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24. Apr. 2011

Ein Bekannter fragte mich heute, ob ich “das mit Schönborn” schon gehört hätte. Was denn? Der mischt sich schon wieder in die Politik ein…

Gehört hatte ich da ja was, aber der Oberfromme labert ja oft linken Unsinn. Das ist man gewöhnt und beachtet es nicht so sehr. Aufgrund des Hinweises habe ich mich aber dann doch umgesehen und einen Artikel im Kathweb gefunden. Der Oberhirte tritt für ein höheres Pensionsalter ein und “verlangte von der Bundesregierung” entsprechende Maßnahmen.

“Verlangte von der Bundesregierung”!?! Ja, ist denn der Gute noch ganz dicht in der Birne? Der Kerl soll sich um seine Sachen kümmern (zB, ob es nochtwendig ist, einen Verstorbenen über eine Woche wie einen Hund herumliegen zu lassen, nur weil der Pfarrer wegen der Karwoche “keine Zeit” für die Beerdigung hat…) und die Politik Politik sein lassen. Die ist ja auch ohne Schönborn schon grauslich genug… ;)

Seine Merkwürden möge sich also weiter um das Seelenheil derer, die es wünschen, kümmern, sich der Kirchenprivilegien erfreuen und ansonsten gefälligst den Rand halten…

20. Apr. 2011

Die Androulla hat wieder zugeschlagen. Diesmal hat sie mit ihrer Truppe scharfsinnig Leseschwächen geortet…

5 Ziele hatte sich die EU in den letzten 10 Jahren großspurig gesetzt. 4 davon sind in die Binsen gegangen, wie die EU-Bildungskommissarin, Androulla Vassiliou, gerade verlauten ließ. Selbstverständlich ist da wieder etwas dabei, wo wir Ösiländer ganz besonders schlecht abschneiden. Diesmal ist es die Leseschwäche. Angeblich können in Österreich 27,5 Prozent der 15-jährigen noch immer nicht gut lesen.

Gut, vorstellen kann ich mir das natürlich schon. Überhaupt dann, wenn man sich die SMS-Texte der Kids veranschaulicht. Aber das macht nichts, denn in anderen Bereichen liegt Österreich nach dem Vassiliou-Bildungsbericht ja gut. Da ist etwa die Schulabbrecherquote mit nur 8,7 Prozent (der EU-Durchschnitt liegt angeblich bei 14,4%) und beim Maturaabschluss haben wir mit 86 Prozent das EU-Ziel (85%) erreicht, wogegen der Rest der Union noch durchschnittlich bei 78,6% herumgrundelt.

Doch halt, irgendwie merkwürdig kommen mir die Zahlen aber schon vor. 27,5% Leseschwäche bei 8,7% Schulabbrecher heißt dann ja, dass 18,8 Prozent der regulären Schulabgänger nicht lesen können. Wie die wohl ihren Abschluss gemacht haben werden? Noch lustiger scheint es bei den Maturanten zu sein. 86% Maturanten bei 27,5% Leseschwäche sagt dann wohl, dass sogar sogar 13,5% ein Maturazeugnis ausgestellt bekommen haben, ohne richtig lesen zu können. Leute, wenn das kein Amtsmissbrauch ist, was dann? :)
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PS: Aber jetzt wird eh alles gut. Die ÖVP ist ja jetzt auch der Gesamtschulideologie anheimgefallen und die Maturaquote wird sohin eh bald 100 Prozent betragen. Und dann kann sich die Vassiliou brausen, denn kein Schwein wird es mehr interessieren, ob die Maturanten auch lesen können. Und der Bätscheler wird dann sowieso zum Menschenrecht erhoben… :)

14. Apr. 2011

Jedenfalls hat sich HC Strache beim scheidenden Josef Pröll nach dessen Abgang artig bedankt. Schließlich weiß er ja, was sich gehört, denn einige Prozentpunkte an linksfrustrierten, ehemaligen Tiefschwarzen hatte ihm der schon zugetrieben…

Wer nun aber glaubt, dass angesichts der desaströsen Zahlen die ÖVP sich wieder auf ihre Kernschichten konzentrieren würde, der irrt gewaltig. 23 Prozent sind noch nicht genug, wir können locker auch 10 erreichen, dürfte die Devise sein, denn wie man hört soll Michael Spindelegger der neue ÖVP-Chef werden. Und dass sich damit in der offensichtlichen Strategie der Partei, zumindest die SPÖ (wenn nicht gar die Grünen ;) ) links zu überholen, nichts ändern wird, wird wohl dann auch dem letzten Urschwarzen aufdämmern.

Der HC wird sich derweil den Buckel volllachen und ein Krügerl genehmigen. Er kann sich´s leisten, den arbeiten tun eh andere für ihn. Aber später wird er sich sicherlich auch bei Herrn Spindelegger artig bedanken – wie es sich eben gehört… :)

11. Apr. 2011

Standby kostet Unsummen an Strom und manche Schlauberger wollen uns sogar einreden, alleine der Standby-Betrieb verbrauche den Strom von 2 Atomkraftwerken. Die wahren Stromfresser haben die Ökofritzen gefließentlich verschlafen – oder?

Die grüne Welle wird nicht müde, in die Welt hinauszutönen, welche Unsummen an Stromkosten durch die Standbyfunktionen von Geräten – gerne zitiert wird dabei der Fernseher – doch verbraucht werden. Nun habe ich etwas herumgesucht und einen Test auf computerbild.de gefunden. Hier einige Geräte wahllos ausgesucht:

Philips 32PFL7404H
In Betrieb: 128,1 Watt
Standby: 0,2 Watt
Ausgeschaltet: 0,2 Watt

Samsung UE32C6710
In Betrieb: 69,3 Watt
Standby: 0,04 Watt
Ausgeschaltet: 0,04 Watt

Grundig Vision 7/32-7952T
In Betrieb: 124,7 Watt
Standby: 1,27 Watt
Ausgeschaltet: 1,27 Watt

In Betrieb: 128,1 Watt
Standby: 0,2 Watt
Ausgeschaltet: 0,2 Watt

Durchschnittswerte für einen 32-Zoll-Fernseher basierend auf den Labormessungen von AUDIO VIDEO FOTO BILD seit Mitte 2007:
In Betrieb: 117,9 Watt; Standby: 0,7 Watt; ausgeschaltet: 0,4 Watt

Hitachi L42VP01C
In Betrieb: 193,4 Watt
Standby: 0,9 Watt
Ausgeschaltet: 0 Watt

Durchschnittswerte für einen 40- bis 42-Zoll-Fernseher basierend auf den Labormessungen von AUDIO VIDEO FOTO BILD seit Mitte 2007:
In Betrieb: 194,6 Watt; Standby: 0,7 Watt; ausgeschaltet: 0,5 Watt

[Alle Zitate Computerbild.de]

Man beachte die angeführten Durchschnittswerte für den Standby-Verbrauch – 0,7 Watt. Und dann beachte man auch noch den Wert bei ausgeschaltetem Gerät – 0,4 (32 Zoll) bis 0,5 (42 Zoll). Man erspart sich beim Ausschalten der Standby-Funktion also original 0,3 Watt pro Stunde – oder 7,2 Watt pro Tag – oder 2628 Watt (=2,628 KW) pro Jahr. In Euro ausgedrückt bedeutet das eine Einsparung an Stromkosten von 49,14 Cent im Jahr (zugrunde liegt der aktuelle Strompreis der BEWAG). Na, wenn das nicht dazu angetan ist, den Leuten ununterbrochen antiatomkraftgrün am Oasch zu gehen, was dann? :)

Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Typenschilder der Fernseher im eigenen Haushalt angesehen. Und siehe da, das alte 70cm-Röhrengerät hat einen Anschlusswert von 100 Watt und der neue 32-Zoll Fernseher von 170 Watt. Bei etwa gleicher Bildschirmgröße verbraucht der neue Fernseher also ca 2/3 mehr Strom. Wieviel dann ein cooler 50-Zöller (einen 32er kauft ja sowieso kaum noch wer – der macht ja nichts mehr her ;) ) verbraucht, will ich mir gar nicht vorstellen.

Wenn man bedenkt, dass der Umstieg von Röhrengeräte auf die Flats erst in den letzten Jahren erfolgte, dann kommt einem auf den ersten Blick merkwürdig vor, dass das die Grünlinge nicht thematisiert haben. Beim Standby sind sie so pingelig und diese gewaltige Steigerung des Stromverbrauchs haben sie in der Pendeluhr verschlafen? Nein, natürlich nicht. Die Ökofritzen haben sicher ganz genau mitbekommen, was abläuft. Sie haben sich die Sache nur nicht thematisieren getraut, weil es ja keinen schlanken Fuß macht, dem Wahlvolk etwas Liebgewonnenes schlechtzureden. Überhaupt dann, wenn zu befürchten ist, gegen eine große Mehrheit anreden zu müssen (bei Minderheiten wie zB den Rauchern geht das ja wesentlich leichter… ;) ). Verstehen kann man es natürlich, wenn die Grünlinge da die Hosen gestrichen voll haben und lieber auf das Plazebo Standby zurückgreifen. Aber ist das nicht Populismus in reinster Form? Da könnte ja selbst ein HC Strache noch was lernen… :)

10. Apr. 2011

Die Regierung in Island ist enttäuscht und wundert sich. Das müsste sie aber nicht, denn oft gehen Dinge so aus, wie sie ausgehen müssen…

Schon vor einem Jahr hatte man die Isländer über die Rückzahlung der knapp 4 Milliarden Euro im Zusammenhang mit der Finanzkrise abstimmen lassen. Das ist damals mit 93 Prozent Ablehnung mächtig in die Hose gegangen. Nun probierte man es ein zweites Mal und scheiterte wieder (57 Prozent lehnen es ab, die Schulden zurückzuzahlen).

Was hat sich die Regierung (ich weiß schon, für das jetzige Dilemma ist eigentlich der Präsident – Herr Olafur Grimsson – verantwortlich) wohl bei dieser Abstimmung gedacht? Wie naiv/weltfremd/dumm etc muss man sein, um bei so einer Abstimmung nicht von vorneherein mit einer Ablehnung zu rechnen?

Man darf jetzt gespannt sein, wie´s weiter geht. Wahrscheinlich werden die Gläubiger (Großbritannien, Niederlande) bei der EU klagen. Apropos EU, auf die könnte in dem Zusammenhang auch allerhand zukommen. Nach Irland und Griechenland wurde schon kräftig was überwiesen, bei Portugal geht es scheinbar nur mehr um die Höhe der Finanzhilfe und Spanien und Italien betonen auch schon immer öfter, dass sie keine Finanzhilfe brauchen, was ein sicheres Zeichen für das Gegenteil ist (Irland, Griechenland und Portugal haben das ja auch bis zum Schluss behauptet… ;) ). Man muss also befürchten, dass der Rettungsschirm der EU in Bälde vollkommen ausgelutscht sein wird. Und was, wenn alle Nehmerländer dann mit einer Volksabstimmung über die Rückzahlung der EU-Gelder daherkommen?

Aber keine Angst, liebe diktatorisch-lobbyistischen EU-Bonzen. Die deutschen und die ösiländischen Deppen sind verlässliche, willfährige Zahler. Und wenn es sein muss, bis in alle Ewigkeit… :)

9. Apr. 2011

Die Japaner haben bei der Fukushima-Katastrophe einiges verschissen, die Deutschen werden dafür von der Anti-Atom-Sekte beschissen…

Eine Umfrage hat eben ergeben, dass 64 Prozent der Deutschen dafür sind, alle 17 Kernkraftwerke des Landes bis 2020 abzuschalten. Dass die Deutschen so denken, wundert mich gewiss nicht. Dort ist ja die Hysterie noch grenzenloser als bei uns im Ösiland und man hätte wohl eher mehr als 64% erwarten dürfen.

Bemerkenswerter ist da schon, dass zwei Drittel der Befragten, wenn es für den Kernkraftausstieg notwendig ist, sogar Hochspannungsleitungen in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnhäuser dulden würden. Da muss die Meinungsmafia aber gute Arbeit geleistet haben, um die Deutschen dorthin zu bringen. Hoffentlich verlassen sich die Energieversorger nicht zu sehr auf dieses Ergebnis. Sie würden dann nämlich unter Garantie eine teure Überraschung erleben…

Wie die Deutschen an der Nase herumgeführt werden, sieht man aber daran, dass knapp die Hälfte nichts dagegen hätte, für den Atomausstieg um 40 Euro pro Jahr mehr für den Strom zu bezahlen (na bumm, 40 Euro gar – die lassen sich aber nicht lumpen… :) ). Sind die mächtig gehirngewaschen Deutschen zur Hälfte wirklich schon so dämlich, dass sie glauben, die Umstellung auf Ökostrom würde nur 40 Öken (pro Haushalt und Jahr) kosten?

Der Großhandelspreis für Strom steht so um die 6 Cent pro KWh und der Einspeisetarif für Fotovoltaikstrom beträgt in Deutschland gut 40 Cent. Und selbst wenn dieser (wie für heuer befürchtet wird) auf 22 Cent runter geht, ist Solarstrom immer noch dreimal so teuer wie der normale Strom. Auch Windstrom ist wesentlich teurer und für den CO2-Ausstoß der zusätzlichen Kohlekraftwerke wird an die Klimaprinzen kräftig was abzudrücken sein. 40 Euro sind also ein schlechter Witz und die Deutschen können wohl froh sein, wenn sie im Falle des Falles mit den doppelten Stromkosten davonkommen. Aber vielleicht geht ihnen ja irgendwann eh ein Licht aufgehen… :)

6. Apr. 2011

In unserer technikverliebten Zeit ja sind teure, ressourcenfressende und umweltbelastende Neuheiten, die eigentlich keiner braucht, äußest hipp…

Alle großen Autohersteller arbeiten daran, das Fahren zu vollautomatisieren. Einparkhilfen sind schon ziemlich verbreitet, Notbremsassistenten und Abstandsregeltempomaten auch schon serienreif. Nur auf Geradeausfahrtassistenten und automatische Schilderleser müssen wir noch ein wenig warten.

Alle diese Systeme haben neben der Tatsache, dass sie sich in puncto Notwendigkeit locker mit einem Kropf messen können, noch eines gemeinsam. Nämlich, dass sie allesamt auf Radar-, Laser- oder Ultraschalltechnik basieren und somit im Betrieb Elektrosmog emittieren. Nun mag das bei wenigen Autos mit dieser Technik wohl sicherlich kein Problem sein, aber wie lange wird es dauern, bis diese Goodies auch im letzten Dacia eingebaut sein werden? Am wiener Gürtel wird man dann als Fußgänger vielleicht nicht gleich gegrillt, aber doch von allen Seiten massivst mit Kleincyberwaffen (Radar, Laser, Ultraschall etc) beschossen werden.

Wundern tut mich da nur, dass die missionarischen Gesundheitsapostel in Sachen Elektrosmog so brav Ruhe geben. In Zeiten von explosionsartig ausufernder Bestrahlung (Smartphone- und WLAN-Wahn und jetzt auch noch der Verkehr) müssten sie doch gehörig aufschreien. Aber das wird wohl nur daran liegen, dass diese Experten längst erkannt haben, dass alle Krankheiten sowieso mit Rauchen, Feinstaub, Fastfood und – jetzt ganz aktuell – Fukushima-Strahlung begründet werden können… ;)

4. Apr. 2011

Tragisch, was in Japan rund um das Atomkraftwerk Fukushima passiert. Noch tragischer sind aber die “Lehren“, die man in Europa daraus zieht…

Die Japaner haben´s verschissen, das muss man schön langsam klar erkennen. Da wird ein Kernkraftwerk nacheinander von zwei apokalyptischen Naturkatastrophen (9er Erdbeben + 23-Meter-Tsunami) getroffen und (was eh an ein Wunder grenzt) übersteht das halbwegs. Welcher Teufel dann aber die Japaner geritten hat, wird wohl ein Geheimnis bleiben (dass es die Profitgiert war, wird ja gewiss niemand zugeben… ;) ), jedenfalls aber ist zwei Tage lang annähernd überhaupt nichts geschehen und dann hat man eine Woche gebraucht, um eine Notstromversorgung für die Kühlung aufzubauen. Und derweil glühten die Reaktoren, vor den Augen der ganzen Welt immer heißer werdend, vor sich hin…

Für die Handlungsweisen (oder besser Nichthandlungsweisen) der Japaner gibt es aber wenigstens mögliche Gründe – Profitgier, Schock, falscher Stolz etc – die halbwegs nachvollziehbar sind. Hier in Europa ist das aber ganz anders. Da dreht man panikartig AKWs ab und schwadroniert von einem abrupten Totalausstieg aus der Kernkraft. Man riskiert also in grenzenloser Selbstverwirklichung die Stromversorgung von Europa (bei den immer mehr zusammenhängenden Netzen wird sich ein ordentlicher Blackout ganz sicher nach dem Schneeballsystem weiterverbreiten) weil man in Japan aus Profitgier fatale Fehler gemacht hat. Genausogut könnte man eine Ausganssperre verhängen, weil in Libyen Bürgerkrieg herrscht…

Die Japaner haben also bei der Bewältigung der Katastrophe gewiss viele Fehler gemacht, die größeren Deppen sind aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Europa zuhause… :)
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PS: Natürlich könnte man jetzt einwenden, die europäischen Politiker würden bei den Fukushima-Kopfständen nur den, von linkslastigen Medien erzeugten, Willen des Volkes respektieren. Das kann aber auch nicht stimmen, denn der wird ja in Europa schon lange nicht mehr beachtet. Man könnte ja fast meinen, ein unumstößliches Naturgesetzt würde es verbieten, bei politischen Entscheidungen den Willen der Bürger mitzuberücksichtigen… ;)

2. Apr. 2011

Nach langem, schweren Leiden hat man sich in der Koalition in Sachen Radhelmpflicht auf einen sinnleeren Unsinn Kompromiss geeinigt…

Über eine Helmpflicht für Radfahrer lässt sich, wie überhaupt über jede per Gesetz verordnete Pflicht, die nur den Verpflichteten (und sonst niemanden) gegen seinen Willen schützen soll, lässt sich naturgemäß trefflich streiten. Das geschieht auch schon seit langem und man hat von Angang an befürchten müssen, dass sich die missionarischen Gesundheitsapostel im Verein mit expertiösen Besserwissern und der Lobbyistenbande (Helmhersteller, Sportartikelhandel etc) früher oder später durchsetzen werden. Und spätestens nachdem unsere Verkehrministerin mit dem Herumwerfen äußerst merkwürdiger Zahlen begonnen hatte, durfte man natürlich auch einen kräftigen grokonellen Griff ins Braune erwarten.

Aber mit dem, was unsere Regierung nun gesetzmäßig auskotzen wird, konnte auch der abgebrühteste Ösiländer nicht rechnen. Mit der kommenden gesetzlichen Radhelmpflicht hat sich unsere Regierung nun tatsächlich selber übertroffen. Es wird nämlich gesetzlich vorgeschrieben, dass Kinder bis 12 Jahre einen Radhelm tragen müssen. Es wird aber keinerlei Sanktionen (Strafen) geben und sogar in privatrechtlichen Verfahren (zB in Versicherungsfällen infolge Verletzungen) darf das Nichttragen des Fahrradhelms auch bei Kindern bis 12 nicht berücksichtigt werden.

Es stellt sich nun die Frage, wofür dann überhaupt ein Gesetz gemacht wird. Wenn es eh niemand einhalten muss, ist es doch sonst nichts als eine Empfehlung. Und eine solche hätte die Frau Minister, wenn sie schon von der unsinnigen Radhelmpflicht überzeugt ist, bei jeder Gelegenheit abgeben können. Das wäre wesentlich billiger gekommen und hätte für weit weniger Verwirrung gesorgt. Aber nein, man darf als Regierung ja kein Fettnäpfchen auslassen – koste es dem Steuerzahler was es wolle. Und außerdem fühlt man sich wohl auch moralisch verpflichtet, der darniederliegenden FPÖ etwas unter die Arme zu greifen. Irgendwer muss den Blauen die Wähler ja mit Gewalt zutreiben… ;-)