Eine edesstattliche Erklärung hat sie jetzt abgegeben, die Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz. Die Jagdgesellschaft stört das in ihrem hasstriefenden Eifer natürlich keinesfalls…
Eben diese Jagdgesellschaft – vornehmlich bestehend aus SPÖ, den Grünen und dem BZÖ – war es, die von Rosenkranz zuvor immer die Distanzierung vom NS-Gedankengut und Anerkennung des Verbotsgesetzes gefordert hatte. Freilich, die Forderungen dieser Wadlbeisser wären der Frau Rosenkranz wahrscheinlich eh herzlichst wurscht gewesen. Die PR-Aktion in Sachen eidesstattlicher Distanzierung hat sie sich wohl nur deshalb angetan, weil ein greiser Zeitungsboss dies unter Androhung von Liebesentzug so gewollt hatte. Der alte Mann hat seinen Willen nun bekommen und wird wahrscheinlich Ruhe geben.
Der Jagdgesellschaft aber genügt das nicht. Barbara Prammer und Josef Cap für die SPÖ, Eva Glawischnig für die GrünInnen und der mit dem Rücken zur Wand stehende Josef Bucher für das BZÖ waren sehr schnell zur Stelle, um ausgefeilt zu dokumentieren, dass die Distanzierung zu wenig, eine Nichterklärung und wertlos sei. Na so eine Überraschung aber auch. Die SPÖ ist bei der Wahl der unmittelbare politische Gegner der FPÖ, die Grünen treibt ein wohl genetisch bedingter Hass gegen alles Rechte und dem BZÖ hat die FPÖ die Existenzgrundlage “gestohlen”. Was also hätte die Frau Rosenkranz machen können, dass diese Jagdgesellschaft es akzeptiert hätte? Wahrscheinlich wäre sie auch dann weiter hasserfüllt verfolgt worden, wenn sie die Kandidatur niedergelegt, aus der Partei ausgetreten, ihren Mann angezeigt und nach der Scheidung lesbisch geworden wäre… ![]()
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PS: Ob man den Stil mag oder nicht, es ist schlüssig, dass SPÖ, die Grünen und das BZÖ eine Kandidatin der FPÖ politisch bekämpfen. Was ich aber nicht verstehe, ist das Schweigen des HBP dazu. Der müsste staatsmännisch über diesen Hackelschmeissereien stehen und eigentlich die Frau Rosenkranz gegen diese hassgetriebene Verfolgung verteidigen. Er steht ja moralisch – wie immer gesagt wird – gar so hoch. Und so brenzlich wird die Situation ja noch nicht sein, dass er sich laufend in geschützte Bereiche zurückziehen muss (um es nicht so zu sagen, wie man es Bruno Kreisky nachsagt)…