Erdbeben, Tsunami, Supergau und das alles auf einmal. Was die Japaner derzeit durchmachen, können wir uns wahrscheinlich gar nicht vorstellen. Man möge mir verzeihen, aber irgendwie scheint da trotzdem etwas unrund zu laufen…
Über die Sache mit den fehlenden Kabeln für die Notgeneratoren im AKW Fukushima habe ich ja schon geschrieben. Wenn das auf Wikipedia stimmt (der Artikel ist jedenfalls jetzt noch so online), dann schaut es auf den ersten Blick aus, als hätten sich da einige extrem dämlich angestellt. Dann könnte nämlich das Atomproblem wahrscheinlich schon längst erledigt sein. Genauso merkwürdig ist, dass es nun schon eine Woche lang offenbar nicht möglich ist, die Meiler zu fluten, obwohl der Pazifik nur einen Steinwurf entfernt ist. Jeder zweitklassige Bauer hätte in der Zeit mit gebrauchten Traktoren + Rainstar wohl ein solches Gebäude vollpumpen können.
Da fragt man sich natürlich, warum die Maßnahmen gegen den Supergau in Fukushima so penetrant den Eindruck hinterlassen, extrem verhalten abzulaufen. Könnte es nicht sein, dass die TEPCO-Chefs in erster Linie die Rettung des Kraftwerks (für den späteren Weiterbetrieb) im Auge hatten und das dadurch erhöhte Risiko des Supergaus inklusive Verstrahlung Tokios bewusst in Kauf nahmen, um Ehre und vor allem Profit zu retten? Ich hoffe, dass ich da komplett falsch liege, denn ansonsten müsste ich den ehrenwerten Herren wohl ein herzerfrischendes Harakiri wünschen…
[...] der Retter sucht man vergebens. Nicht zuletzt das veranlasste mich, bereits zweimal (hier und hier) über Auffälligkeiten in der Zeit danach zu schreiben. Nun aber sehe ich beim [...]
19. Mrz. 2011 | #