“Was war dei Leistung, Peter?“, schreibt Gerhard Loub in seinem Blog und kritisiert dabei den Altmeister der Grünen, der sich seinerseits darüber beklagt, von der Null-Lohnrunde für Politiker betroffen zu sein…
Nun, meine Meinung über Peter Pilz – wie ich hier schon oft kundgetan habe – ist doch eher unterspickt, aber in diesem Fall hat er wohl recht. Wir regen uns immer auf, dass bei uns regelmäßig auch die größten Wappler in der Politik weit nach oben kommen. Es sollte uns dabei aber klar sein, dass das ein Zeichen mangelnder Konkurrenz ist. Wenn der Gescheite nicht will, kommt eben der Dumme dran – ist ja überall so. Es gibt natürlich viele Gründe, warum jemand sich die Politik nicht antun will. Da wird oft ins Treffen geführt, das die Politik ein dreckiges Geschäft ist und dort Falschheit und Niederträchtigkeit an der Tagesordnung wären. Wenn das aber der wirkliche Hauptgrund für das mangelnde Interesse der besten Köpfe an der Politik wären, dann müssten auch Konzerne die größten Schwierigkeiten haben, ihre Chefetagen mit halbwegs fähigen Leuten zu besetzen. In den höheren Regionen großer Betriebe wird´s ja ähnlich verlogen und niederträchtig zugehen. Da dort aber der Andrang sehr groß ist, wird es wohl eher daran liegen, dass ein Spitzenmanager in Österreich wahrscheinlich zehnmal soviel verdient, als zB unser Bundeskanzler.
Wenn man in diesem Lichte nun die gerade beschlossene Null-Lohnrunde für Politiker betrachtet, kommt man nicht umhin, das es sich dabei nicht um einen positiven Akt der Solidarität für das geplagte Volk, sondern lediglich um eine selbstdarstellerische Populismusaktion handelt – natürlich auch für das geplagte Volk, was es aber sicherlich nicht besser macht…
Wer Spitzenleute will, muss auch Spitzengehälter bezahlen. Man sollte aber nicht in den Fehler verfallen, zB die (allermeisten) Abgeordneten (in der derzeitigen Form) als Spitzenpolitiker anzusehen. Für die paar Sitzungen im Jahr und das befehlsgemäße Abstimmen über unverstandene Sachverhalte sind die eh fürstlich entlohnt. Es geht um die Leute, die den Staat lenken – die Manager des Staates sozusagen. Die Anzahl dieser benötigten Spitzenleute kann man natürlich hinterfragen – dass sie sehr gut bezahlt werden müssen, sollte aber keiner Diskussion befürfen… ![]()
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PS: Ich hätte das eigentlich als Kommentar bei Gerhard Loub hinterlassen wollen. Irgendwie scheint mir dort aber das Kommentieren verunmöglicht worden zu sein…
