Action gibt es derzeit in der EU genug. Zur Volksbefriedung nimmt eine neue Steuer Gestalt an – die Transaktionssteuer…
Nach Misswirtschaft und milliardenschweren Euro-Hilfstpaket muss Geld eingetrieben werden. Das ist jedem klar, denn durch die ausufernden Staatsverschuldungen steht Europa am Rande des Ruins. Die Führer der Mitgliedstaaten stehen mit dem Rücken zur Wand. Einerseits funktioniert das normale Wirtschaften (schnell ein paar Milliarden ausleihen, die nächsten werden schon zahlen…
) nicht mehr und zudem sind die Fehlbeträge so dramatisch, dass bei einer alleinigen Lösung mit Massensteuern diese so hoch ausfallen müssten, dass dem dummen Volk einmal wirklich die Augen aufgehen könnten. In ihrer Not sind unsere Fürsten nun dabei, gegen das Lobbyistenpack aufzustehen und eine Finanztransaktionssteuer einzuführen.
Auf den ersten Blick scheint also alles in Ordnung. Die Reichen zahlen gemeinsam mit jenen, welche die Krisen verursacht haben, die Zeche. Unser aller Lieblingskanzler wird damit genauso zufrieden gestellt sein, wie der Großteil der übrigen Ösiländer…
Die Sache hat nur einen gewaltigen Haken. Wer sind denn diejenigen, welche eine Transaktionssteuer berappen werden müssen? Es wird sich wohl hauptsächlich um Banken, Versicherungen, Fonds etc handeln. Die sind ja dazu da, Geld zu vermehren und für ihre Kunden die besten Konditionen herauszuhauen. Wenn die eine neue Steuer bezahlen müssen, werden die Kunden halt um diese Steuer weniger Prozente bekommen. Und die Kunden sind wir alle mit unseren Versicherungs- und Pensionsvorsorgeverträgen, Fondssparbüchern, Lebensversicherungen etc. Also – wer zahlt denn nun die Transkationssteuer? Richtig – wir alle zahlen. Es ist defacto vollkommen dasselbe, als wenn die MWSt erhöht werden würde.
Und weil das die Lobbyistenbande auch wissen wird, keimt in mir der Verdacht, dass diese sich mit den EU-Granden längst geeinigt hat und die Sache mit der Transaktionssteuer nur deshalb wie geschmiert läuft. Es schaut also ganz so aus, als ob wir alle gerade wieder dabei sind, kräftigst über den Tisch gezogen zu werden…
[...] Hoch auf den Journalismus! Jeder Dorfdepp hat sich zwar schon ab der Zeit, als das Wort Bankensteuer erstmals verwendet worden war, [...]
8. Nov. 2010 | #