“Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon” heißt es im Evangelium nach Matthäus. Warum sich gerade die kirchliche Weltregierung nicht an das Evangelium hält, wird wohl nur der Teufel selber wissen…
In der Vatikanbank IOR stinkt´s anscheinend wieder gewaltig. Wie es ausschaut, hat die heilige Bank bei anderen Banken Konten eröffnet, die nur den Vermerk “IOR” (und sonst nichts) tragen und auf denen dann riesige Geldbewegungen stattfanden (32 bis 80 Millionen Euro monatlich). Und dabei wurde uns immer eingeredet, dass es innerhalb der EU keine anonymen Konten mehr gäbe…
In Italien wird nun auf Hochdruck ermittelt. Es schaut ganz so aus, als ob die Vatikanbank zumindest aktive Beihilfe zur Geldwäsche geleistet hat, indem sie die betreffenden Konten irgendwelchen Dunkelmännern für diskrete Geschäfte zur Verfügung gestellt hat. Natürlich können die italienischen Behörden nur die Banken, wo die Konten sind, prüfen. Bei der Vatikan-Bank selber können sie sich aber brausen, da müsste vorher der Vatikan um Amtshilfe ersucht werden und wie man sich dort dann reinhängen würde, kann man sich auch vollkommen ohne Fantasie ganz leicht ausmalen.
Interessant bei der Sache ist vielleicht auch, dass das “Institut für religiöse Werke“, wie die Vatikanbank offiziell heißt, dem Papst himself gehört, größten Wert auf höchste Diskretion legt und traditionell weder Bilanzen noch Rechenschaftsberichte zu legen braucht…
Da fallen mir jetzt doch glatt die Begriffe Gorilla, Calvi, Gelli und Banco Ambrosiano ein. Man fragt sich nun, ob die Geschäftemacher im Namen des Herrn die Jahrzehnte dazwischen nun ehrlich waren oder nur nicht erwischt worden sind…