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21. Mrz. 2011

Ernst Strasser wurde wegen der Lobbying-Affaire zurückgetreten, das Problem ist also erledigt. Oder doch nicht?

Ernst Strasser dürfte politisch erledigt sein. Von der ÖVP wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen, wird wohl dort kein Hund mehr ein Stück Brot von ihm annehmen. Wenn man sich das Video und die Aussagen so ansieht, dann ist einem das auf alle Fälle verständlich und man muss sich echt wundern, warum der Mann noch nicht in Haft ist. Ein Übergehen zur Tagesordnung wäre wohl das Verkehrteste, was man jetzt machen könnte. Es handelt sich nämlich nicht nur um ein Vergehen von drei EU-Abgeordneten, sondern höchstwahrscheinlich um wesentlich mehr.

Die drei MEPs sind den britischen Journalisten auf den Leim gegangen, das ist schon richtig. Die Reporter behaupten aber, sie hätten bei 60 EU-Abgeordneten angefragt. Wenn 3 angebissen haben, wären das dann einmal 5 Prozent. Trotzdem wird man aber mit der Aussage, 5 Prozent der EU-Abgeordneten seien korrupt, wahrscheinlich vollkommen falsch liegen.

Ich könnte mir vorstellen, dass die 57 EU-Abgeordneten, die abgelehnt haben, lediglich vorsichtiger bzw schlauer sind und – wie sie es wohl als Kinder gelernt haben – von “Fremden” zunächst einmal nichts annehmen. Und bedenken sollte man auch, dass die Anfragen der getarnten Journalisten sicherlich auch für den größten Naivling augenblicklich als Bestechungsversuch erkennbar waren (was ja wohl der Sinn der Sache war). Warum hat man dann von den 57 Bestechungsversuchen noch nichts gehört? Für einen sauberen Abgeordneten hätte es ja wohl keinen Grund gegeben, ein versuchtes Verbrechen nicht zu melden… ;)

Die drei erwischten Korrumpel dürften also momentan das kleinste Problem für die EU sein. Dieses wird eher darin liegen, dass man im Parlament redliche Abgeordnete mit der Lupe suchen wird müssen. Und wie wird es erst in der Kommission aussehen, wenn schon ein kleiner MEP eine halbe Mille per anno auf die Kralle bekommt?

2 Kommentare »

  1. kritikus.at » Briefkastenfirma - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] bei der Aufarbeitung des Falles Strasser die ÖVP eine Problemlerzeugungskompetenz an den Tag gelegt hat, die ihresgleichen sucht, war [...]

    24. Mrz. 2011 | #

  2. kritikus.at » Sieg der Klonkrieger - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] wenn das EU-Parlament nicht gar soviel mitzuplauschen hat. Wessen Interessen dort vertreten werden ist ja höchst ungewiss und sicher ist wohl nur, dass es jene der EU-Bürger nicht sein [...]

    29. Mrz. 2011 | #

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