativ genannt. So auch in der Studie des Robert Koch Institutes in Berlin…

Demnach kann man Rauchen und Übergewicht nach dem sozioökonomischen Hintergrund der “Betroffenen” quantifizieren. Zusammengefasst kann man sagen, dass in den unteren Schichten mehr geraucht, mehr (unvorteilhaft) gegessen und zudem sich weniger sportlich betätigt wird. Und das zum Teil beträchtlich - bei den Rauchern etwa ca 50 zu ca 30 Prozent.

Nun ist das Ergebnis der Studie eine sooo große Überraschung nicht. Man kann das ja mit freiem Auge selber überall sehen. Warum das so ist, sollte auch ziemlich klar sein. Angehörige der unteren Schichten haben idR weniger Geld zur Verfügung und da sind Rauchen und billiges Essen ein Luxus, den man sich halt leistet. Für viele wird das wohl überhaupt den einzigen leistbaren Luxus darstellen.

In gehobeneren Kreisen ist das nicht so. Dort spielt der Tennislehrer genausowenig eine Rolle, wie die Mitgliedschaft im Golfclub und jede beliebige Sportausrüstung und -ausübung ist locker leistbar. In diesen Kreisen muss man gewöhnlich nicht zu Hause sitzen und sinnieren, wie man die Freizeitwoche (und vieles andere) über die Runden kriegt.

Und noch einen Grund für das Ergebnis der Studie gibt es. Während für ärmeren Schichten Essen, Rauchen und Alkohol (wurde zwar von der Studie nicht erfasst, aber da wird das Verhältnis wohl auch nicht viel anders sein…) die einzigen legalen Mittel zur Suchtbefriedigung sind, stehen der gehobenen Gesellschaft zusätzlich noch jene Drogen zur Verfügung, die von den Seelenklempnern vertickt werden… :)

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