Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

25. Mai. 2011

Ich kann essen, was ich will, und nehme trotzdem nichts ab“, ist etwas, das man immer häufiger hört. Grund ist, dass die Leute immer dicker werden…

Das weiß man und auch die Ursache (mehr essen, als man verbraucht) kennt man. Trotzdem treiben die Ernährungsexperten ob solcher Nachrichten fröhlich ihr lukratives Unwesen noch verstärkt. Und gerade die sollten gaaanz still sein, weil sie selber Teil des Problems sind. Diese “Experten” haben die gesunde Ernährung schon gepredigt, als die Fettleibigkeit noch bei weitem kein Problem war. Nur Gesundes essen, haben sie gesagt. Nicht gesagt haben sie allerdings, dass man von Gesundem, vollkommen ohne schlechtes Gewissen in Massen genossen, auch dick werden kann.

In Salzburg sind sie da jetzt auch gerade draufgekommen. Obwohl die Salzburger immer gesünder essen, wachsen sie immer mehr in die Breite. Dass da zuviel gegessen wird, lässt der Sportwissenschafter Michael Mayrhofer nicht gelten. Ganz im Gegentum, er entnimmt dem Ernährungsbericht, dass die Österreicher sogar immer weniger und sogar gesünder essen. Hmmm – weniger und gesünder essen und trotzdem dick werden? Da wären Herr und Frau Österreicher aber ein Wunderwerk der Natur. Jeder Bauer würde sich freuen, wenn er solches Mastvieh im Stall hätte – einfach Futter reduzieren und die Viecher werden fetter. Ein Sommernachtsbauerntraum, wie er schöner nicht sein könnte… ;)

Freilich wird dem Herrn Mayrhofer eh klar sein, was Sache ist. Die faulen Säcke bewegen sich nur zu wenig. Er wird sich das nur nicht in der Öffentlichkeit zu sagen getrauen (wäre wohl schlecht für´s Geschäft). Der Sportwissenschafter wird auch wissen, dass man durch Bewegungsmangel sowieso früher oder später krank wird – und zwar egal, ob man übergewichtig ist oder nicht. Aber das ist eine andere Geschichte. Jetzt heilen wir erst einmal gewinnträchtig die Dicken, und dann werden wir schon weiter sehen… :)

17. Mai. 2011

Unsere Politiker sind zu blöd und zu feig...”, sagte Spitzenbanker Andreas Treichl – und dann war der Teufel los… ;)

Die SPÖ fühlt sich angesprochen (Ostermayer konterte, indem er “Raffgier” und “Arroganz” unterstellte), die ÖVP ebenso wie die FPÖ nicht, im BZÖ ist man verwundert und die Grünen gehen lieber gleich auf Tauchstation. Merkwürdig erscheint nur, dass sich eigentlich nur die SPÖ von “blöd” und “feig” beleidigt fühlt… :)

Aber wurscht, das eigentlich herzerfrischende zu dem Thema ist eine Überschrift in DiePresse:

Tenor nach Treichl-Kritik: Inhalt richtig, Diktion falsch

Hmmm, da soll sich jemand auskennen. Es ist also richtig, dass unsere Politiker “zu blöd und zu feig” sind. Aber zu sagen, dass das richtig ist, ist falsch. Da schwirrt einem ja der Kopf… ;)

10. Mai. 2011

ist er – hat er zumindest gesagt, der berühmteste Anwesenheitslistenunterschreiber. Und auch die gewerbsmäßigen Schönfärber sind nicht müde geworden, die Öffnung des Arbeitsmarktes für die neuen EU-Länder am 1. Mai 2011 zu verniedlichen…

Freilich hat der gelernte Österreicher diesen Unsinn der autochtophoben Meinungsmafia eh nicht geglaubt, aber zu machen war dennoch nichts. Jetzt ist der Schaden unwiederbringlich angerichtet und schon (nicht einmal 2 Wochen nach dem Termin) hört man – ganz vorsichtig zwar noch – ganz andere Töne.

Das WiFo rechnet für heuer noch mit 11.500 bis 16.500 zuwandernden Arbeitskräften. Das liegt zwar noch in dem von Minister Hundstorfer geschätzten Rahmen, aber dieser hatte ja zu erwähnen vergessen, ob er mit seinen Zahlen (15.000-25.000) nur das Jahr 2011 oder die Gesamtheit der aus diesem Titel erwarteten Zuwanderung meint. Ich würde darauf tippen, dass er zweiteres durchblicken ließ, weil ich ihm zweckdienliche Schönfärberei genauso zutraue, wie auftragsgemäße dem WiFO… ;)

So wird halt im Ösiland Politik zur Verschaukelung der Bürger gemacht, das ist man gewohnt und über die dabei meistens zutage tretende Durchschaubarkeit der Winkelzüge kann man sogar schmunzeln. Das Lachen vergeht einem aber gehörig, wenn man in dem Kurier-Artikel weiter liest. Dort wird eine Online-Umfrage zitiert, die ein Personaldienstleister unter 6.629 Jobsuchenden in den neuen EU-Ländern gemacht hat. Durchschnittlich gaben rund 80% (!!!) der Befragten an, “bald” beruflich in Österreich tätig sein zu wollen…


Ihre Vorteile am Arbeitsmarkt in den Empfängerstaaten sehen die Befragten in ihrer Qualifikation, die ihrer Meinung nach in diesen Märkten fehlen würde. Außerdem glauben sie, ihren potenziellen Arbeitgebern Kostenvorteile bringen zu können.
[Zitat: Kurier]

Das heißt dann wohl, dass unter den Arbeitswilligen auch ein Haufen gut Qualifizierter ist und dass diese bereit sind, ihre Leistung auch billiger herzugeben (anders wird man “Arbeitgebern Kostenvorteile bringen” wohl kaum interpretieren können). Es werden sich also künftig auch die gut ausgebildeten Eingeborenen warm anziehen müssen. Einen Job werden sie künftig wohl schon noch ergattern, aber auf das Gehaltskonto wird bald unter Garantie weniger rüberwachsen – was ja wohl auch das Ziel der Übung gewesen sein wird…

7. Mai. 2011

Ein Friedensnobelpreisträger und Messias ist eben als Schönsprechkopie seines Vorgängers geoutet worden und postwendend wird mit denunzierenden Artikeln über Verschwörungstheoretiker zurückgeschossen…

Eine Studie haben sie wieder einmal gemacht. Diesmal in der der School of Psychology an der Universität von Kent. 250 Studenten wurden untersucht und herausgekommen ist (wie überraschend aber auch… ;) ), dass jene, die Verschwörungstheorien glauben, einerseits rücksichtslos und unmoralisch sind und andererseits eine hohe Bereitschaft zeigen, solche Verschwörungen selber zu machen (also rücksichtslos und unmoralisch sind… ;) ).

Verschwörungstheoretiker ist natürlich jeder, der Regierungen, Konzernen oder sonstigen Geschäftmachern und Halsabschneidern nicht jeden Schas bedingungslos glaubt, sondern sich eigene Gedanken macht. Ein Unterschied zwischen “Elvis-lebt-Narren” und Zweiflern an den Geschichten, die George Obama gerade erzählt vom Teleprompter abliest, wird in den Artikeln über die Studie selbstverständlich nicht einmal angedacht. Das wäre ja auch gewiss nicht wissenschaftlich und würde außerdem dem Zweck der Studie diametral gegenüberstehen…

Und dabei hätte es einer Studie überhaupt nicht bedurft. Das, was die Autoren nämlich teuer herausgefunden haben, war unseren Altvorderen schon längst bekannt. “Wie der Schelm denkt, so ist er“, lautet die allgemein bekannte Schlussfolgerung langjähriger empirischer Forschung:)
.
.
.
.
.
.
PS: Aber wenn die Leute der Deppendoktorlobby schon eine Studie, die den Namen Studie auch verdient, zu dem Thema machen will, dann sollte diese jedenfalls auch die Intelligenz der Verschwörungstheoretiker jener der Rechtgläubigen gegenüberstellen. Das wäre nämlich etwas, das wirklich interessant wäre… :)
.
PPS: Dass ausgerechnet DerStandard die “Studie” als erster in Österreich unter die Leute bringt, ist auch nicht so verwunderlich. Ist doch der BigBoss dort scheinbar ständiges Mitglied der Bilderberger und die mögen eben Andersgläubige nicht so… :) :)

3. Mai. 2011

Abullah Gül, Staatspräsident der Türkei, ist gegenwärtig in Österreich zu Gast. Und er steht seinem Botschafter um nichts nach – im Gegenteil…

Es ist schon klar, dass die Türkei um den EU-Beitritt ringt – um nicht zu sagen “sich windet“. Dass es nicht leicht ist, ein Land, dass sich immer fundamentaler einer einzigen Religion zuwendet, in eine auf Freiheit (zumindest sagt man uns das dauernd… ;) ) basierende Union zu bringen, ist wohl auch klar. Deshalb ist man ja auch bereit, so manchen Ausrutscher zu verzeihen, wenngleich Botschafter Tezcan schon klar zu weit gegangen ist. Il Presidente kann es aber noch besser und droht im Hinblick darauf, dass ein Haufen österreichisches Geld in der Türkei investiert ist, unverhohlen:

Den Profit, den österreichische Firmen heute in seinem Heimatland erzielen, können sie für die Zukunft vergessen, wenn sie nicht weiter mit der Türkei zusammenarbeiten.
[Zitat DiePresse]

Diesen Satz musste ich zweimal lesen, um glauben zu können, was da steht. Der Mann stellt sich in aller Öffentlichkeit hin und versucht, einen ganzen Staat zu erpressen. Dass er, indem er das öffentlich macht, seine ganze Verachtung für jeden einzelnen Österreicher zur Schau stellt, wird ihm wahrscheinlich nicht einmal aufgefallen sein.

Und wie wird Brüssel reagieren? So ein offensichtlicher Erpressungsversuch kann doch unmöglich mit den Grundsätzen der EU im Einklang stehen und schließlich verhandelt man ja mit der Türkei gerade um einen eventuellen Beitritt. Natürlich werden die Eurokraten überhaupt nichts dazu sagen – so wie sie das immer tun, wenn etwas gesagt gehörte… ;)

2. Mai. 2011

Der Messias und Friedensnobelpreisträger hat endlich den Erfolg, den er so dringend braucht: Osama bin Laden ist tot

Der Jubel in Amerika ist groß und der Präsident himself schwingt große Reden. Dass Obama jetzt genau das vollendet hat, was der von den vereinigten Guten so geschmähte George Bush begonnen hat, interessiert natürlich niemanden mehr. Es ist ja sowieso schon lange bekannt, dass er dessen Weg vollinhaltlich weitergeht. Bemerkenswert ist aber, dass die Amerikaner momentan nichts auslassen, um die Sache in einem merkwürdigen Licht erscheinen zu lassen. Da wäre zB:

- Bin Laden starb angeblich durch einen Kopfschuss während eines Kampfes, der sich beim Versuch, ihn festzunehmen, ergeben hat. Ein Profi schießt im Kampf aber nie auf den Kopf, sondern immer mehrmals in die Brust. Ein Sniper zielt dafür immer auf den Kopf.

- Kein Foto der Leiche wurde bisher veröffentlicht

- DNA-Untersuchungen werden in aller Eile selber gemacht – keine unbefangenen Gerichtsmediziner haben Zugang zu der Leiche

- Die Leiche wird in windeseile an die Haie verfüttert und damit jegliche weitere Untersuchung von Haus aus verunmöglicht

Wollte man nun annehmen, der Führung der USA läge etwas daran, dass irgendjemand die Geschichte glaubt, dann müsste man ihr gesamtes Verhalten in der Sache wohl als abgrundtief dämlich qualifizieren. Ja, mir fällt eigentlich überhaupt nichts mehr ein, was man noch weiter tun könnte, um Misstrauen zu säen…

Ganz anders sähe es allerdings aus, wenn es sich bei der Sache um ein Fake handeln würde. In dem Fall wäre das Verhalten der USA plötzlich schlüssig und gescheit. Dadurch könnten nämlich maximal Zweifel entstehen, aber niemals mehr Beweise für eine Inszenierung gefunden werden. Der dringend benötigte Erfolg wäre Obama dann jedenfalls sicher… ;)

1. Mai. 2011

Am 1 Mai 2011 laufen die Übergangsbestimmungen aus und der Arbeitsmarkt ist für 8 neue EU-Länder offen. Aber es sollen eh nur bis zu 25.000 Arbeitskräfte zuwandern…

Arbeitsminister Hundstorfer rechnet mit 15.000 bis 25.000 Zuwanderern in den Arbeitsmarkt. Das sei kein Problem, denn die Arbeitslosenzahlen würden ja eh zurückgehen und die Beschäftigungzahlen auch gerade steigen. Und außerdem habe man ja ein Gesetz gemacht, das Lohndumping hintanhalten soll.

Ein Prophet muss man natürlich nicht sein, um zu erkennen, dass so ein Gesetz den Arbeitslosen garantiert nicht helfen wird und das (ohnehin stagnierende) Lohnniveau höchstwahrscheinlich auch nicht halten wird können, wenn schon jetzt mehr Arbeitskräfte als Arbeitsplätze im Land sind (Arbeitslosigkeit ist ja vorhanden) und noch weitere zuwandern. Und eine seltsame Logig hat der Minister sowieso, wenn er das sinken der Arbeitslosenzahlen als Rechtfertigung für Zuwanderung nimmt. Das kommt ja so rüber, als würde er bei zurückgehender Arbeitslosigkeit gegensteuern… ;-)

Nun ist sicher jedem klar, dass sich in einer Union nicht jedes Land auf Dauer abschotten kann. Die Übergangsfristen waren auch in Ordnung, wenn man das Lohnniveau in den neuen EU-Ländern bedenkt. Die himmelschreiende Sauerei war aber, dass diese Übergangsfristen so angelegt waren, dass sie an einem fixen Zeitpunkt auslaufen – und zwar ohne auf irgendetwas anderes Rücksicht zu nehmen. Wer sich einmal umgesehen hat, was man in der Slowakei oder Ungarn verdient, der weiß was ich meine. Welche Deppen haben denn das so ausgehandelt? Ist diesen Leuten wirklich nicht bewusst gewesen, was sie tun? Ein Volksschüler hätte wohl erkennen müssen, was für ein Unsinn es ist, diese Übergangsfristen mit einem fixen Ablaufdatum auszuverhandeln. Die einzig gangbare Möglichkeit wäre wohl gewesen, das Ende der Übergangsfristen an das Lohnniveau der einzelnen Länder zu binden…

Aber was soll´s. Laut Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer ist Österreich auf die Öffnung des Arbeitsmarktes eh gut vorbereitet. Hoffentlich ist er selber diesmal besser vorbereitet als damals bei der Unterfertigung der teuersten Anwesenheitsliste der ganzen Welt… :-)