Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

2. Mai. 2010

Dass ich den Lobbyismus für Korruption halte, habe ich ja schon öfters geschrieben (zB hier und hier). Es ist auch kein Geheimnis, dass die Lobbyistenbande indirekt in Brüssel mitregiert. Dass die EU-Kommission aber als Ganzes bereits Teil der Lobbyistenmafia ist, ist dann aber doch beachtlich…

EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström möchte bekanntlich das Internet derart zensieren, dass dagegen sogar die Chinesen alt aussehen würden, und missbraucht, um das zu erreichen, sogar Kinder. Aber auch das ist nicht neu, wird doch die Sorge um Kinder und Jugendliche immer dann aus dem Köcher gezogen, wenn es darum geht, die kargen Freiheiten der EU-Bürger zum Wohle gewisser (zumeist Pharma)Konzerne noch weiter einzuschränken (man denke nur an den Anti-Raucher- oder den gerade beginnenden Krieg gegen die Rundlichen).

Nun ist aber bekannt geworden, dass die EU-Kommission genauso lobbyiert (=korrumpiert), wie es die zehntausenden Lobbyisten in Brüssel machen. Die Kommission himselb verteilte, wie Computerworld herausgefunden hat, 300.000.- Euro an diverse Kinderschutzgruppen, um den Druck auf EU-Abgeordnete zu erhöhen, den geplanten Netzsperren gegen Kinderpornografie zuzustimmen.

Die EU-Kommission nimmt also Geld (fremdes Geld wohlgemerkt) in die Hand, um die EU-Abgeordneten gefügig zu machen. Sie kauft sich NGOs, welche das eigene Parlament unter Druck setzen sollen. Abgesehen davon, dass dieses Verhalten der EU-Kommission eine Sauerei ist (gelinde ausgedrückt ;) ) liegt es noch dazu ganz genau auf der Linie, die die Unterhaltungsindustrie fährt. So ein Zufall aber auch… ;)

Als gelernter EUler weiß man natürlich, wie unsinnig die Annahme wäre, die EU-Kommission wäre erst jetzt der Lobbyistenbande beigetreten ist. Es wird hier wohl nur die Spitze eines Eisberges sichtbar geworden sein. Die Frage ist, ob es in Brüssel überhaupt noch jemanden gibt, der sich ernsthaft um die Anliegen der Bürger bemüht, oder ob das gesamte EU-Gebäude nur mehr ein einziger, lobbyismuszerfressener Haufen ist…

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » Zensoren - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] mit einem gehörigen Patzen Unwissenheit. Vielleicht wissen sie gar nicht, dass die ganze EU-Kommission, wo ja die Netzsperren gar so wehement betrieben werden, im Dienste der Lobbyistenbande steht. [...]

    10. Jun. 2010 | #

Kommentar schreiben

Bitte den Sicherheitscode in die Textbox schreiben

RSS-Feed für diese Kommentare. | TrackBack URI