Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

30. Nov. 2011

Was war dei Leistung, Peter?“, schreibt Gerhard Loub in seinem Blog und kritisiert dabei den Altmeister der Grünen, der sich seinerseits darüber beklagt, von der Null-Lohnrunde für Politiker betroffen zu sein…

Nun, meine Meinung über Peter Pilz – wie ich hier schon oft kundgetan habe – ist doch eher unterspickt, aber in diesem Fall hat er wohl recht. Wir regen uns immer auf, dass bei uns regelmäßig auch die größten Wappler in der Politik weit nach oben kommen. Es sollte uns dabei aber klar sein, dass das ein Zeichen mangelnder Konkurrenz ist. Wenn der Gescheite nicht will, kommt eben der Dumme dran – ist ja überall so. Es gibt natürlich viele Gründe, warum jemand sich die Politik nicht antun will. Da wird oft ins Treffen geführt, das die Politik ein dreckiges Geschäft ist und dort Falschheit und Niederträchtigkeit an der Tagesordnung wären. Wenn das aber der wirkliche Hauptgrund für das mangelnde Interesse der besten Köpfe an der Politik wären, dann müssten auch Konzerne die größten Schwierigkeiten haben, ihre Chefetagen mit halbwegs fähigen Leuten zu besetzen. In den höheren Regionen großer Betriebe wird´s ja ähnlich verlogen und niederträchtig zugehen. Da dort aber der Andrang sehr groß ist, wird es wohl eher daran liegen, dass ein Spitzenmanager in Österreich wahrscheinlich zehnmal soviel verdient, als zB unser Bundeskanzler.

Wenn man in diesem Lichte nun die gerade beschlossene Null-Lohnrunde für Politiker betrachtet, kommt man nicht umhin, das es sich dabei nicht um einen positiven Akt der Solidarität für das geplagte Volk, sondern lediglich um eine selbstdarstellerische Populismusaktion handelt – natürlich auch für das geplagte Volk, was es aber sicherlich nicht besser macht… ;)

Wer Spitzenleute will, muss auch Spitzengehälter bezahlen. Man sollte aber nicht in den Fehler verfallen, zB die (allermeisten) Abgeordneten (in der derzeitigen Form) als Spitzenpolitiker anzusehen. Für die paar Sitzungen im Jahr und das befehlsgemäße Abstimmen über unverstandene Sachverhalte sind die eh fürstlich entlohnt. Es geht um die Leute, die den Staat lenken – die Manager des Staates sozusagen. Die Anzahl dieser benötigten Spitzenleute kann man natürlich hinterfragen – dass sie sehr gut bezahlt werden müssen, sollte aber keiner Diskussion befürfen… ;)
.
.
.
.
.
PS: Ich hätte das eigentlich als Kommentar bei Gerhard Loub hinterlassen wollen. Irgendwie scheint mir dort aber das Kommentieren verunmöglicht worden zu sein… :)

28. Nov. 2011

Nicht erst seit dem überschaubaren Abschneiden Österreichs bei den diversen PISA-Studien (von denen ich sowieso nichts halte) ist den “Fortschrittlichen” im Lande sonnenklar, dass etwas getan werden muss…

Claudie Schmied hat, nachdem sie die Kommnalkredit (mit)abgewirtschaftet hatte, als Unterrichtsministerin angeheuert. Dort hat sie sogleich die linksideologische Uraltidee der Gesamtschule ausgepackt und in Angriff genommen. Und sie war dabei – ein paar kleine Rechenfehler können schon mal passieren (wird ja wohl in der Bank auch nicht anders gewesen sein ;) ) – äußerst erfolgreich. Es ist ja beschlossene Sache, dass die Gesamtschule Neue Mittelschule flächendeckend eingeführt wird.

Soweit so gut. Dass eine rote Ministerin urrote Ideen umsetzen will und umsetzt, wäre alleine aber sicherlich noch kein Grund, die Tastatur zu strapazieren. In der linken Reichshälfte hat das Verfolgen steinzeitsozialistischen Ideen ja eine derart starke Tradition, dass man die eigentlich konservativ nennen müsste… ;)

Das wahre Genie der Frau Schmied kommt aber zum Vorschein, wenn man sich die Umsetzung der Gesamtschule Neuen Mittelschule ansieht. Die Guteste dürfte messerscharf erkannt haben, dass man den durch PISA hervorgetretenen Schwächen der ösiländischen Schüer – zB Lesen, Rechnen – nur durch doppeltverstärkten Unterricht in Musik und Zeichnen beikommen kann. Junge, die ist echt gut. Auf diese Zusammenhänge wäre ich in tausend Jahren nicht gekommen… :)

27. Nov. 2011

Anders kann´s wohl kaum sein, wenn man sich anschaut, für welche “Forschungen” Geld beim Fenster hinaus geschmissen wird…

Die Regierung kriegt den Allerwertesten ja nun gar nicht mehr zusammen und sucht krampfhaft nach Möglichkeiten, Geld einzusparen. Wenn man sich manche “Forschungen” so anschaut, dann würde es sich höchstwahrscheinlich lohnen, auch die Wissenschaft diesbezüglich abzuklopfen.

Beispielsweise wird im Messerli-Intsitut (nein, ist nicht in der Schweiz… ;) ) der Veterinärmedizinischen Universität Wien gerade die Beziehung zwischen Mensch und Tier “erforscht. Einfache Geister werden da gleich an Sodomie denken, aber nein, das ist es nicht. Es geht um die “emotionalen Fähigkeiten” von Keas, Krallenäffchen, Tauben, Schildkröten und Hunden etc.

Nun hat man ja Verständnis dafür, dass nicht alle Bemühungen zum Erlangen von Wissen (auch wenn sie von der öffentlichen Hand getragen werden) von praktischem Nutzen sein können. Aber Vieh bleibt Vieh, egal wieviel Geld man in die Bemühungen hineinbuttert, es zu vermenschlichen. Und wo ist die Grenze? Kommen dann die nächsten und fordern, ein ganzes Institut zu finanzieren, um die emotionalen Bedürfnisse eines Granitblocks zu erforschen?

Bei solchen Auswüchsen scheint es dringend erforderlich, den Forschungsdschungel in Österreich zu durchforsten. Wer den Ig-Nobelpreis zur Selbstverwirklichung braucht, soll sich natürlich darum bemühen können – aber nicht auf Regimentskosten… ;)

23. Nov. 2011

die Mediziner, die ihren Beruf ernst nehmen, nicht jeden hysterischen Scheiß mitmachen und sich auch noch getrauen, das auch öffentlich zu sagen…

Prim. Dr. Norbert Vetter ist einer von ihnen. Er bezeichnet die momentane Feinstaub-Hysterie als das was sie ist – eine Hysterie eben.


[gefunden auf ORF-Teletext - 23.11.2011, 21.22 Uhr - Seite 117]

Dem ist wohl nichts hinzuzufügen – außer, dass sich manche Politiker dieses Statement hinter ihre grünen Löffel schreiben sollten… ;)

23. Nov. 2011

Wenn der Hut lichterloh brennt und das Damoklesschwert schon gefährlich tief hängt, halten die Leute gewöhnlich zusammen, um das drohende Unheil abzuwenden. Sollte man jedenfalls meinen…

Dass der Hut infolge maßloser Schuldenmacherei schon bedenklich raucht, weiß man im Ösiland ja schon eine Weile lang. Das hat unsere 183 Dolme natürlich noch nie davon abgehalten, ein teures Gesetz nach dem anderen durchzuwinken. Nun aber sind auch die Ratingagenturen aufmerksam geworden und es droht uns ein Bonitätsverlust (Verlust “AAA”-Status), was sich mit höheren Zinsen für neue und auch der schon bestehenden Schulden des Staates auswirken würde.

Das hat jetzt die Regierung doch munter werden lassen und man einigte sich rasch, eine Deckelung der Staatsschulden (=Schuldenbremse) in der Verfassung zu verankern. Wenngleich auch gleichzeitig eine Steuerbremse eingezogen gehörte (nur beides gemeinsam kann den Staat wirklich dazu zwingen, mit dem Geld der Bürger sorgsam umzugehen), muss man die geplante Schuldenbremse dennoch als gute und notwendige Sofortmaßnahme ansehen. Eine Erhöhung der Zinsen für unsere Staatsschulden um ein einziges Prozent würde ja schon mit 2.000 Millionen (2 000 000 000) Euro pro Jahr zu Buche schlagen und jeder Depp kann sich vorstellen, was Zinserhöhungen von mehreren Prozenten (wenn die Spirale einmal in Gang gesetzt ist, kann es sehr schnell gehen) für Folgen haben würden.

Nun scheint es aber so, dass das Unglück mit der geplanten Schuldenbremse abgewendet werden kann. Gut, es sind auch noch zusätzliche Einsparungen (zurecht) gefordert, aber wir wussten ja alle, dass wir über unsere Verhältnisse gelebt haben und dass darob einmal die Rechnung gelegt werden würde. Wie es jetzt aussieht hängt aber alles an der verfassungsmäßigen Schuldenbremse, ohne eine solche wir das “AAA”-Ranking ganz sicher verlieren werden.

Man sollte nun meinen, dass bei so einem Anlass (es geht um unsere finanzielle Existenz – 2 Milliarden pro Prozentpunkt und Jahr seien in Erinnerung gerufen), ALLE Parteien im Parlament zusammenrücken und sich gemeinsam auf die Seite der Bürger stellen. Und zwar, um den Agenturen zu zeigen, dass die Österreicher in Zeiten von drohendem Unbill zusammenstehen, handlungsfähig sind und (auch wenn´s unangenehm ist) wissen, was zu tun ist.

Nur – unsere Kleinkrämeropposition ist da anders. Was scheissen die sich um die paar Milliarden, die ja sowieso nicht die Parteien, sondern eh nur die Ösiländer zahlen müssen. Sie zieren sich kleinkariert und machen ihre politischen Spielchen ungehemmt weiter – ganz so, als ginge es lediglich um eine unbedeutende Änderung in der Abfallbehandlungspflichtenverordnung…

Ein Gutes hat die Sache aber dennoch. Die Oppositionsflachwurzler zeigen uns hier ganz deutlich, welche Kaliber sie sind und was man von ihnen wirklich erwarten darf – nämlich nichts.

Und dabei wäre es so einfach gewesen. Man hätte nur ALS ALLERERSTES sagen müssen, dass man, wenn Österreich einem braucht, zur Verfügung stehen und selbstverständlich mitstimmen werde. Danach könnte man immer noch die Regierung geißeln, dass die uns in so eine Situation manövriert hat, die diese drastischen Schritte überhaupt erst notwendig gemacht hat. Man würde so den Bürgern signalisiert haben, dass Österreich zuerst komme und nicht – so wie es jetzt aussieht – die Partei.

In grenzenloser Dummheit haben also die führenden Oppositionspolitiker hier der Regierung einen Elfer aufgelegt. Und zwar auch noch einen solchen, der nicht einmal einen Schützen braucht, sondern sich vollautomatisch selber einnetzt. Der Werner und der Michi stehen nun als Strahlemänner in Sachen Krisenmanagement (sehr rasche Einigung auf die Schuldenbremse) da und haben gezeigt, dass sie, wenn es drauf ankommt, für die Österreicher auch zusammenhalten können (sowas sieht der Wähler ja gerne). Und den beiden kann jetzt eigentlich überhaupt nichts mehr passieren, denn für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Verfassungsmehrheit für die Schuldenbremse doch nicht erreicht werden kann, stehen sie als Märtyrer da. Schuld an dem finanziellen Desaster wäre ja sowieso die Opposition. Mich würde echt interessieren, wo die Oppositionsparteien ihre Berater ausgegraben haben. Vielleicht sollten sie auch einmal prüfen, für wen diese wirklich arbeiten… ;)
.
.
.
.
.
PS: Viel gescheiter als die Oppositionsparteien sind auch die Bonzen der Arbeiterkammer nicht. Die können sich diese Blödheiten aber locker leisten. Sie werden ja nicht vom Volk, sondern nur von den eigenen Funktionären gewählt… ;)

13. Nov. 2011

Was haben wir gelacht, als Hubert The Englishman Gorbach seinen Brief geschrieben hat. Viel gescheiter ist der Brief, den die Grünen nun an die Regierung geschickt haben, aber auch nicht…

Die Grünen warnen die Regierung darin, dem ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) nicht zuzustimmen, wenn nicht auch die privaten Spekulanten zur Kasse gebeten werden. Werner Kogler meint dazu:

“Es kann nicht sein, dass jene, die zuvor von hohen Zinsen auf Staatsanleihen profitieren, dann nichts zur Rettung beitragen müssen. Es kann nicht immer nur der Steuerzahler drankommen.”

“Die verpflichtende Privatgläubigerbeteiligung ist eine wichtige Waffe gegen Spekulation. Die Finanzspekulation wirkt derzeit als Brandbeschleuniger.”[Zitate: kurier.at]

Gleich vorweg einmal eine Lebensregel. Eine Drohung sollte man nur aussprechen, wenn zumindest irgendeine Chance besteht, diese auch wahrmachen zu können. Ansonsten ist es nur leeres Gelaber, über das sich die Bedrohten den Buckel vollachen. Aktuell wird sich ob des grünen Briefes jetzt wohl unser rot/schwarzes Dreamteam zerkugeln. Die Grünen MÜSSEN nämlich dem ESM zustimmen. Einerseits kriechen sie der brüsseler Eurokratie schon immer derart im Allerwertesten herum, dass es denen schon unangenehm sein muss, und andererseits können sie sich als deklarierte Europapartei eine zum Scheitern des Projektes (und in der Folge wohl der ganzen EU) führende Verweigerung gar nicht leisten, ohne vollends das Gesicht zu verlieren.

Auch sollte der Herr Kogler vielleicht auch präzissieren, wen er, mit “jenen, die zuvor von hohen Zinsen auf Staatsanleihen profitieren” und die er gläubigerbeteiligen will, jetzt wirklich meint. Sind es die Weltabzocker ala Rothschild, Rockefeller und Konsorten? Wohl kaum, denn das wäre nicht politisch korrekt. Ansonsten bleiben aber nur die Banken und Versicherungen übrig und die werden nicht anders können, als die Kosten auf die Kunden abzuwälzen. Und das wird – zB mit höhreren Bankgebühren, höheren Versicherungsprämien, niedrigeren Sparzinsen, geringeren Erträgen bei Lebensversicherungen und privaten Pensionsvorsorgen etc – alle erwischen.

Nun war schon immer klar, dass gemachte Schulden irgendwann bezahlt werden müssen und dass das ohne Einschnitte nicht gehen kann. Es rechnet ja in Wahrheit eh niemand mehr damit, ungeschoren davonzukommen. Nur könnte man von einer sich fortwährend als intelligent und ehrlich präsentierenden Partei erwarten, dass einem das auch gesagt wird. So wie die Grünen jetzt vorgehen, stehen sie der FPÖ des HC Strache in Sachen Populismus (im negativem Sinne gebraucht) um nichts mehr nach. Sie zielen damit nämlich genau auf dieselben Döseln ab, die sie als Wähler der FPÖ fortwährend verachten und heruntermachen… ;)

10. Nov. 2011

Ich gebe zu, vom Fritz Grillitsch habe ich früher nur gewusst, dass er der Präsident des Bauernbundes ist. Ansonsten war der Mann für mich ein unbeschriebenes Blatt und hat mich auch nicht weiter interessiert. Respekt und Aufmerksamkeit nötigte er mir erst ab, als er Thilo Sarrazin eingeladen hat. Dass das möglich ist, ließ die Hoffnung aufkeimen, die ÖVP könnte sich nach Jahrzehnten der selbstverklichenden, ekelerregenden politische Korrektness doch noch auf ihre Wurzeln besinnen und zu vernünftiger Politik zurückkehren.

Aber weit gefehlt. Anstatt den Grillitsch zum schwarzen Ritter zu schlagen, werfen sie ihn unkant hinaus. Der Spindi lässten wahrscheinlich den Harten raushängen, um zu dokumentieren, dass er keinen Spaß versteht, wenn es um die Parteilinie geht. “Hände falten, Goschen halten“, hat ja angeblich in der ÖVP schon mal einer gesagt. Wurscht, es ist Spindeleckers Recht, da durchzugreifen. Nur sollte sich der Guteste die Parteilinie, die er da so resch verteidigt, einmal anschauen und in sich gehen. Dann würde er den Holzweg, auf dem sich die Partei befindet, vielleicht selber erkennen.

Würde ein vor 30 Jahren verstorbener Schwarzer nämlich jetzt wiederauferstehen und man würde ihm die ÖVP zeigen und fragen, was für eine Partei das denn sei, würde sie der frisch Auferstandene wahrscheinlich für die SPÖ (wenn nicht sogar für die KPÖ) halten. Auf die Idee, dass es die ÖVP sein könnte, käme der Mann ganz bestimmt nicht… ;)

Nach links driftet die ÖVP ja schon lange und es ist auch nicht neu, dass der Linksdrall immer stärker wird. Aber der Spindelegger und sein Team tanzen den Linkswalzer derart perfekt, intensiv und ausdauernd, dass darob wohl sogar die Derwische vor Neid erblassen würden… ;)

5. Nov. 2011

Der gerade den sachverständigen Schulmeister heraushängen lassende Salzbaron kämpft mit dem Bildungsvolksbegehren für die linksideologische Gesamtschule. Und dabei liegen die Probleme ganz woanders…

In der Ferdinand-Hüttner-Schule in Linz wird offenbar, woran es im Schulsystem krankt. Ein Direktor wurde (richtigerweise) entfernt, weil er dringend verdächtig ist, Watschen ausgeteilt zu haben. Seine Nachfolgerin wird aber nun auch angegriffen – und zwar von Eltern und Lehrern. Auf Kurier.at ist darüber unter dem Titel “Eltern drohen mit Schülerstreik” über die “Verfehlungen” der neuen Schulleiterin zu lesen:

Beispielsweise habe sie aus Sicherheitsgründen versucht, durchzusetzen, dass schulfremde Personen nicht mehr nach Belieben in den Klassen ein- und ausgehen dürfen. Und sie forderte Kinder auf, während des Unterrichts ihre Trinkflaschen bis zur nächsten Pause wegzupacken.
[Zitat: Kurier.at]

Hmmm, jeder vierte Österreicher hat einen an der Klatsche, behauptet zumindest die Deppendoktorlobby. Wenn das alles ist, was man der Frau vorwirft, dann müssen diese Vierten in der seltsamen Besserwisservereinigung von Linz überproportional stark vertreten sein. Sollte es nicht das Normalste vom Normalen sein, dass sich in Klassenzimmern während des Unterrichts im Normalfall nur Lehrer und Schüler aufhalten? Und wegen der während des Unterrichts verbotenen Trinkflaschen könnten sich die Herrschafte Eltern getrost selber bei der Nase nehmen. Hätten sie ihren Kindern nämlich ein Mindestmaß an Anstand und Respekt anderen gegenüber beigebracht, dann wäre das sowieso kein Thema. Dann nämlich würden die Kinder ihre Trinkflaschen von sich aus bis zur Pause im Rucksack lassen, und wenn doch nicht, wenigstens einen diesbezüglichen Hinweis verstehen und lernen, dass ein Mindesmaß an Anstand das Leben wesentlich erleichtert.

Aber die Sache hat auch sein Gutes. Durch die Unstimmigkeiten in der Ferdinand-Hüttner-Schule in Linz kommt nämlich die ganze Misere unseres Bildungssystems zum Vorschein. Genau so, wie die selbsternannten Revoluzzer dort wollen, gelingt nämlich die Verblödung der Gesellschaft von ganz alleine. So schafft man es ganz ohne Anstrengung, dass ein Großteil der Schulabgänger die Grundrechnungsarten nicht beherrscht, nicht sinnerfassend lesen kann und darob als (ober)gescheiter Besserwisser leicht manipulierbar durchs Leben stolpert.

Das was da in Linz vorgeht, ist nämlich kein Einzelfall. Vielmehr haben die Schüler in den meisten Volksschulen ihren Hauptstress darin, es nicht rechtzeitig von einer Kuschelecke in die andere zu schaffen. Und die Lehrer, die sich unterstehen, ihren Schülern das 1×1 oder halbwegs sinnerfassendes Lesen beibringen zu wollen, sehen sich einer breiten Angriffsfront aus Linksideologen, besserwisserischen Experten und bissig querulierenden Eltern bei gleichzeitig fehlender Unterstützung durch die Schulbehörden gegenüber. Sie werden so systematisch dazu gebracht, den Hut drauf zu hauen und ebenso lau dahinzuplätschern, wie die anderen Wellnesslehrer. Es gibt nur wenige, die diesen linken Selbstverwirklicherdruck standhalten können. Und die sind stark burnoutgefährdet…

Es wäre also genug zu tun in Sachen Schule – und es wird auch viel getan. Leider genau in die falsche Richtung, wie das Volksbegehren des Salzmannes beweist… ;)

2. Nov. 2011

Es wird eng in Linz und Angriff ist die beste Verteidigung, werden sich die Zockerkönige wohl nun gedacht haben…

Die Zukunft der Linzer haben sie sowieso schon verschissen, weil sie mit Geld, dass sie überhaupt nicht hatten und dass noch viel weniger ihnen gehörte, riskant gewettet haben. Ob das nun aus abgrundtiefer Dummheit, abgehobener Selbstverwirklichung, Spielsucht oder aus noch niedrigeren Beweggründen geschehen ist, ist unerheblich. Der Schaden ist da und die Zockerbande bringt jetzt in einer an Verzweiflung gemahnenden Aktion eine Klage gegen die BAWAG ein. In DiePresse steht darüber:

Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ): „Alle gesetzlichen Grenzen, die es einzuhalten gilt, wenn man mit einer Gemeinde Geschäfte abschließt, wurden überschritten.“
Im Kern stützen sich die Anwälte von Linz auf folgende Argumentation: Das Geschäft sei unwirksam, weil es gegen die kommunalrechtlichen Organisationsvorschriften verstößt. Im Detail geht es darum, dass kein Gemeinderatsbeschluss vorlag, die Gemeindeaufsichtsbehörde das Geschäft nicht genehmigt hatte und es für die Bawag evident gewesen sein müsse, dass Finanzdirektor Werner Penn das Geschäft nie hätte abschließen dürfen.

[Zitat: DiePresse]

Aha, der Bürgermeister meint, dass alle Grenzen überschritten worden sind und der Finanzdirektor das Geschäft niemals nie hätte abschließen dürfen. Und das wird wahrscheinlich auch so in der Klage stehen und anständig unterlegt sein. Normalerweise müsste also der Herr Bürgermeister angesichts des Schadens, den da ein Unbefugter hinter seinem Rücken seiner Stadt beschert hat, fuchsteufels wild sein und die Klage jedenfalls auch an die Staatsanwaltschaft schicken. Da wird nämlich der Sachverhalt einer Untreue beschrieben wie er im Buche (Strafgesetzbuch – § 153) steht. Schöner geht´s ja fast gar nimmer, das Schriftstück könnte man wahrscheinlich gleich 1:1 als Anklageschrift hernehmen… ;-)

Mir ist natürlich schon klar, warum der Herr Bürgermeister die Staatsanwaltschaft scheut, wie der Teibel das Weihwasser. Ein mit 10 Jahren Häfen (=die Höchststrafe bei Untreue und bei so einem Schaden wahrscheinlich obligatorisch…) bedrohter Ex-Finanzdirektor würde nämlich recht rasch weiche Knie bekommen, höchst wahrscheinlich wirklich untreu werden und (der Himmel möge uns beistehen) vielleicht sogar auspacken… ;)