Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

9. Aug. 2010

Die EU sagts dauernd, die Wirtschaft und Pensionskassen sowieso und auch die holde Politik wird nicht müde, zu betonen, dass wir länger arbeiten müssen (und beschließt derweil die Hacklerregelung ;) ), damit die Pensionen gesichert bleiben…

Von bis zu 70 Jahren hackeln ist da die Rede und auch das wird nicht reichen, sagen die Experten. Um die Pensionen zu sichern, werden wir noch eine Zuwanderung von jährlich 20.000 Personen benötigen. Ganz schön viel Aufwand, um das Pyramidenspiel, mit dem wir seit Jahrzehnten bei Laune gehalten (um nicht zu sagen betrogen) werden, aufrecht zu erhalten.

Mit längerem Arbeiten könnte man sich ja anfreunden, wenn die ganze Sache nicht einen gravierenden Schönheitsfehler hätte. Um das Spiel aufrecht erhalten zu können, müssen alle Beteiligten (Alte, Junge und Zuwanderer) auch Arbeit haben. Und genau hier dürfte die Politik mit ihrem Expertenheer einer Träumerei anheim gefallen sein. Zur Zeit gehen die Ösiländer mit 60 (etwas +/- halt) in Pension – und zwar so um die 120.000 Personen pro Jahr. Zögerte man das wirklich bis 70 hinaus, würden plötzlich 1,2 Millionen neue Arbeitsplätze erforderlich sein und dazu kämen dann noch etwa 200.000 für die Zugewanderten.

Vielleicht erklären uns die Experten im Auftrag der Politik einmal, wo sie die Arbeitsplätze hernehmen wollen. Wann das nämlich so leicht wäre, dann würde es wohl keine Arbeitslosigkeit geben. Vielmehr wird es doch so sein, dass die Politik nicht einmal jene Arbeitsplätze schaffen kann, die durch Pleiten, Betriebsschließungen und -abwanderungen verloren gehen.

Die Formel “länger Arbeiten = sichere Pensionen” ist demnach äußerst kurzsichtig, wenn nicht gar dumm. Sie wird uns nämlich in die Situation führen, dass die Alten letztendlich ca 50 Jahre ihres Lebens arbeiten werden und die Jungen vor 30 gar keine Aussicht auf einen Job haben werden. Nun könnte man sagen, man hätte dann eben mehr Zeit, die Jungen auszubilden und die Grundsicherung sei ohnehin niedriger als die Pensionen. Leider bliebe dann immer noch ein großer Haken übrig. Nämlich, dass es nicht so leicht ist, einen jungen Menschen, der gut 10 Jahre grundbesichert herumgelungert ist und sich mit seiner finanziellen Situation arrangiert hat, zum Arbeiten zu bewegen, wenn er dann gebraucht wird. Da kann ich den Verantwortlichen dann nur viel Glück wünschen, denn das werden sie brauchen. Aber krativ wie sie sind, werden sie dann wieder nach Zuwanderern rufen… ;)

Da ich aber annehme, dass unsere Schleimer weder Träumer, noch kurzsichtig oder gar dumm sind, wird wohl hinter den Machenschaften ein konkretes Ziel stehen. Welches das ist, weiß ich natürlich auch nicht. Wir werden es aber zu gegebener Zeit erkennen – übermäßige Freude wird dann wohl ganz sicher nicht aufkommen…

2 Kommentare »

  1. Stauni schreibt:

    Werter Kritikus!
    Du siehst das viel zu eng. Nimm Dir ein Beispiel an unseren Politikern. Diese arbeiten bis ins hohe Alter und haben meist 10 Jobs nebeneinander. Und wofür? Natürlich zum Wohle des Volkes und nicht zu vergessen, der dementsprechenden Marie.

    9. Aug. 2010 | #

  2. kritikus schreibt:

    >>Und wofür?< <

    Phuha – gut, dass Du die Frage gleich selber beantwortet hast. Mir wär da auf die Schnelle gar nichts eingefallen… :)

    9. Aug. 2010 | #

Kommentar schreiben

Bitte den Sicherheitscode in die Textbox schreiben

RSS-Feed für diese Kommentare. | TrackBack URI