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28. Aug. 2011

sagte Helga Rabl-Stadler kürzlich in einem Interview. Hmmm, auskennen tut sie sich, die Gute… ;)

Die Salzburger Festspiele sind mir zwar sowas von wurscht, der Sager der Frau Rabl-Stadler verdient aber allemal Beachtung. Handelt es sich doch dabei um die Hauptregel, ohne Beachtung derer der Lobbyismus – also die organisierte Korruption – ja gar nicht funktionieren kann.

Dumm nur, wenn bei der Einhaltung dieser Grundregel liederlich vorgegangen wird. So wie damals, als sich ein reicher Russe mit einer Spende an die Spiele der salzburger Schickeria die Österreichische Staatsbürgerschaft kaufen wollte. Das wäre ja fast voll in die Hose gegangen, aber die intervenierende Lobbyistin hatte Glück – das Verfahren gegen sie ist eingestellt worden. Wirklich großes Glück, denn ein anderer, der nicht einmal gehandelt sondern nur geredet hat, muss wahrscheinlich in den Häf´n einfahren;)

20. Aug. 2011

Die Grünen sind ja im allgemeinen bekannt dafür, dass sie in missionarisch-besserwisserischer Weise anderen Leuten vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben. Bei sich selber anfangen geht da natürlich nicht so gut, zumindest nicht bei der Obfrau…

Bei jeder Gelegenheit betonen die Grünen ja, dass kleine, alltägliche Wege doch wohl nicht mit dem Auto zurückgelegt werden sollen. Zu Fuß gehen, Radfahren oder öffentliche Verkehrsmittel sind die Dinge, zu denen die Menschen umerzogen werden müssen. Der ökologische Fußabdruck muss doch so gering wie möglich bleiben. Und da geht die gute Eva her und gesteht bei den ORF-Sommergesprächen salop, dass sie ihre Kinder (der Himmel möge dem Planeten beistehen) mit dem Auto zum Kindergarten bringt. Ganz so, als ob ihre Partei die Masse der Eltern, die das genauso machen, nicht bei jeder Gelegenheit als Umweltsünder denunzieren würde.

Und dabei hatte die Gute noch Glück, dass dieses (für die Grünen entlarvende) Interview vom Gutfunk (=ORF) durchgeführt worden ist. Ein ordentlicher, unparteiischer Journalist hätte nämlich nachgefragt, welche Art von Auto da gewöhnlich genommen wird. Gerüchte bzgl Glawischnig-Karossen – angefangen vom PS-Monster Cayenne bis hin zum schicken BMW – gibt es ja genug. Aber da konnte sich die grüne Obfrau ja voll und ganz auf die ORF-Journaille verlassen. Die tun den Guten (SPÖ / Grüne) nicht weh, unbequemes Nachfragen ist da kategorsich ausgeschlossen… ;)

Freilich werden sich jetzt wieder einige denken, dass hier wieder die alten Gerüchte über die Porsche/BMW-Fahrerin Glawischnig aufgewärmt werden. Das mag schon stimmen, aber die Guteste könnte diese Gerüchte ganz leicht im Keim ersticken und so für sich selber ausnutzen. Sie bräuchte sich nur einmal hinstellen, und öffentlich sagen, welche Autos sie fährt. Bei der Gelegenheit könnte sie auch erwähnen, womit sie heizt (da gab es ja auch Gerüchte über eine Gasheizung), und warum sie in Kärnten wohnt, wo sie doch in Wien arbeitet. Die Speckgürtelbewohner werden ja von den Grünen auch sehr gerne ob der mutwilligen Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort kritisiert, obwohl diese Entfernungen weit geringer sind… ;)

Es wäre also für die Eva ganz einfach, sich als das zu präsentieren, was sie zu sein vorgibt. Sie bräuchte nur ehrlich sein und ihre Ökologischen Daten bekannt geben. “Tue Gutes und rede darüber“, heißt es doch. Dass das aber auch mächtig in die Hose gehen kann, wenn beispielsweise der eigene Ökologische Fußabdruck weit näher an jenem von Al Gore als an dem des gemeinen (engergieverschwendenden) Durchschnittsbürgers liegt, ist aber auch mir klar… :)

19. Aug. 2011

Die Börsen taumeln von einem schwarzen Freitag in den anderen, die USA sind der Zahlungsunfähigkeit gerade noch entronnen, der Göttliche hat einen Durchhänger, wogegen sich der Puerto-Rico-Graben noch als seichte Pfütze ausnimmt, die Türkei schießt in den Irak, Syrien auf Syrien und der Allianz gehen in Lybien schön langsam die Patronen aus.

Alles wirklich nicht lustig, aber noch schlimmer hat es unsere deutschen Freunde erwischt. Dort ist hat vor kurzem erst ein Eisbär das zeitliche gesegnet und als ob das nicht schon genug Kummer wäre ist jetzt auch noch eine Kuh davongelaufen;-)

14. Aug. 2011

Freilich hatte Standard & Poor’s geglaubt (und das zurecht), nicht mehr anders zu können, um wenigstens noch den Anschein eines Scheines wahren zu können, als sie die USA herabgestuft haben…

Solange die Ratingagenturen im Dienste (in deren Eigentum sie ja stehen) der Magnaten nur die Zinsen für Europa in die Höhe getrieben haben, war das der Administration des Heilands wurscht bis genehm. Aber jetzt, da sie sich in der Gestalt von Standard & Poor´s (Moody’s und Fitch sehen die Sache ja ähnlich, haben sich aber nicht getraut und S&P den Vortritt gelassen ;) ) erdreistet haben, die USA (wahrscheinlich noch viel zu milde) herabzustufen, ist wohl schluss mit lustig. Da kann sogar der Göttliche nicht mehr an sich halten und schickt die Börsenaufsicht los. Standard & Poor´s muss ja zumindest falsch gerechnet haben – es kann ja nicht sein, was nicht sein darf.

Damit, dass die Ratings nicht stimmen, werden sie schon recht haben, die Amis. Allerdings hat das mit dem Rechnen rein gar nichts zu tun. Die Agenturen können sehr gut rechnen. Sogar so gut, dass ihre Prognosen rechnerisch immer exakt den Anweisungen der Magnaten entsprechen. Jeder Dorfdepp, der seine Sachen halbwegs beisammen hat, weiß, dass ein machbares Geschäft IMMER gemacht wird. Und ein Geschäft ist es allemal, die Zinsen für das eigene Geld nach Belieben in die Höhe treiben zu können. Das wissen die Amis sicher besser als ein x-beliebiger Dorfdepp, aber jetzt hat sich die Lage geändert. Standard & Poor´s hat ein Sakrileg begangen und der (mit dem Rücken zur Wand stehende) Göttliche wird ihnen wohl zeigen, wo der Bartl den Most herholt… ;)
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PS: Ja, ja, die US-Börsenaufsicht ist unabhängig. Aber eine Regierungsbehörde ist sie allemal…

12. Aug. 2011

Wenn man nicht wüsste, dass es nicht stimmt, dann könnte man angesichts dessen, was einem Spieler im Casino Bregenz passierte, die Lotterien als Glückspielmafia bezeichnen… ;)

Da löst plötzlich der Austria-Jackpot mit Rotlicht, Feuerwerk und der Anzeige von 43 Millionen aus. Der Spieler kann sein Glück gar nicht fassen und wähnt sich im siebenten Himmel. Dann erklären ihm Casino-Mitarbeiter – natürlich in dunklen Anzügen und frisch geschneuzt und gekampelt, dass er keinen Cent bekommen würde – Softwarefehler. Chikago 1930 kommt einem da wohl eher in den Sinn als ein gepflegtes, ehrliches Casino im Ösiland…

Dass der betreffende Spieler, Behar Merlaku aus der Schweiz, da nicht mit der Doppelläufigen reinen Tisch gemacht, sondern den Rechtsweg beschritten hat, ist ihm hoch anzurechnen. Manche haben ja schon aus weit geringeren Gründen dem “Mr Amok” gehuldigt. Leider wird der Mann wieder kein Glück haben, denn gegen die aalglatten Anwälte des Zockerkonzerns hätte er auch dann keine Chance, wenn der Softwarefehler nicht wahrscheinlich wäre. Aber so war das in Casinos ja schon immer üblich. Wer zuviel gewinnt, wird von den Gorillas unkant hinausgeschmissen. Heute machen diese Arbeit halt smarte Anwälte… ;)

Herr Melaku geht es aber auch total verkehrt an. So kann man gegen die Rechtsverdreher gieriger Konzerne nicht bestehen, geschweige denn, ihnen auch nur einen Cent herauspressen. Ich an seiner Stelle würde sofort das Arbeiten einstellen, einen guten Deppendorktor aufsuchen, mir dauernde Arbeitsunfähigkeit aufgrund massiver Depressionen infolge des traumatischen Erlebnisses befunden lassen und die Casinos auf Schadenersatz (Verdienstentgang) und Schmerzengeld klagen. 43 Mille sind da wohl nicht zu holen, aber für ein geruhsames Auslangen würd´s schon reichen… :)

1. Aug. 2011

Die Arbeiterkammer mokiert sich gerade wieder einmal – gewohnt lau – über zu hohe Strompreise. Den gerade begonnenen Großangriff auf Geldbörsen und Privatsphäre der Stromkunden übersehen die Genossen – wie gewohnt – gefließentlich… ;)

Smart Metering heißt das Zauberwort, welches künftig die Kassen der Stromanbieter klingeln lassen wird. Für diese sind die ferngesteuerten smarten Stromzähler soetwas wie die Rating Agenturen für die Finanzmagnaten. Durch sie können sie die Kunden nach Belieben abcashen, die Möglichkeiten werden schier unerschöpflich sein. ZB kann man mit den Smart Metern den Strompreis an die Tageszeit angepasst unterschiedlich gestalten. Schon alleine das bietet bei kreativer Gestaltung nahezu unbegrenzte Verdienstmöglichkeiten.

Dass Staat und Eurokraten – letztere haben die Sauerei natürlich erfunden – da nichts dagegen haben, ist auch klar. Höherer Preis bedeutet ja auch höhrere Steuereinnahmen. Außerdem kann man mit den intelligenten Stromzählern das Volk auch herrlich ausspionieren, denn aus den Stromverbrauchsdiagrammen der Haushalte lassen sich eine Menge Schlüsse ziehen, was die EU sicher auch nicht stören wird. Man will ja den Datenhunger der Amis stillen und wird nicht lange brauchen, um die Daten umgehend und in Echtzeit über den Atlantik zu schicken…

Ein Feature wird es den Gewaltigen aber ganz besonders angetan haben. Nämlich, dass man mit den Smarten den Leuten den Strom auch aus der Ferne einfach abschalten kann. Sicher ist ja, dass dieser in absehbarer Zeit zu knapp werden wird (die ersatzlose Abschaltung der deutschen AKWs wird das noch beschleunigen) und es zu Abschaltungen kommen wird müssen. Mit den fernsteuerbaren SmartMetern ist der Strom für die Haushalte und Firmen der Kapazunder jedenfalls gesichert. Wenn´s knapp wird, schaltet man halt einfach ein paar arme Teufel ab…

Am schlimmsten bei der Sache ist, dass die neuen Stromzähler die Sicherheit der Stromnetze extremst gefährden, weil die jetzt noch hermetisch abgeschirmten Steuercomputer dann mit den SmartMetern verbunden sein werden. Was das in Zeiten, wo die Anonymous-Leute frank und frei durch die Netzwerke und Systeme spazieren, für die Sicherheit der Stromversorgung bedeutet, muss sicher nicht näher erleutert werden. Wenn so offensichtliche Gefahren für die Infrastruktur von ganz Europa so einfach hingenommen werden, dann kann man sich vorstellen, welche gewaltigen Vorteile sich die Interessensgemeinschaft von Abzockern und Bürgerunterdrückern sich durch die Smart Meter erwartet…