Halali - halala

Merkwürdige Experten gibt es heutzutage schon zuhauf und man fragt sich, ob man nicht generell alle Experten Lobbyisten nennen sollte ;) Es geht aber noch schlimmer…

Im schönen Salzburgerland waren ein Jagdbesitzer und sein Jagdaufseher auf der Jagd, dh auf der Suche nach einem angeschossenen Hirschen, den der Jagdbesitzer schon am Vortag (offenbar stümperhaft) beschossen hatte. Bei einer Pause legte der Jagdbesitzer sein geladenes und entsichertes Gewehr auf den Boden, der Hund des Jagdaufseher trat darauf und es löste sich ein Schuss, der den Jagdaufseher ins Bein traf und schwer verletzte (30 % Invalidität). Nun hatte der Jagdaufseher auf Schadenersatz geklagt - 9.000.- € an Behandlungskosten waren noch offen - und war abgeblitzt. Der Jagdbesitzer ist jetzt überhaupt fein raus, denn Strafverfahren gab es auch keines.

Ein Waffenträger legt also eine geladene und entsicherte Waffe beiseite (alleine deswegen gehörte ihm die Jagdkarte schon auf Nimmerwiedersehen entzogen), ohne dann Einfluss drauf zu haben (anders ist es wohl nicht erklärbar, dass ein Hund einen Schuss auslösen kann). Dann wird aus dieser Waffe ein Schuss ausgelöst, der einen Menschen schwer verletzt. UND DAS SOLL NICHT FAHRLÄSSIG SEIN?

Der Bericht auf ORF.at klärt uns über den Fall auf - “ein Jagdexperte konnte kein fahrlässiges Verhalten im Umgang mit der Waffe feststellen”, heißt es da. Ich bin nicht berufen, ein Gericht zu kritisieren, aber warum dieser offenbar als gerichtlich beeideter Sachverständiger bestellte “Jagdexperte” nicht zumindest unkant gefeuert wurde, ist mir ein Rätsel. Dass die Sache zum Himmel stinkt, sieht nämlich auch ein Blinder mit dem Krückstock… ;)

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