Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

30. Jun. 2010

Manche Blogs bieten zwar eine Kommentierfunktion ohne Anmelden, Beiträge erscheinen jedoch annähernd nie. So ist es auch beim Blog von Dr. Reinhold Lopatka, seines Zeichens Staatssekretär im Finanzministerium. Ich wollte den Guten schon mehrmals durch einen Kommentar ehren, wurde aber anscheinend immer geblockt.

So auch gestern zum Beitrag 29. Juni 2010: Einnahmenrückgang des Bundes zeigt wahres Ausmaß der Krise, wo der Finanzstaatssekretär der Öffentlichkeit die gähnende Leere in den Staatskassen anhand der um Milliarden verminderten Staatseinnahmen dartut.

Weil ich meine intellekte Niederkunft dazu der Öffentlichkeit nicht vorenthalten möchte, kommentiere ich halt von hier aus:
.


Tragisch, wirklich tragisch!


Und Ihr habt wirklich sonst nichts zu tun,


als das arbeitslose Grundeinkommen zu beschließen…

.
.
.

29. Jun. 2010

Dass für die Katastrophe (so sie denn eine war und nicht nur die neue Ordnung der Magnaten – also ein wohl kalkuliertes Geschäft) die Masse der kleinen Leute blechen muss, hat sich ja schon herumgesprochen. Der Göttliche (oder sollte man besser der Leibhaftige sagen? :) ) setzt nun noch eines drauf…

Anstrengen hat er sich müssen, der Barack Obama. Sooo leicht hat er seine Finanzreform ja nicht durchbekommen können. Die vereinigten Guten haben weltweit ein Hochlied auf diese Reform angestimmt und ich selber habe auch anfangs noch geglaubt, es würde ein zaghafter Versuch sein, solche Luftblasenkrisen künftig zu vermeiden. Nun aber, da die Reform so gut wie durch ist, wird ruchbar, was für ein Monstrum da erschaffen wird.

Die US-Notenbank (FED) wird demnach mehr Macht erhalten. Dass diese im Eigentum genau jener Banken, die das Desaster verursacht haben, steht, sei hier nur ebenso erwähnt, wie die Tatsache, dass sie bei der Überwachung der Citybank einen Totalversager hatte. Auch das US-Finanzministerium und die Börsenaufsicht erhalten mehr Macht. Dazu passt auch ganz gut, dass sich Obama beim letzten G8/20-Gipfel so liebevoll für ungebremstes Schuldenmachen der Staaten eingesetzt hat…

Und diese Leute werden künftig das Geld in Amerika hüten und letztendlich bestimmen, wie viel Kredite vergeben werden und wer unter welchen Umständen wieviel davon bekommt. Da haben sich also die Luftgeschäftbetrüger und ihre Pleiteregierung so quasi einen Selbstbedienungsladen eingerichtet. Der Leibhaftige (äh Göttliche) wird schon wissen, warum er die Böcke so groß gemacht hat, dass die Gärtner (sofern überhaupt noch vorhanden) gar nicht mehr zu sehen sind… ;)

25. Jun. 2010

Eine Rauferei in einer Public Viewing Zone muss ein gewaltiges Ereignis sein. Sonst würden nicht DerStandard, Kurier, ORF und oe24 darüber berichten…

Was war passiert? Der Spitzenkandidat der steirischen Grünen, Werner Kogler, besuchte die grazer WM-Fanzone (wahrscheinlich Pflichtübung im Wahlkampf ;) ) und gab sich das Spiel Deutschland gegen Ghana, als er bemerkte, dass am Nebentisch 4 schwarze deutsche Nationaldressen tragende Fans ausfällig wurden. Ein paar Watschen sollen dann zwischen den 4 Rüpeln und anderen Gästen auch ausgetauscht worden sein. Der gute Werner Kogler konnte wohl angesichts von angeblichen (laut Kurier hätten weder Veranstalter noch Securities “Streit und Hetze” mitbekommen) Sprüchen wie “SS, SA, wir sind wieder da” und “Nigger” nicht an sich halten. “Er habe einen Streit schlichten und dazwischen gehen wollen“, steht dazu im Kurier. Vermutlich, weil die Rüpel ihn erkannt haben, hat er sich dafür nur eine Bierdusche eingefangen. Schlechter dran war dann einer seiner Mitarbeiter, der die flüchtenden Rüpel verfolgte. Dem haben sie nämlich umgehend kräftig eins auf´s Maul gehauen und ihn schwer verletzt (angeblich Jochbeinbruch).

Soweit also eine ganz unspektakuläre Geschichte. Eine der ganz gewöhnlichen Raufereien, wie sie in Fanzonen, in und um Fußballstadien unter Alkoholeinfluss zu Hauf vorkommen…

Warum ich dann darüber schreibe? Ganz einfach, die Sache zeigt mir, wie wenig Ahnung die Grüne Spitze vom Leben in der Freien Wildbahn hat. Die Herrschaften sollten wirklich gelegentlich ihre geschützten Bobo-Bezirke verlassen und unter die Leute gehen. Dann wüssten sie nämlich, dass es gesünder ist, 4 stänkernden, besoffenen Vollidioten aus dem Wege zu gehen und die Sache der Polizei oder den Securities zu überlassen. Und der verletzte Mitarbeiter tut mir zwar leid, zu helfen ist dem aber wahrscheinlich nicht. Solchen Leuten auch noch nachzulaufen, ist wohl der Gipfel der Dummheit. Da hätte er sich genauso gut gleich selber eine in die Goschn hauen können… ;)
.
.
.
.
.
PS: Ich bin schon gespannt, was bei der Sache da dann wirklich rauskommt. Am Ende sind die Schläger gar noch in der sozialistischen Jugend (soll ja schon vorgekommen sein…), oder machen noch Notwehr geltend… :)

22. Jun. 2010

Einem Artikel auf orf.at ist zu entnehmen, dass sich immer mehr Österreicher einer Vorsorgeuntersuchtung stellen…

Ein gewisser Josef Probst, seines Zeichens stellvertretender Generaldirektor des Hauptverbandes der Sozialversicherungen, jubelt. Ein großer Erfolg sei es, dass nahezu jeder 8. Österreicher einmal pro Jahr zur Vorsorgeuntersuchung geht. Die Sozialversicherungen, die sonst aus lauter Geldnot den Allerwertesten nicht mehr zusammen bringen, bezahlen die Untersuchungen und tun alles, um die Zahl noch zu steigern. So werden künftige Patienten sogar zu den Untersuchungen eingeladen.

Der Herr Probst ist also zufrieden mit den vielen Freiwilligen, für die die Kassen bezahlen dürfen. Die Ärztekammer wird wohl auch zufrieden sein. Einerseits verdienen ihre Mitglieder schon an den Untersuchungen selber und andererseits sind solche Reihenuntersuchungen auch Patientenerzeugungsmaschinen. Und heilen kann man schließlich ja nie genug. Die unnötig operierten Brust- und Prostatapatienten lassen an dieser Stelle schön grüßen…

Im ORF-Artikel wird dem Herrn Stellvertreter ua in den Mund gelegt:

Die Umstellung vor einigen Jahren zeige somit Wirkung. Nun soll auch überprüft werden, ob die zugenommenen Vorsorge-Untersuchungen auch zu einer besseren Gesundheit führen.

Ja, sind die vom Hauptverband überhaupt noch ganz klar in den oberen Regionen oder bloß ein Fall für den Korruptionsstaatsanwalt? Die geben hunderte Millionen Euro aus, ohne zu wissen, wofür? Es könnte nach Probst also genauso gut sein, dass die vermehrten Vorsorgeuntersuchungen zu mehr Krankheit führen. Er weiß es nicht, er muss das ja erst überprüfen…

21. Jun. 2010

Dass Kalifornien pleite ist und der Gouvernator deshalb finanziell mit dem Rücken zur Wand steht, ist schon eine Weile lang kein Geheimnis mehr. Jetzt geht Arnold Schwarzenegger neue Wege…

Wenn die Bürger dafür sind (und angeblich schaut´s ganz danach aus), möchte er Cannabis freigeben. Das würde ca 1,4 Milliarden Dollar in die leeren Kassen spülen und zudem würde das Budget auch damit entlastet, dass weniger Drogenkriminelle einsitzen und damit teuer versorgt werden müssten. Na ja, unser Arnie weiß, was sich gehört. Wenn die Leute schon kiffen wollen, dann sollen´s das auch zum Wohle des Staates tun können und nicht indirekt den Drogenbaronen das Geld in den Rachen werfen müssen.

Ich selber werde aber mit dem Staunen nicht fertig. Gerade in dem Land, wo der Anti-Raucher-Krieg seinen Ausgang nahm und auch sonst jeder Schas Experten- und Gesetzgeberhysterie auslöst, will man jetzt das Kiffen erlauben? Eigentlich unglaublich, aber da sieht man wieder, dass auch die größte (Finanz)Not auch oft ihre guten Seiten hat… ;)

Ich hoffe nur, dass die Kalifornier für die Freigabe stimmen. Dann wird man nämlich sehen, wie die Durchführungsverordnung gestaltet sein wird. Hoffentlich nicht so dämlich wie in Holland, wo man in den CoffeeShops zwar Kiffen, Tabak aber nicht rauchen darf… :)

Auf die langen Gesichter der missionarisch-humorlosen Zwangsgesunder hierzulande bin ich schon gespannt. Die wird es sicher geben, denn eins und eins können diese Herrschaften auch zusammenzählen und wenn die jetzt in dem Land, wo der Gesundheitswahn erfunden wurde, schon so anfangen… – lilililili lalalalala lililililalila dadidada:) :)
.
.
.
.
PS: Eugene Hütz möge mir die ausgeborgte Textzeile verzeichen… ;)

19. Jun. 2010

Vermögen gerecht verteilen ist wirtschaftliche Notwendigkeit“, schreibt Gertraud Jahn. Fremdes Eigentum verteilen ist Diebstahl, sage ich…

Wie das Meinungsforschungsinstitut Karmasin es geschafft hat, dass 72 Prozent der Befragten für die Einführung von Vermögenssteuern sind, weiß ich natürlich nicht. Jedenfalls dürften diese 72 Prozent der Meinung sein, Vermögenssteuern müssten sie selber ja nicht zahlen, sondern andere – die Reichen zB. Die 72% Dödln haben aber nicht behirnt, das ausnahmslos jede Steuer mittelbar vom unteren Ende der Pyramide bezahlt wird.

Dass aber gerade die SPÖ diesen Ball aufnimmt, sollte dann natürlich auch niemanden wundern. Und da wären wir dann wieder bei der guten Frau Jahn. 10 Prozent der Bevölkerung würden ein Vermögen von 700 Milliarden Euro besitzen, bemüht sie sich gleich, den Neidgedanken nicht zu kurz kommen zu lassen. Die Gute wird doch nicht allen Ernstes glauben, dass sie den wirklich reichen Privaties irgend etwas wegnehmen wird können. Diese Vermögen sind schneller aus dem Ösiland verschwunden, wie ein Schas aus einem Sieb. Und wer wird wohl bei den unbeweglichen Vermögen (Immobilien, landwirtschaftliche Flächen etc) letztendlich zahlen müssen? Richtig, die Wohnungsmieter, Pächter und Konsumenten – also alle.

Ein Prophet muss man also nicht sein, um zu erkennen, dass das Geld aus den jetzt angedachten Vermögenssteuern (Frau Jahn nennt als Raubziel Vermögen von mehr als einer Million Euro) bei weitem nicht reichen wird. Gerade die SPÖ ist ja dafür bekannt, Steuergeld für alles Mögliche mit beiden Händen zum Fenster hinaus zu schmeissen. Man denke da nur an die Mindestsicherung, die angesichts der Löhne im ehemaligen Ostblock zu einem Fass ohne Boden werden wird – und das auch bei zwölfmaliger Auszahlung. Man wird also die Grenze von einer Million nicht halten können, auch weiter unten zulangen müssen und der gelernte Ösiländer weiß, dass am Ende des Tages jeder Häuslbauer oder Eigentumswohnungsbesitzer Vermögenssteuer zahlen wird müssen.

Und auch das wird am Ende nicht reichen, denn den roten Banditen wird um das Geld anderer weiterhin keine Umverteilung zu teuer sein. Das wird so lange weitergehen, bis alle gleich nichts haben. Aber Kommunisten sind sie natürlich keine… ;)

15. Jun. 2010

Hitze, Staub, Sandsturm, Extremsaufen und tolle Musik – so kann man das NOVA ROCK 2010 beschreiben…

Nach 2007, 2008 und der Schlammschlacht 2009 war ich auch heuer wieder zeitweilig dort. Das Line Up war ansprechend, die Stimmung toll und die Dimensionen gewohnt bombastisch. Gute Geschäfte dürften dort auch heuer wieder alle gemacht haben. Einer, der es wissen muss, sagte am Samstag morgen, seine Firma habe “bis jetzt schon so viel verkauft, wie letztes Jahr am gesamten Festival“…

Neu war heuer eine kleine Bühne (in einem Zelt etwa auf halbem Weg zwischen Blue- und Red-Stage), die Blingg-Stage genannt wurde und auf der Nachwuchsbands Bühnenerfahrung sammeln konnten.

Samstags kam ich dort eher zufällig vorbei und auffallend guter Sound veranlasste mich zum Stehenbleiben. Eine halbe Stunde hörte dann den Scrubs zu. Wirklich gut, ich denke von der Band wird man noch hören. Die zwei bis jetzt existierenden CDs werde ich mir jedenfalls bestellen. Leider nimmt man sich nicht die nötige Zeit für die Blingg-Stage, aber dort wäre wahrscheinlich öfters Gutes zu hören gewesen.

Rammstein habe ich leider verpasst, Green Day war eine tolle Sache (haben netto 2 1/2 Stunden gespielt) und die Beatsteaks haben trotz des in der Luft hängenden Gewitters (die Videowalls zeigten nur die Unwetterwarnung) ein gewohnt gutes Konzert abgeliefert.

Die Sache vom heurigen NovaRock war aber der Sandsturm am Samstag gegen 21.00 Uhr. Man wohnt ja in der Steppe und ist Hitze, Trockenheit und Wind gewohnt, aber sowas habe ich noch nicht erlebt. Innerhalb einer Minute bracht der Sturm los und Bühne samt Bereich davor musste evakuiert werden. Das war in wenigen Minuten erledigt, obwohl der Zustrom für GreenDay bereits begonnen hatte – Hut ab an dieser Stelle vor der Security-Crew. Das wirklich Extreme waren aber die Menge von Staub und Sand, die der Wind vom ausgetrockneten Boden aufwirbelte. Die Sicht war stellenweise gleich 0 und das Atmen nicht mehr so leicht. In der Wüste kann´s nicht viel schlimmer sein. Eine gute halbe Stunde später war der Spuk aber wieder vorbei und Green Day begann etwas verspätet um 22.15 Uhr. Der Stimmung konnte weder der Sturm und die leichte Abkühlung etwas anhaben…

Alles in allem war das NovaRock 2010, wie schon die Jahre davor, wieder ein beeindruckendes, friedliches Fest. Auch die zurückbleibende Sauerei war wieder die gleiche:

Wahrscheinlich werde ich nie verstehen, warum nicht jeder seinen Mist – zumindest den Großteil davon – in einen Müllsack geben kann. Ein Naturgesetz ist es ja nicht, dass es nach Großveranstaltungen immer so aussehen muss… ;)

11. Jun. 2010

Beim Fressen und Saufen kommen d´ Leut´ z´samm“, wussten schon unsere Altvorderen. So hat sich auch die SVA (Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft) mit der Ärztekammer beim Heurigen zusammengesetzt und tatsächlich eine Einigung erzielt. Bei manchen Punkten dürfte allerdings der Alkohol Regie geführt haben, denn anders wären sie wohl nicht zu erklären…

Das Gute zuerst: Der vertragslose Zustand zwischen SVA und der Ärztekammer ist beendet. Obwohl, ich habe nicht verstanden, warum darüber so ein großes Tamtam gemacht wurde. Einen Selbstbehalt haben die Selbstständigen (genauso, wie die Beamten und Bauern auch – bei denen sieht die veröffentlichte Meinung das aber als Privileg… ;) ) ja sowieso und ob sie den gleich beim Arzt oder im Nachhinein bezahlen, wird wohl so eine große Sache nicht sein. Aber immerhin, einen neuen Vertrag hat die Heurigenpartie jedenfalls zusammengebracht.

Die Einzelheiten des ausgehandelten Kompromisses werden halt das üblich Blabla über Zehntelprozentpunkte hin oder her etc sein und interessieren mich nicht groß. Aufhorchen lässt allerdings die Tatsache, dass gesunder Lebensstil von der SVA künftig mit der Halbierung des Selbstbehaltes belohnt werden soll. An sich eine gute Sache, nur so wie sich die Herrschaften das Belohnungssystem vorstellen, schaut es aus wie ein böser Witz. Über das geplante Belohnungssystem für gesund lebende Versicherte ist auf orf.at ua zu lesen:

Erreichen die SVA-Versicherten bestimmte, mit dem Hausarzt gemeinsam festgelegte Gesundheitsparameter (zum Beispiel reduziertes Gewicht und Cholesterinwerte), dann wird der bei jedem Arztbesuch zu bezahlende Selbstbehalt, derzeit 20 Prozent, halbiert.

Die Kerle hätten wohl bei den Verhandlungen nicht gar soviel saufen sollen. Dass Recht mit Gerechtigkeit nichts zu tun hat, ist zwar ein alter Hut, aber diese Sache ist von Gerechtigkeit wohl weiter entfernt, als Scheibbs von Nebraska. Beispiel gefällig?

Ein zeitlebens gesund und sportlich lebender Mensch mit optimalen Werten (Cholesterin, Gewicht, Körperfett etc) kann nach dem neuen Vertrag niemals zu weniger Selbstbehalt kommen, der wird immer und ewig die 20 Prozent abdrücken müssen. Wie sollte der denn nämlich was verbessern können, wenn ohnehin schon alles optimal ist?

Ein 120-Kilo-Fettsack, der sein ganzes Leben lang nahezu bewegungslos exzessiv gefressen und gesoffen hat, hingegen aber wird ganz locker den halben Selbstbehalt erreichen. Er braucht lediglich ein paar Kilo abnehmen und es passt schon. Noch leichter wird er sich mit dem Absenken der erhöhten Blutfettwerte tun. Das kann vollkommen ohne Mühe mit Medikamenten erfolgen und dabei verdienen noch alle Beteiligten recht gut. Der Patient durch weniger Selbstbehalt, der Arzt durch die Behandlung (die sich obendrein in der Ausstellung des Rezeptes erschöpfen kann) und die Pharmamafia durch den Verkauf der Medikamente. Wie gesagt, alle Beteiligten verdienen – nur die SVA nicht, die darf den ganzen Schmarren bezahlen. Aber die habens ja wahrscheinlich… ;)

Wenn man sich den Ärztekammerpräsidenten so ansieht, kann einem leicht der Gedanke kommen, der Beste hätte sich die Sache mit dem Belohnungssystem für seinen eigenen, doch recht großzügig formatierten Leib zurechtgezimmert. Er wird sicher künftig nur die Hälfte Selbstbehalt zahlen müssen. Das wird wohl als ausgleichende Gerechtigkeit angesehen werden können, denn bei seinem Einkommen würde er ansonsten wahrscheinlich hungern müssen… :)

10. Jun. 2010

Unsere deutschen Freunde haben die Wahnideen der Übermutti schon längst entsorgt (wenngleich einige Hinterwäldler noch nachhängen), da fangen unsere Kapazunder jetzt erst damit an

Da sind sie sich einig, die Roten und die Schwarzen. Es geht ja um den Machterhalt und die Blauen sitzen einem ja eh ständig im Nacken. Und die geplanten Netzsperren kann man ja dann jederzeit ausdehnen – Terrorismus würde sich da wohl gleich anbieten. Aber hoppla, haben wir da nicht gerade ein neues Gesetz auf den Weg gebracht?. Das bräuchte man dann ja nur in die Netzsperren hineinbekommen und alles wäre paletti. Jede kritische Website könnte man auf die geheime Sperrliste setzen und schwupps, aus dem Internet könnte überhaupt keine Kritik mehr kommen…

Fein ausgedacht, das muss man zugeben. An dieser Stelle möchte ich die verantwortlichen Herren für diesen größten Anschlag auf die Meinungsfreiheit seit dem Krieg hervorheben – Ehre, wem Ehre gebührt. Johannes Jarolim (SPÖ) und Heribert Donnerbauer (ÖVP) haben sich damit sicherlich den Titel “Zensoren der Nationredlich verdient. ;)

Natürlich kann es sein, dass ich die genannten Herrschaften hier etwas überbewertet habe. Vielleicht ist ihr Handeln gar nicht vom bösen Vorsatz getragen, sondern nur von ausufernder Naivität gepaart mit einem gehörigen Patzen Unwissenheit. Vielleicht wissen sie gar nicht, dass die ganze EU-Kommission, wo ja die Netzsperren gar so wehement betrieben werden, im Dienste der Lobbyistenbande steht. Vielleicht wissen sie auch nicht, dass die Kinderpornografie von eben diesen Lobbyisten zum Hype hochstilisiert, wenn nicht gar gefördert wurde, um Politiker für Netzsperren zu erwärmen. Wenn Jarolim und Donnerbauer das alles wirklich nicht wissen sollten, gehörten sie aber schon alleine deswegen genauso zum Teufel gejagt, als wenn es ihnen gleichgültig wäre…

8. Jun. 2010

Dass unsere italienischen Freunde beim verkehrsgerechten Abzocken von Touristen nicht so zimperlich sind, ist ja kein Geheimnis mehr. Jetzt dürften sie in Bella Italia die gewinnträchtige Touristenaussackelung ausweiten…

In Jesolo hat kürzlich eine Touristin aus dem Ösiland bei einem beweglichen Händler am Strand eine Geldbörse gekauft. Dass es sich dabei um einen illegalen Nachbau einer Markenware gehandelt hat, müsste eigentlich nicht extra erwähnt werden, denn was sonst wird an Stränden in Urlaubsländern verkauft. Vielleicht hat die ältere Dame (was eher nicht anzunehmen sein wird) wirklich nicht gewusst, dass es sich um eine gefälschte Marke handelt, schlimmstenfalls aber wird man ihr zugestehen müssen, in gutem Glauben, etwas zu tun, was alle tun, gehandelt zu haben. Was sie aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gewusst hat, ist die Tatsache, dass sie bei dem Kauf von der Polizei observiert wurde. Und die schlug dann, nach dokumentierten Verkaufsabschluss (wie bei Drogendealern üblich), auch gleich professionell und unbarmherzig zu. 1000.- Euro Strafe für den Kauf einer minderwertigen Geldbörse für ein paar Öken. Ein gutes Geschäft für die Ragazzi…

Nun ist es ja nicht so, dass man ausufernde Produktpiraterie dulden sollte. Vielmehr ist es verwunderlich, warum die illegalen Waren, besonders in den südlichen Ländern, in aller Öffentlichkeit so Massenhaft verkauft werden können. Was die Italiener da aber machen, dürfte nur reine Abzocke sein, denn wollte man wirklich gegen den illegalen Handel was tun, bräuchte man ja nur die allgegenwärtigen Händler kontrollieren, bestrafen und die gefälschten Waren beschlagnahmen. Recht schnell wäre der illegale Handel dann vorbei. Das wäre aber kein so gutes Geschäft, denn die Händler haben sicher keine 1000.- Euro einstecken und der beschlagnahmte Krempel ist auch wertlos (den müsste man ja entsorgen, weil illegale Kopien). Nein, nein, da spioniert man lieber Touristen aus und greift denen ins Börsel, da ist viel mehr drinnen. Damit kann man jedes einzelne Stück aus dem Portfolio der illegalen Händler vergolden – äh, vertausendern… :)
.
.
.
.
.
PS: Irgendwann werden sie in Bella Italia draufkommen, dass man mit den verblödeten Älplern und Deutschen zwar sehr vieles, aber nicht alles machen kann. Irgendwann werden die dann woanders ihren Urlaub verbringen…

vor »