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31. Dez. 2010

Unser von chronischer Geldnot geplagter Finanzminister steht im Ruf, ein humorloser Aussackler zu sein. Nicht unbegründet, denn er findet ja nichts dabei, von Familien tausende Euros einzutreiben und dabei Singleyuppies nahezu ungeschoren zu lassen. Der Josef Pröll hat aber auch eine andere, freigiebige Seite…

Für Großbauern haben sich die allgegenwärtigen Wünsche für ein gutes Jahr 2011 bereits erfüllt. Klammheimlich hat nämlich der Finanzminister die Grenze für Vollpauschalierung von 65.000 auf 100.000 Euro Einheitswert (wohl mit freundlicher Duldung der SPÖ) erhöht. Anstatt sich also für Steuergerechtigkeit stark zu machen, gewährt er nun auch Großbauern Steuerfreiheit. Mit der neuen 100.000-Euro-Grenze kommen nun nämlich auch wirklich große Bauern in den Genuss der Pauschalierung (sprich Steuerfreiheit). Ein starkes Stück für einen, der ansonsten keine Skrupel hat, sogar Familien auszusackeln. ;)

Ein Finanzminister in der derzeitigen Situation müsste normalerweise im Sinn haben, soviel Geld wie möglich hereinzubringen (na gut, bei anderen – zB Familien – macht er das ja auch…) und nicht zu verschenken. Weil dabei aber Pauschalierungen jeglicher Art naturgemäß hinderlich sind, sollte also eher danach getrachtet werden, diese abzuschaffen. Es ist ja nicht einzusehen, warum ein florierender landwirtschaftlicher Betrieb (egal wie groß sein Einheitswert ist) nicht auch seinen Anteil leisten soll während andere schwer blechen.

Nun könnte man aber entgegen halten, dass es dem Finanzminister nur darum gegangen ist, den Bauern, die es zugegeben nicht leicht haben und deren Lage sich mit dem EU-Beitritt sicherlich nicht gebessert hat, zu helfen. Aber gerade jene Bauern, die vor Not nicht mehr kacken können, haben von der neuen Regelung überhaupt keinen Vorteil. Es sind das nämlich die Kleinbetriebe, die auch vorher schon pauschaliert waren. Und auch wenn man für diese die Pauschalierung aufheben würde, hätten sie keine Nachteile – kein Gewinn heißt im allgemeinen nämlich auch keine Steuer! Was immer den Finanzminister motiviert hat, notleidende Kleinbauern können es also nicht gewesen sein…

Oder wähnt der Pepi Pröll die Bauern gar als zu dämlich für eine Einnahmen/Ausgaben-Rechnung? Vorstellen kann ich mir das eher nicht, denn das wäre eine grobe Beleidigung eines ganzen Berufstandes und somit auch keinesfalls politisch korrekt. Auch wäre so eine Annahme natürlich gänzlich falsch, denn Bauern können sehr gut rechnen und mit Bürokratie umgehen. Das haben sie spätestens beim EU-Beitritt gelernt, denn wer da nicht fix ist, bekommt ja keine Förderungen. Und bekannt geworden ist noch nichts, dass EIN Bauer KEINE EU-Förderungen bekommen würde… :)

26. Dez. 2010

Eines muss man ihr lassen, der Eva Glavischnig – lügen tut sie nicht. Sie pfeifft auf den grünen Tarnmantel und steht ehrlich dazu, eine waschechte Kommunistin zu sein…

In einer Art Weihnachtsgeschenk an die Österreicher faselt die rote Eva über einen “Big Deal” in Sachen Pensionen. Von einem “Deal” ist das, was sie dabei ablässt, freilich meilenweit entfernt. Bei einem solchen ist nämlich ein Geben UND Nehmen Voraussetzung. Nach Glawischnig soll aber bloß jenen, die arbeiten, sparen und für ihre Pension einzahlen, genommen und dafür jenen, die nichts arbeiten, sich um nichts kümmern und nirgendwo auch nur irgendetwas einzahlen, gegeben werden:

Wie Glawischnig ankündigt, geht es etwa um eine deutlich raschere Abschaffung von Spitzenpensionen, wie sie etwa Beamte im alten Pensionsrecht noch erhalten. Außerdem wollen die Grünen die staatliche Förderung der privaten Zusatzpensionen “ersatzlos streichen”. “Das Zocken am Aktienmarkt hat sich seit Lehman-Brothers und der Finanzmarktkrise erledigt”, so Glawischnig. Im Gegenzug soll es eine Mindestpension für alle unabhängig vom Erwerbsverlauf geben.

Angesichts der stark steigenden Kosten brauche es im Pensionsbereich einen “Big Deal”, glaubt Glawischnig. Sie fordert, “dass man allen zusichert, Ihr habt eine Pension, egal wie eure Erwerbsverläufe waren”.

[Zitate: DiePresse]

Das ist wahre Gerechtigkeit. Spitzenpensionen will die rote Eva einfach “abschaffen”. Dass die Bezieher von Pensionen über der ASVG-Höchstgrenze (im Gegensatz zu den ASVG-Versicherten) auch ein Leben lang Pensionsbeitrag (sogar einen höheren) auch für den Teil des Gehaltes, der über der ASVG-Grenze liegt, bezahlt haben, interessiert die rote Baronin überhaupt nicht. Was die Dame da fordert hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun, dass ist reiner Diebstahl. Und wenn es in Bezug auf den Pensionsanspruch völlig wurscht sein soll, ob jemand arbeitet oder nichts tut, ist das Kommunismus in Reinkultur.

Aber dann passt eh alles wieder zusammen. Kommunismus und Diebstahl sind ja sowieso untrennbar miteinander verbunden… ;)

23. Dez. 2010

Ein gewisser Herr Helmut Mödlhammer, seines Zeichens Präsident des Gemeindebundes, lobbyiert, dass die Gemeinden finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen würden – unverschuldet, selbstverständlich. 7 von 10 Gemeinden würden schon im Minus sein;)

Es begab sich, dass ich gestern die neueste Ausgabe der Bezirksblätter in die Hände bekam (kein Wunder, kommt ja unangefordert mit der Post ;) ). Es ist ja nicht so, dass diese Werbezeitung großen journalistische Ansprüche stellen würde und auch der Informationsgehalt ist nicht sehr hoch. Zudem ist die Lokalzeitung auch noch mit Werbung überproportional vollgepappt. Trotzdem schaue ich da gerne rein.

Heute fiel mir dabei ein Inserat auf, in dem eine Gemeinde den Bürgern frohe Weihnachten wünscht. Phuh, geht´s noch? Es ist schon ziemlich blöd, wenn im privaten Bereich jemand Familienangehörigen etc per Inserat irgendwas wünscht. Aber bitte, wenn´s jemanden das wert ist, soll es sein. Aber eine Gemeinde? Eine Seite weiter wieder so ein Inserat. Neugierig geworden, zählte ich die Inserate. Es waren insgesamt 22 Inserate, alle 1/8 Seite groß und von verschiedenen Gemeinden, Bürgermeistern, Gemeinderäten, die den Bürgern frohe Weihnachten und ein gutes Neujahr wünschen. Die Unart muss ziemlich verbreitet sein, wenn von 27 Gemeinden, die wir im Bezirk haben, 22 derart inserieren…

Nun werden die Inserate in den Bezirksblättern sicher nicht die Welt kosten. Vielleicht zahlt auch der eine oder Bürgermeister sein Inserat aus der eigenen, privaten Kasse (recht viele werden das aber sicher nicht sein). Unterm Strich bleibt aber, dass für die dämlichen Inserate Gemeindegeld aufgewendet wird. Ja, es ist nur eine Kleinigkeit, aber viel Kleinvieh macht auch Mist und umsonst sagt man nicht, im Kleinen wie im Großen. Vielleicht sollte der Herr Mödlhammer auch bei Gelegenheit Bezirksblätter lesen oder sich so umschauen, wie und für was alles die Gemeinden Geld ausgeben. Zumindest sollte er das tun, bevor er wieder den ganz Harten raushängen lässt und mit irgendeinen Veto gegen das Sparen droht… ;)

22. Dez. 2010

Gier und Brotneid machen auch vor den GutInnen nicht halt…

Ein handfester Streit um Geld und Pfründe ist nun zwischen „Asyl in Not“ und „Purple Sheep“ ausgebrochen. Michael Genner (der so gut ist, dass er sich sogar ehrlich freuen kann, wenn wer stirbt…) der ersteren Organisation greift Karin Klaric der anderen Seite scharf an. Er wirft ihr Unfähigkeit vor. Diese sieht das natürlich anders und die Sache könnte vor Gericht enden.

Es ist natürlich klar, dass es im Geschäftsleben hart hergeht. Jeder Kunde zählt, Umsatz bzw Gewinn bestimmen den Weg und einen Konkurennten hinauszukegeln gehört da zum Geschäft. Aber bei den Guten? Sollte es da nicht gesitteter zugehen? Ja, wenn man das glaubt, was sie gewöhnlich von sich geben, dann sind die NGOs Heilige. Der gelernte Bösmensch weiß aber, dass es Heilige nur im Diesseits nicht gibt und die selbstbeweihräuchernde Darstellungen der NGOs von schlauen Werbemenschen erstunken und erlogen sind. Diese Organisationen nutzen das leben vom Leid und dem Geld anderer – moderne Maden also… :)

Jedenfalls aber ist dieser Streit für die Öffentlichkeit eine Offenbarung. Bis hierher haben sich Hinz und Kunz nämlich noch denken können, die NGOs würden sich von gewöhnlichen Geschäftemacher und Halsabschneidern positiv abheben. Nun ist aber offensichtlich geworden, dass zu diesen in Sachen Gier und Brotneid überhaupt kein Unterschied vorhanden ist – und das ist gut so… ;)

21. Dez. 2010

In linken Kreisen ist es ja schon seit Jahrzehnten hipp, auf der Polizei herumzuhacken. Nun scheint es aber schon so zu sein, dass das nicht mehr nur auf gewisse Kreise beschränkt ist…

Alsdann, da gab es eine Verfolgungsjagt auf der Westautobahn bei Traun. Die Polizei verfolgte ein Auto, in dem sich offenbar Diebe (es gilt die Unschuldsvermutung von der Unschuldsvermutung) befanden. Diese fuhren rücksichtslos und zu schnell (eh klar, waren ja auf der Flucht) und warfen zudem Gegenstände auf die Fahrbahn um das verfolgende Polizeifahrzeug abzuwehren. Schließlich entschloss man sich, auf der Autobahn einen Stau zu provozieren, um das flüchtende Fahrzeug ohne Gewalt zum Anhalten zu zwingen. Diese Methode ist, wie man in diversen Zeitungsberichten nachlesen kann, offenbar usus und funktioniert meistens auch elegant. Diesmal spielten jedoch die Flüchtenden nicht mit, krachten in den Stau und wurden so wie ein Unbeteiligter bei dem Unfall verletzt.

Ein Fall, wie er im Polizeialltag vorkommen kann – Gauner zwar verletzt, aber gefasst. Und die Verletzung des Unbeteiligten werden wohl die Gauner zu verantworten haben – sollte man meinen. Nicht so bei uns. Da wird zunächst einmal gegen die Polizisten ermittelt. Sogar das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung wurde eingeschaltet, um ja keine Fehler zu machen (oder weil man dort auch einmal einen Erfolg braucht ;) ). Das Amt ist nämlich ziemlich zahnlos wenn es gegen Politiker oder nahestehende Kapazunder geht, ein paar kleine Polizisten, die nur ihren Job machten, in die Pfanne zu hauen, wird man dort aber allemal auf die Reihe kriegen…

Bei soviel Motivation muss sich fast wundern, dass es immer noch Polizisten gibt, die sich bei der Kriminalitätsbekämpfung den Arsch aufreissen. In dem Fall wäre es nämlich bedeutend bequemer gewesen, den Gaunern in sicherer Entfernung locker bis zur Staatsgrenze nachzufahren und ansonsten dem Herrgott einen schönen Tag zu lassen… ;)
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PS: Hoffentlich haben die involvierten Polizisten eine gute Rechtschutz- oder besser noch Haftpflichtversicherung, denn sonst drohen ihnen Verarmung und/oder Privatkonkurs…

20. Dez. 2010

Es geht kontinuierlich nach unten mit den Regierungsparteien. Von Umfrage zu Umfrage sinken die Werte und SPÖ sowie ÖVP tun alles, um diesen Trend ja nicht zu stoppen…

Bei der letzten Umfrage (IMAS – SPÖ: 27%, ÖVP: 25%, FPÖ: 22%, GRÜ: 11% und BZÖ: 10%) überrascht nur, dass die FPÖ etwas schwächer scheint. Das bedeutet aber keineswegs, dass sich die SPÖVP jetzt zurücklehnen kann. Einerseits missbrauchen sich ja Meinungsforscher gelegentlich (für Geld natürlich) selber auch als Meinungsmacher und andererseits ist das BZÖ in dieser Umfrage außergewöhnlich stark dargestellt. Wenn man nämlich die Prozente der 3. Kolonne zusammenrechnet, dann liegt sie mit 5 (!?!) Prozent Vorsprung deutlich auf Platz 1…

Irgendwann sollte es jetzt einmal den Regierungsparteien dämmern, dass sie seit geraumer Zeit auf dem Holzweg sind. Sie scheinen derart ratlos zu sein, wie der sprichwörtliche Ochse vor dem neuen Tor. Und dabei wäre die Gunst der Wähler gar nicht so schwer wiederzuerringen. Einfach eine bodenständige Politik halbwegs im Sinne der Bürger machen. Das wäre mit ein paar Punkten zu erledigen:

  • die Guten (NGOs, Kirchen, Deppendocktorlobby etc) als das, was sie sind (geschäftstüchtige Abzocker), betrachten und danach zu handeln
  • hin und wieder in Brüssel “nein” sagen (zB bei unsinnigen Verboten, Transit, ausländischen Studenten etc)
  • mit Steuergeld wirklich sparsam umgehen (zB Förderungen, Ministerbeweihräucherungsinserate etc)
  • den Leuten (halbwegs) die Wahrheit sagen, die vertragen das schon (zB, dass für schöngeistige Unsinnigkeiten und überbordende Sozialwärme für ALLE einfach kein Geld da ist ec)

Natürlich könnte man die Liste beliebig lang fortsetzen, aber für´s erste würde das schon reichen. Ich weiß aber natürlich, dass es ist für die Selbstverwirklicher der oberen Politkaste nicht so einfach ist, sich in die Niederungen der Normalos zu begeben… ;)

Ein anderes Problem ist, dass eine Partei im hohem Maße auch wegen ihres Führers gewählt wird. In Österreich werden die Ansprüche an diese aber wahrscheinlich nicht gar so hoch sein, denn mit dem HC Strache geht es ja auch kontinuierlich aufwärts. Das zeigt aber, dass SPÖ und ÖVP bei der Kür ihrer jeweiligen Chef´s ziemlich ins Braune gegriffen haben dürften. Josef Pröll und Werner Faymann haben ja auch beide gemeinsam, dass sie bei der jeweiligen Basis ziemlich umstritten waren, wenn nicht gar abgelehnt wurden, und dass sie auch beide (zum Unterschied von Strache) ganz gewiss nicht die sind, die in ihren Parteien zu sagen haben, wo´s lang geht. Die Parteien sollten also auch in dieser Frage in sich gehen, solange noch Zeit dazu ist.

Und genau da ist auch das Dilemma von SPÖ und ÖVP. In keiner der Parteien ist ein Strahlemann in Sicht (der Werner lächelt zwar immer, aber das scheint was anderes zu sein… :) ). In der SPÖ käme wohl überhaupt nur Finanzstaatssekretär Schieder, als einziger ohne Sündenfall den Bürgern gegenüber, in Frage. Ansonsten wären da nur mehr Landeshauptleute, die (falls sie sich überhaupt verändern wollen) wohl sicher keine Wende schaffen könnten. Dazu stecken sie zu tief in den derzeitigen Parteisystemen.

Bei der ÖVP sieht die Sache auch nicht viel besser aus. Strahlemann Mitterlehner ist, nachdem er zum Antifamilienminister mutierte, kein solcher mehr (sogar körperlich ist er schon etwas “auszacht” geworden) und sonst war und ist auch nichts da. Aber einen Vorteil hat die ÖVP. Dort hat man noch einen Dr Schüssel im Talon. Reaktivierte man den, dann wäre man in der derzeitigen politischen Situation recht schnell die #1. Aber das wird nicht passieren, der Neffe und der Oheim haben da noch gewaltig was dagegen. Noch, denn die beiden wird es bald wesentlich billiger geben, da bin ich mir vollkommen sicher… ;)

17. Dez. 2010

Dass Meinungsforscher (gegen Bezahlung natürlich) oft als Meinungsmacher auftreten, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Dass es so offensichtlich geschieht, ist aber neu…

Nachdem die ÖVP den Druck zur Wiedereinführung von Studiengebühren laufend erhöht und auch namhafte SPÖler vom Parteikurs abweichen, sieht sich das OGM-Institut gaaaanz zufällig bemüßigt, die Österreicher zu fragen, wie sie zur Wiedereinführung von Studiengebühren stehen würden. Befragt wurden 800 repräsentativ ausgewählte Personen. Und – oh welch ein Wunder, es sprachen sich 70 Prozent für Studiengebühren aus. Dazu hätte es kein OGM-Institut gebraucht, dieses Ergebnis hätte der letzte surmtaler Almöhi locker auch voraussehen können.

Es gibt in Österreich knapp 300.000 Studenten, die naturgemäß gegen Studiengebühren sein werden. Keine rechte Freude werden auch die dazugehörigen Eltern (ca 600.000 Personen) mit neuen Gebühren haben. Den Rest der 6,3 Millionen Wahlberechtigten in Österreich kratzen Studiengebühren grundsätzlich einmal überhaupt nicht. Hinz und Kunz haben in Zeiten von Sparpaketen, überhaupt wenn sie so ausgewogen sind, andere Sorgen. Sie wissen aber ganz genau, dass jeder Euro, den andere bezahlen müssen, ihnen selber vielleicht nicht abgenommen werden wird. Die überwältigende Mehrheit für die Studiengebühren war also sowas von absehbar, wie es immer ist, wenn eine große Mehrheit über eine Minderheit abstimmt.

Diese Umfrage ist derart hinterfotzig, dass man eher nicht das OGM-Institut alleine dahinter vermuten sollte. Das schaut schon mehr nach dem Winkelzug einer Partei (die ÖVP, der Teil der SPÖ, der sich eben für Studiengebühren geoutet hat, oder überhaupt die Bundesregierung schienen mir da gleich einmal äußerst verdächtig) aus. Und als nächstes machen wir dann vielleicht eine Umfrage über Fremden/Asylgesetze, Einführung einer Homosexuellensteuer oder die Abschaffung der Mindestsicherung – gelle… ;)

17. Dez. 2010

Dass im Land des Messias jeder jeden jederzeit verklagen kann, weiß man ja. Wie dämlich es oft dabei zugeht, weiß man auch wenn man sich vor Augen führt, dass erfolgreich Millionen Dollar eingeklagt wurden, weil heißer Kaffee (ohne schriftlichen Warnhinweis) heiß ist. Da musste es ja förmlich kommen, dass auch mit dem Nur-für-unsere-Kinder-Schmäh versucht wird, Millionen anzueignen…

Ein Freund der amerikanischen Schnellabfütterungsanstalt McDonalds bin ich keineswegs. Die haben ja die Anti-Raucher-Religion als eine der ersten gepredigt und umgesetzt. Man muss dem Konzern aber lassen, dass man es dort versteht, Geschäfte zu machen und hin und wieder schmeckt deren Zeug auch mir ganz gut. Im schönen Amerika ist es (unterstützt durch das dämlich Rechtssystem) aber üblich, dass jedermann mit Hilfe irgendeines Gerichtes am Erfolg anderer gehörig mitnaschen kann. Und so ist auch McDonalds als Opfer bei der Klagsmafia recht beliebt und wurde bereits wegen allem möglichen auf Millionen verklagt (unter anderem weil heißer Kaffee tatsächlich heiß war).

Nun sind überall die missionarischen Gesundheitsapostel am werken, trichtern uns gehirnwäschegleich ein, was gut und was schlecht ist und erfinden dazu immer neue Ver- und Gebote. Auf dem derart aufbereiteten Terrain wagte nun eine Mutter in den USA eine Klage gegen McDonalds. Die gute Frau fühlt sich durch die Beigabe von Spielzeug bei den Happy Meals geschädigt:

„Ich werde permanent von meinen beiden Töchtern zum Kauf von ‚Happy Meals‘ gezwungen“
„Ich versuche zwar, dem Betteln meiner Kinder maximal einmal im Monat nachzukommen, aber das sorgt regelmäßig für Streit.“
[Zitat: www.orf.at]

Na, wenn man da nicht klagen muss, wann dann? :)
Wie verblödet muss eine Gesellschaft sein, wenn eine Mutter schon an solchen Problemen mit ihren Kindern scheitert und die Gerichte bemühen muss? Abgesehen davon wäre generell zu hinterfragen, ob wegen einer unfähigen Kuh der ganzen anderen Herde Vorschriften gemacht werden sollen…

Aber wie auch immer, es wird sich ein Richter finden, welcher McDonalds verurteilt. In der alltagsfaschistischen Zeit, in der wir leben, ist so etwas ja gerade äußerst hipp und amerikanische Richter haben schon oft bewiesen, dass sie zeitgeistigen Strömungen gerne folgen. Und außerdem ist es ja zum Wohl der Kinder
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PS: Ich weiß natürlich, dass die klagende Mutter keineswegs das Wohl ihrer Kinder im Auge hat, sondern nur das $-Zeichen und dass solche Klagen sonst nichts sind, als versuchter Diebstahl mit Richtern als Beihelfer… ;)

16. Dez. 2010

Die Coffee-Shops in den Niederlanden waren ja schon immer für einen Kopfstand gut. Nun aber hat derentwillen auch der Europäische Gerichtshof Grundsätze über Bord geworfen – selbstverständlich im Zeichen des Guten…

Der EuGH hat mit Aktenzeichen C-137/09 festgestellt, dass niederländische Kommunen AUSLÄNDISCHEN Gästen den Zutritt in Coffee-Shops verbieten dürfen, während Einheimischen weiterhin die freie Nutzung der Lokale gestattet bleibt. Es ist kaum zu glauben und ich musste zweimal lesen, aber es stimmt. “Ausländer raus” wurde tatsächlich mit europäischer Höchstgerichtsentscheidung ausdrücklich für “IN” erklärt. Was sich die Herrschaften Richter dabei gedacht haben, mag sich mir nicht erschließen. Aber wenn man sich zu Gemüte führt, wie das Urteil begründet wurde, könnte man fast zum Schluss kommen, da wären aus überbordender Gutheit einige Sicherungen durchgeknallt. Auf www.orf.at steht zB darüber:

Die Zutrittsbeschränkung sei keine verbotene Diskriminierung von EU-Bürgern, sondern „durch das Ziel der Bekämpfung des Drogentourismus und der damit einhergehenden Belästigungen gerechtfertigt“.
[Zitat: orf.at]

Für die Herrschaften des EuGH heiligt somit der Zweck die Mittel – EU-Grundsätze hin oder her. Das Urteil stellt also klar, dass man ohne weiteres bei der Erlassung von Gesetzen und Vorschriften zwischen Ausländern und Inländern unterscheiden darf. Natürlich muss man das sachlich begründen. Aber so schwer wird das dann ja wohl nicht sein, wenn dafür schon ein paar Bekiffte im Stadtbild reichen… ;-)
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PS: Mit diesem Urteil outet sich der EuGH als Vollstreckungsinstrument der EU-Kommission. Man ist damit der Willkür wesentlich näher als der Gerechtigkeit…

15. Dez. 2010

Nach langem schweren Leiden wird das Skylink-Desaster nun anscheinend doch Konsequenzen haben – zumindest für die Rindviecher, die noch Steuern zahlen…

Die Medien überschlagen sich:
Flughafen: Fliegt Vorstand oder Aufsichtsrat?ORF
Flughafen Wien – rollen nun KöpfeWiener Zeitung
Flughafen Wien – Aufsichtsrat könnte gehenDiePresse
Skylink: Aufsichtsrat bald ohne Chef?Kurier

Der unbedarfte Beobachter wird sich ob solcher Schlagzeilen ein schadenfrohes Grinsen wohl nicht verkneifen können, scheint für ihn doch letztendlich die Gerechtigkeit doch noch zu siegen. Der gelernte Österreicher weiß aber, dass es Gerechtigkeit im Diesseits generell nicht gibt und eine solche im politunterwanderten Geschäftsleben Ösistans nicht einmal theoretisch vorstellbar ist.

In diesem Sinne sind auch die Konsequenzen, derentwillen momentan herumverhandelt wird, wohl auch nur Scheingefechte für das dämliche Volk, welches ja letztendlich für den Schaden aufkommen muss. Es ist vollkommen wurscht, ob der Vorstand oder der Aufsichtsrat des Flughafens gehen muss, solange nichts zur Schadenswiedergutmachung unternommen wird und die Neuen auf Geheiß von Pröll und Häupl weitermachen, als wäre nichts gewesen… ;)

Bei der Gelegenheit sollte man sich auch vor Augen halten, dass alleine für die Vorstände des Flughafens, so sie denn gehen müssen, eine Abfertigung von 5 Millionen Euro kolportiert wird. Schon aus diesem Grunde müssten diese Herren im Amt bleiben. Nicht nur, weil es billiger kommen würde (Häupl und Pröll können sie auch zu Diensten sein, da braucht es keine teuren Neueinstellungen… ;) ), sondern auch als Strafe. Sie haben Skylink versaubeutelt und sollen sich nun fürstlich belohnt schleichen dürfen? Nein, nein – die Kerle sollen gefälligst die Suppe auslöffeln, die sie angerichtet haben…

Seeehr merkwürdig ist auch die Tatsache, dass die Verträge eben dieser Vorstände erst im Jahr 2009 verlängert wurden. Zu der Zeit war das Desaster, wenn nicht schon offenbar, dann zumindest greifbar. Wenn man sie jetzt auf Steuerzahlerkosten hinausschmeissen will, lässt das diese Vertragsverlängerung schon in einem sehr komischen Licht erscheinen. Vielleicht sollte sich die Staatsanwaltschaft einmal anschauen, wer die Verträge der Manager unterschrieben hat. Ein leiser Verdacht in Richtung Untreue könnte da nämlich schon aufkeimen… :)

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