20. Aug. 2011
Die Grünen sind ja im allgemeinen bekannt dafür, dass sie in missionarisch-besserwisserischer Weise anderen Leuten vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben. Bei sich selber anfangen geht da natürlich nicht so gut, zumindest nicht bei der Obfrau…
Bei jeder Gelegenheit betonen die Grünen ja, dass kleine, alltägliche Wege doch wohl nicht mit dem Auto zurückgelegt werden sollen. Zu Fuß gehen, Radfahren oder öffentliche Verkehrsmittel sind die Dinge, zu denen die Menschen umerzogen werden müssen. Der ökologische Fußabdruck muss doch so gering wie möglich bleiben. Und da geht die gute Eva her und gesteht bei den ORF-Sommergesprächen salop, dass sie ihre Kinder (der Himmel möge dem Planeten beistehen) mit dem Auto zum Kindergarten bringt. Ganz so, als ob ihre Partei die Masse der Eltern, die das genauso machen, nicht bei jeder Gelegenheit als Umweltsünder denunzieren würde.
Und dabei hatte die Gute noch Glück, dass dieses (für die Grünen entlarvende) Interview vom Gutfunk (=ORF) durchgeführt worden ist. Ein ordentlicher, unparteiischer Journalist hätte nämlich nachgefragt, welche Art von Auto da gewöhnlich genommen wird. Gerüchte bzgl Glawischnig-Karossen – angefangen vom PS-Monster Cayenne bis hin zum schicken BMW – gibt es ja genug. Aber da konnte sich die grüne Obfrau ja voll und ganz auf die ORF-Journaille verlassen. Die tun den Guten (SPÖ / Grüne) nicht weh, unbequemes Nachfragen ist da kategorsich ausgeschlossen…
Freilich werden sich jetzt wieder einige denken, dass hier wieder die alten Gerüchte über die Porsche/BMW-Fahrerin Glawischnig aufgewärmt werden. Das mag schon stimmen, aber die Guteste könnte diese Gerüchte ganz leicht im Keim ersticken und so für sich selber ausnutzen. Sie bräuchte sich nur einmal hinstellen, und öffentlich sagen, welche Autos sie fährt. Bei der Gelegenheit könnte sie auch erwähnen, womit sie heizt (da gab es ja auch Gerüchte über eine Gasheizung), und warum sie in Kärnten wohnt, wo sie doch in Wien arbeitet. Die Speckgürtelbewohner werden ja von den Grünen auch sehr gerne ob der mutwilligen Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort kritisiert, obwohl diese Entfernungen weit geringer sind…
Es wäre also für die Eva ganz einfach, sich als das zu präsentieren, was sie zu sein vorgibt. Sie bräuchte nur ehrlich sein und ihre Ökologischen Daten bekannt geben. “Tue Gutes und rede darüber“, heißt es doch. Dass das aber auch mächtig in die Hose gehen kann, wenn beispielsweise der eigene Ökologische Fußabdruck weit näher an jenem von Al Gore als an dem des gemeinen (engergieverschwendenden) Durchschnittsbürgers liegt, ist aber auch mir klar…