Shoppen ohne Reue – sind vegane Label wirklich sinnvoll?

veganWie viele Frauen gehe auch ich gerne shoppen. Bislang war mir Qualität plus gutes Aussehen immer sehr wichtig, sodass ich auch schon mal den einen oder anderen Euro mehr gezahlt habe für hochwertige Lederschuhe und Wollpullover. Ich dachte, so shoppe ich bewusst, denn ich gönne mir ab und an etwas Besonderes statt Massen an Kleidung bei Primark und Co zu konsumieren. Diesen Gedanken hatte ich bis ich durch eine Freundin auf vegane Labels aufmerksam wurde. Sie erzählte mir von dem Irrtum, den viele Bürger so wie ich auch, pflegen: Nämlich, dass Leder ja eh bloß ein Abfallstoff sei und das Tier eh schon tot war. Doch dem ist nicht so, wie ich feststellen musste. Meine neuen Winterboots aus Rindsleder versteckte ich vor besagter Freundin erstmal im Keller. Für mich klang Öko-Mode bisher immer nach unförmigen Hippie-Hosen und unförmigen Leinengewändern. Man lässt sich ja leider viel zu schnell durch Vorurteile lenken. Nun begann ich, mich weiter zu informieren. Meine Freundin ließ nicht locker und überzeugte mich Stück für Stück, mal bei einem veganen Modelabel shoppen zu gehen. Puh, die Preise waren gesalzen, aber ich musste zugeben, die Sachen sahen gar nicht mal so übel aus. Mittlerweile achte ich darauf, dass die Kleidung, die ich shoppe vegan ist und ich kann nur jedem empfehlen, es auch zu tun. Mittlerweile gibt es viel mehr vegane Mode in den Geschäften als man meint, man muss nur genau hinsehen. Materialen wie Pelz, Wolle oder Seide werden nicht verwendet, stattdessen Baumwolle, Leinen, Kunstleder oder Hanf. Allerdings würde das noch lange nicht ausreichen eigentlich. Denn es gibt viele schwarze Schafe, die in angeblich veganer Kleidung noch Lederpatches montieren oder noch abstruser: Im Klebstoff für Schuhe oder Jackets können auch Knochenreste und Tierhäute stecken. Was wir beim Essen schon länger verinnerlicht haben, nämlich der bewusstere Konsum, sollten wir auf Kleidung auch übertragen.

Paula (30)