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5. Mrz. 2010

Meine Geduld mit den Wirten ist dann am Ende“, lässt Gesundheitsminister Alois Quargelman Stöger den starken Mann raushängen und droht der Gastronomie auch unverhohlen mit einem totalen Rauchverbot, wenn sie das Gesetz nicht einhalten: “Wenn das Gesetz nicht respektiert wird, werde ich mich für ein generelles Rauchverbot in Gaststätten einsetzen.”

Ich merke zwar davon nichts (dort wo ich verkehre, ist das Rauchen, wenn überhaupt, nur mehr an bestimmten – eher bescheidenen – Plätzen erlaubt), aber der veröffentlichten Meinung nach wird in den Lokalen so weitergeraucht, als ob es kein Rauchverbot geben würde. Auf den ersten Blick erscheint es da natürlich nur logisch, für die Einhaltung des Gesetzes auf den Tisch zu hauen. Wohl nur auf den ersten Blick, denn wer bitte schön ist denn zuständig, die Einhaltung des Anti-Rauchergesetztes durchzusetzen? Richtig, genau jener Gesundheitsminister, der jetzt über den Starrsinn der Wirte lamentiert.

Das Aufpudeln des Ministers ist auch deshalb unangebracht, weil wir uns ja noch in der Übergangsfrist befinden. Von großem Österreichverständnis zeugt es nämlich nicht, sich darüber zu wundern, dass eine zugestandene Übergangsfrist im Geschäftsleben ausgereizt wird…

Und außerdem sollte sich Minister Stöger einmal verinnerlichen, wie das mit Gesetzen, der Einhaltung und den Maßnahmen im allgemeinen so ist. Wenn Gesetze nicht eingehalten werden, ist die Vollziehung (Minister gehören dieser Zunft an) berufen, den gesetzmäßigen Zustand herzustellen. Wenn ein Minister das nicht schafft, spricht man gemeinhin von Unvermögen. Einem unfähigen Vollzugsbeamten wird es aber auch nicht helfen, neue Gesetze zu machen, die er dann ja wieder nicht vollziehen kann… ;)
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PS: Insgeheim verstehe ich Minister Stöger ja. Er steht unter Dauerbeschuss der Anti-Rauch-Tugendbolde und zudem liegt ihm der Käse immer schwerer im Bauch. Ein Befreiungsschlag gegen die Raucher wird ihm aber nicht viel helfen, denn einerseits mag es niemand, wenn andauernd auf dieselben hingetreten wird und andererseits wird sich niemand vom Todeskäse ablenken lassen – diejenigen, die seinen Rücktritt deswegen fordern, schon gar nicht… ;)

2 Kommentare »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Rot/Grün - pfui Teufel… schreibt:

    [...] Der Schlachtruf lautet: “Das Gesetz wird nicht eingehalten, darum brauchen wir ein strengeres Gesetz”. Dass diese Forderung an Dämlichkeit nicht zu überbieten ist, stört Gesundheitsminister Alois Stöger und Glamour Eva, ihres Zeichens grüne Frontfrau, nicht im Geringsten. Nach der Logig dieser Anti-Rauch-Krieger müsste man auch das Autofahren (viele fahren zu schnell), die Milch (daraus wird tödlicher Käse gemacht) oder das Schifahren (Unvernünftige lösen gelegentlich Lawinen aus) verbieten. Diese Liste könnte man beliebig lang fortsetzen. Auf die Idee, ein bestehendes Gesetz zu exekutieren kommen die Herrschaften überhaupt nicht. Da müssten sie nämlich selber was tun – besonders unser Herr Minister… [...]

    22. Mrz. 2010 | #

  2. Ada Frankiewicz schreibt:

    Wenn es bei diesen ganzen Verboten tatsächlich um Gesundheit ginge, müßte ganz anders agiert werden. Da nicht Rauchen allgemein, sondern insbesondere die moderne Variante (American Blend Zigarette) die Gesundheit massiv gefährdet (deutlich sichtbar daran, dass die Lungenkrebsraten erst im 20ten Jahrhundert angestiegen sind), müßten die Forderungen ansonsten nicht Verbote beinhalten, sondern die Förderung weniger schädlicher Alternativen des Tabakgenusses – Ausschluß bestimmter Zusatzstoffe im Tabak – Pfeife – usw. und ihre Weiterentwicklung. Die Illegalisierung führt nur zu weiteren Gefahren und zeigt nur, dass es der Antirauchlobby nur um den Fetisch einer Drogen freien Gesellschaft geht und nicht um Gesundheit.
    Ausführlicher findet Ihr das Alles in einem Text von mir unter – http://rauchen.gmxhome.de/zigarettenkirchechomsky/gesundheit.htm -.

    3. Jul. 2010 | #

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