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24. Mrz. 2011

Dass die ÖVP bei der Aufarbeitung des Falles Strasser eine Problemlerzeugungskompetenz an den Tag gelegt hat, die ihresgleichen sucht, war ja schon bekannt. Über das, was jetzt darüber noch ruchbar wird, ist auch einem der fast alles mit Humor nimmt das Weinen näher als das Lachen…

Die ÖVP hat also einen untragbar gewordenen Lobbyisten aus dem EU-Parlament entfernt und durch einen anderen Lobbyisten, der genau dasselbe angeboten hat, weswegen der Zurückgetretene jetzt (zurecht) am Pranger steht, ersetzt. Das alleine hat schon eine Optik, die an Schieflage kaum zu übertreffen ist – sollte man jedenfalls meinen. Nun stellt sich aber heraus, dass die Lobbyingfirma des Ersatzmannes – Hubert Pirker – in Brüssel nur auf der Adresse von Othmar Karas erreichbar war und alle Korrespondenz im privaten Postfach des prominenten EU-Abgeordneten (designierter Leiter der ÖVP-Abgeordneten im EU-Parlament und Vizepräsident der EVP/ED-Fraktion) landete.

Nun erklärt man uns – mehr oder weniger schlüssig, dass das nur eine ganz banale Sache gewesen wäre. Dem Neueinsteiger in den Lobbyistenberuf wäre eine eigenes Büro in Brüssel zu teuer gewesen und ohne einen solchen hätte er auch keine brüsseler Telefonnummer bekommen können. Othmar Karas hätte da nur als Freundschaftsdienst ausgeholfen und ansonsten keinerlei Beziehungen zur Fa EU-Triconsult von Pirker…

So einfach sollte man es sich als Saubermann aber nicht machen, denn der gute Neulobbyist hätte ja auch die Adresse irgendeines Büroboten in irgendeiner Nebenstraße der brüsseler Vorstädte angeben und damit die kolportieren Zwecke erreichen können. Freilich, für´s Geschäft wäre das nicht so gut gewesen. Die Adresse eines als Saubermann geltenden EU-Abgeordneten macht da viel mehr her und signalisiert natürlich potentiellen Kunden auch, dass man das, was man in der Homepage (die natürlich umgehend gelöscht worden ist) versprochen hat, auch halten kann.

So gesehen hat Othmar Karas also – wissentlich oder nur aus Naivität – Beihilfe zum Lobbyismus geleistet. Jedenfalls aber hat er mitgeholfen, vor Behörden und potentiellen Kunden etwas zu verschleiern. Nämlich dass die Fa in Brüssel überhaupt kein Büro hatte – als eine Art Briefkastenfirma war… ;-)

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