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30. Jul. 2011

Der Küniglberg in Wien muss heilig sein, denn anders ist es nicht zu erklären, was der Führer der dort ansässigen privatplanwirtschaftlich geführten Zwangsgebührenanstalt unwidersprochen aufführen darf…

In Bälde wird ja ein neuer ORF-Chef bestimmt werden. Man sollte also annehmen können, dass Alexander Wrabetz, der ja von den Parteien wieder zum Boss gekührt werden will, vornehme Stille walten lässt. Weit gefehlt. Der Gute dürfte sich so sicher sein, dass er eine Präpotenz an den Tag legt, die wahrscheinlich nicht mehr zu überbieten sein wird. Bei der Präsentation seiner Bewerbung ließ er kürzlich öffentlich die Sau raus. Mehr Werbung und mehr bzw effizientere Zwangsgebühren – kein Wort über die millionenschweren Arbeitslosen (weiße Elefanten) des Unternehmens…

Jeder einzelne Punkt des Wrabetz-Pamphlets ist grauslich, aber die Forderung nach einer Haushaltsabgabe anstatt der bisherigen Gerätebesitzsteuer schlägt alles. Laut Wrabetz (sein oberster Schutzgeldeintreiber bereitet inzwischen ebenfalls das Terrain in diese Richtung auf) soll künftig jeder Haushalt an den ORF die Zwangsgebühren zahlen müssen. Einfach so – und vollkommen egal, ob man ein Empfangsgerät besitzt oder nicht (ob man den ORF tatsächlich konsumiert hat ja auch jetzt schon keinen Einfluss auf die Gebührenpflicht). Für den ORF wäre so eine Regelung natürlich praktisch. Zwar ist es jetzt schon möglich, den ORF abzumelden, aber das ist mit Mühen verbunden (man darf ja keinen Fehler machen, denn sonst wird´s teuer und mit den GIS-Keilern herumschlagen muss man sich dann sowieso auf ewig). Trotzdem melden aber immer mehr ab bzw gar nicht an und auf die Höchstgerichte kann man sich auch nicht mehr so verlassen wie früher (die heben ja auch einleuchtende Gesetze auf und bei so einem Schas wie dem Zwangsgebührengesetz müssten die ja fast von sich aus tätig werden…). Mit dem Wrabetz-Schutzgeld wären also diese Probleme und Risiken auf einem Schlag beseitigt und mehr Geld käme auch herein. Wer nämlich glaubt, dass die Haushaltsgebühr genau so hoch wie die derzeitige Zwangsgebühr kalkuliert werden wird, der ist wohl nur als Träumer zu bezeichnen. Unsinn und Linkspropaganda (hoppla, das eine ist ja im anderen eh enthalten… ;) ) kann man produzieren soviel man will. Das Programm muss ja dann überhaupt niemandem mehr gefallen…

Nun ist es ja nicht so, dass ich den Herrn Wrabetz nicht verstehen würde. Er wäre ja dumm, wenn er den Bürgern nicht lukrativ auf den Schädel scheissen würde, wenn´s so einfach geht. Was ich nicht verstehe sind die Politiker, die ihm das gestatten. Sie nehmen dadurch nämlich gänzlich die Deckung, die verbirgt, was sie tatsächlich von den Bürgern halten bzw wie “wichtig” diese ihnen sind, vollkommen runter. Der Küniglberg muss also wirklich ehrfurchtsgebietend heilig sein, denn solche Offenlegungen scheuen Politiker ansonsten wie der Teibl das Weihwasser… :)
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PS: Der geniale Serj Tankian möge mir verzeihen, dass ich den Titel seines tollen Songs – Holy Mountains – zweckentfremdet habe.

27. Jul. 2011

Wenn jemand mit sehr viel Schulden einen Patzen Geld in die Hand bekommt, wird er selbstverständlich damit seine Schuldenlast mildern. Sollte man zumindest meinen…

Die Schulden der Stadt Wien sind (zeitgeistgemäß) bereits auf ca 3 Milliarden angewachsen und die Tendenz ist weiter steigend. Nun wurde bekannt, dass eben diese Stadt Wien auf einem Patzen Geld sitzt bzw leider saß. Die sog. AVZ-Stiftung war 1,7 Milliarden schwer und beinhaltete den Erlös, der für die Stadt Wien beim Verkauf der Bank Austria abfiel. Das war vor 10 Jahren, nun ist die Stiftung gerade mal 200 Millionen wert, ohne dass die Stadt Wien irgend etwas davon gehabt hätte…

Freilich beeilt sich die Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Renate Brauner, zu betonen, dass sie ja gar keinen Einfluss auf die AVZ-Stiftung hätte. Es würde sich doch um eine Privatstiftung handeln und man hätte damals eine “klare Trennung” zwischen der Stiftung und der Stadt Wien in die Stiftungserklärung implementiert. Und schließlich hätte die Stiftung vereinbarungsgemäß den “Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (Präsident Dr. Michael Häupl – Bürgermeister zu Wien) mit jährlich 7 bis 10 Millionen (seit 2003 insgesamt 54 Millionen) gespeist. Abgesehen davon, dass das in Anbetracht der gigantischen Summe Peanuts sind (ein Sparbuch hätte wohl ein Vielfaches an Erlös gebracht), ist es mir schleierhaft, wieso man in eine Stiftung sein Geld einbringt und dann mit dieser überhaupt nichts zu tun haben will (“klare Trennung“, Betonung, dass es eine Privatstiftung ist, etc). Das sieht ja so aus, als ob das Geld der Wiener einfach verschenkt worden wäre.

So gesehen muss man aber den Finanzgenies um das Häupl/Brauner-Gespann sogar einen Erfolg zugestehen. Ja wirklich, ich meine das ernst. Es muss es denen nämlich erst jemand nachmachen, sein ganzes Geld (1 700 000 000 Euro) zu verschenken und nach 10 Jahren immer noch 200 Mille davon übrig zu haben… :)

3. Jul. 2011

Manchmal fragt man sich schon, wie das mit der Haftfähigkeit so ist…

Dieser Mann ist in Österreich scheinbar haftfähig:


[Foto www.oe24.at]

Arzt bin ich ja keiner, aber ich getraue mir trotzdem zu sagen, dass dieser Mann nicht simuliert…

Nein, ich bin weder ein Freund von Helmut Elsner noch möchte ich beschönigen, was er angerichtet hat (wenngleich er den Kopf vermutlich auch für andere hinhält – oder hinhalten muss…). Mir ist auch bekannt, dass er sich der Justiz gegenüber nicht kooperativ verhalten und die Ex-Ministerin (welche die Richterin bei seinem Prozess war) gekränkt/beleidigt hat. Aber rechtfertigt das, einen offensichtlich schwerkranken Mann im Kerker krepieren zu lassen, zumal man selbst bei Kinderschändern da offenbar einen anderen Maßstab nimmt?

2. Jul. 2011

Just ein paar Tage vor der Traumhochzeit zu Monaco taucht ein jüngstes Gerücht auf. Nichts besonderes bei so einem Anlass, könnte man meinen. Aber es will nicht verstummen

Albert II. von Monaco soll ja ganz früher eher eine graue Maus gewesen, im Laufe der Zeit aber zu einem richtigen Schickimicki-Bertl mutiert sein. Trieblich wohl ähnlich hoch ausgestattet wie der bis vor kurzem noch in Amerika einsitzende Geldfranzose hat Albert II. bereits zwei außereheliche Kinder in die Welt gesetzt und nun soll bereits – wieder nicht von der Braut – im Anrollen sein. Dass diese nun, entsprechend sauer, noch vor der Hochzeit das Weite suchen wollte, leuchtet eigentlich ein. Sie soll aber am Flughafen Nizza mit einem one way ticket in die Heimat aufgegriffen und “überredet” (sogar die erfolgte Abnahme des Reisepasses steht im Raum) worden sein, umzukehren und doch noch zu heiraten.

Die Frage ist nun, wie sich das “Überreden” wirklich abgespielt hat. Ist da wirklich nur geredet oder auch ein bissl genötigt worden? Letzteres ist natürlich kaum vorstellbar, denn dann wäre die Traumhochzeit ja eine Zwangsheirat gewesen… :)