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14. Mrz. 2011

Bei der Berichterstattung zur Katastrophe in Japan war anfangs zu hören, dass das Kühlsystem im Kernkraftwerk Fukushima beschädigt ist, nur mehr in Batteriebetrieb laufen würde und die Batterien in wenigen Stunden den Geist aufgeben würden. Ich wollte das zunächst nicht glauben, die Meldung wurde aber andauernd wiederholt…

In einem Kernkraftwerk ist doch wohl das Kühlsystem eines der wichtigsten Dinge überhaupt, denn wenn dieses ausfällt, geht es um die Wurst. Das weiß der letzte Dorfdepp und man sollte annehmen können, dass die Ingenieure der Atomanlagen das auch wissen und danach handeln. Wie kann es da sein, dass bei einem längeren Stromausfall schon der Supergau droht? Also mir drängt sich hier schon der Verdacht auf, dass hier in krimineller Weise am falschen Ende gespart wurde.

Ich konnte mir nämlich nicht vorstellen, dass in einem AKW nicht Dieselaggregate zur Verfügung stehen würden. Und überhaupt müsste meiner bescheidenen Meinung nach ein unabhängiges, mechanisches Notkühlsystem zusätzlich zu dem elektronischen, computergesteuerten Krempel eingebaut sein. Mir ließ die Sache jedenfalls keine Ruhe und auf Wikipedia bin ich fündig geworden. Nach einem Bericht von TEPCO (Betreiberfirma von Fukushima) gab es zwar Notstromdieselaggregate, diese hätten auch gestartet, aber nach einer Stunde infolge des Tsunamis den Geist aufgegeben. Somit ist der Batteriebetrieb soweit dann wieder verständlich. Was aber danach auf Wikipedia stand, musste ich zweimal lesen:

Zwar gab es mobile Generatoren vor Ort, und weitere wurden herangefahren. Diese Generatoren konnten allerdings bis zum 12. März 2011 morgens MEZ aufgrund ungeeigneter Kabel, eventuell auch wegen der Versperrung von Zufahrtswegen, nicht angeschlossen werden.
[Zitat: Wikipedia]

Unter Umständen verseuchen diese Kerle also halb Japan – und das nur deshalb, weil sie es unterlassen haben, einen richtigen Kabelsatz auf Lager zu legen. Wenn die nicht eingesperrt gehören, wer dann?
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PS: Vielleicht liegt unser Umweltminister gar nicht so verkehrt, wenn er einen “Stresstest” für europäische AKWs fordert. Bei einem solchen sollten aber auch gleich Kriminalisten und Staatsanwälte mitwirken, denn vorstellen kann ich mir nicht wirklich, dass es bei uns anders läuft, als in Japan…

2 Kommentare »

  1. kritikus.at » Merkwürdig verhaltene Notmaßnahmen - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] die Sache mit den fehlenden Kabeln für die Notgeneratoren im AKW Fukushima habe ich ja schon geschrieben. Wenn das auf Wikipedia [...]

    17. Mrz. 2011 | #

  2. kritikus.at » Hausgemacht? - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] Vorgangsweise der Retter sucht man vergebens. Nicht zuletzt das veranlasste mich, bereits zweimal (hier und hier) über Auffälligkeiten in der Zeit danach zu schreiben. Nun aber sehe ich beim [...]

    19. Mrz. 2011 | #

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