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15. Mrz. 2010

Ein Mindestmaß an Anstand sollte immer vorhanden bleiben – auch für Regierungen. Dazu würde ich zählen, in Zeiten, in denen aus purer Not zum Hallali auf die Geldbörsen der Bürger geblasen wird, wenigstens temporär damit aufzuhören, Geld zum Fenster hinaus zu werfen…

Dieses Mindestmaß lässt unsere Zweieinigkeit aber derart vermissen, dass es schon einer Verhöhnung des arbeitenden Teils der Bevölkerung (die müssen die grokonelle Selbstverwirklichung ja schlussendlich bezahlen) gleichkommt. Beispielsweise wird die Mindestsicherung durchgedrückt, obwohl klasklar ist, dass jeder Cent, der dort aufgewendet wird, durch die geplanten Massensteuern wieder eingetrieben werden muss.

Ja sicher, die Mindestsicherung wurde versprochen und steht in der Regierungsübereinkunft. Aber wurde nicht auch versprochen, dass es keine neuen Steuern und keine Steuererhöhungen geben wird und steht das nicht auch im Regierungskontrakt?

Bei der Gelegenheit sollte man sich auch ansehen, für wen die Mindestsicherung gedacht ist. Das kann man recht gut erkennen, wenn man sich die Voraussetzungen dafür durchliest. Da steht nämlich folgender Satz drinnen:

Eigenes Vermögen und Einkommen müssen bis auf wenige Ausnahmen eingesetzt werden, bevor eine BMS-Leistung in Anspruch genommen werden kann.

Das heißt im Klartext, dass man mittellos sein muss, um in den Genuss der Mindestsicherung zu kommen. Ein 57-jähriger, der für seinen Arbeitgeber zu alt geworden ist, wird davon nichts haben, denn dem würde vor der Pensionierung noch schnell alles genommen, wofür er ein Leben lang gearbeitet hat. Der wird die Sicherung ganz gewiss nicht annehmen und versuchen, die Notzeit mit Sparsamkeit und Entbehrung zu überdauern. Ganz anders sieht es da bei denjenigen aus, die ihr Leben lang überhaupt nichts gearbeitet haben. Für die ist die Mindestsicherung genau die soziale Hängematte, die sie ja angeblich nicht ist.

Von der Mindestsicherung profitieren also fast ausschließlich chronisch Arbeitsscheue, Säufer und Drogensüchtige, gescheiterte Abenteurer und Berufsverbrecher. Wenn das kein Grund ist, die Bürger auszusackeln – was dann? ;)

4 Kommentare »

  1. Stauni schreibt:

    ZITAT:
    Von der Mindestsierung profitieren also fast ausschließlich chronisch Arbeitsscheue, Säufer und Drogensüchtige, gescheiterte Abenteurer und Berufsverbrecher.
    ZITATENDE:
    Wie wahr, wie wahr. Allerdings darf man dies nicht zu laut sagen oder gar schriftlich festhalten, denn sonst ist man in den Augen der Gutmenschenfraktionen sofort ein Ausbeuter oder ähnliches.

    15. Mrz. 2010 | #

  2. kritikus.at » Blog Archiv » Noch EINMAL Glück gehabt… schreibt:

    [...] konnte. Man denke nur an die Ankündigung von neuen Steuern bei gleichzeitiger Absegnung der Mindestsicherung (=Mehrausgaben). Freilich könnte man nun sagen, dass die desaströse Finanzlage zur [...]

    18. Mrz. 2010 | #

  3. kritikus.at » Bandidos! - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] Mögliche mit beiden Händen zum Fenster hinaus zu schmeissen. Man denke da nur an die Mindestsicherung, die angesichts der Löhne im ehemaligen Ostblock zu einem Fass ohne Boden werden wird – [...]

    19. Jun. 2010 | #

  4. kritikus.at » Im Kleinen wie im Großen - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] Bei uns ist es nämlich grundsätzlich so, dass derjenige, der gut wirtschaftet, bestraft wird. Er muss nämlich dann die Defizite der schlecht Wirtschaftenden abdecken und sich dafür von diesen noch nachsagen lassen, ein Lulu zu sei. Das ist in den Ministerien so, wie bei Banken bzw (großen) Firmen und geht hinunter bis zu Familien (wo der 20-Stundenjob-Familienerhalter von den sich abrackernden Vollerwerbsfamilienerhaltern mitfinanziert wird) und sogar bis zum einzelnen Bürger (Stichwort: arbeitsloses Grundeinkommen, von dem nur der etwas hat, der nie gehackelt bzw gespart hat). [...]

    22. Sep. 2010 | #

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