Verliert Instagram sein Image?

instagramDen meisten dürfte es wohl schon aufgefallen sein. Auf Instagram werden uns künftig nicht nur die neuesten Bilder unserer liebsten Accounts angezeigt, sondern auch gesponserte Anzeigen von Unternehmen. Das spaltet die Gemüter. Denn ursprünglich lernten wir unsere liebste Foto-App als Plattform kennen, auf der Menschen ihre Schnappschüsse mit der Welt teilen und ein persönliches Fotoalbum erstellen können.  Als ich mich vor fast 3 Jahren einfach so mal anmeldete, weil meine beste Freundin mir davon vorschwärmte, war es für mich einfach nur eine tolle neue Erfindung, wie für viele andere Leute vermutlich auch. In der letzten Zeit nervt mich Instagram zunehmend. Warum? Es verliert kontinuierlich seinen Spaßfaktor, denn mittlerweile haben öffentliche Personen, Unternehmen und Marken das mächtige Potential der beliebten App entdeckt. Soll heißen: Gezielt Fotos oder Kurzfilme posten, um andere User zu beeinflussen und vor allem Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. So entsteht ein Wettbewerb, wer das coolste, das cleanste, das beste Bild postet und wer die meisten Likes bekommt. Mittlerweile definieren sich ja sogar Teenies über die Anzahl ihrer Follower und Klicks pro Bild. Ein persönliches Fotoalbum stelle ich mir anders vor oder liege ich da falsch? Klar, das mediale Interesse ist in den letzten Monaten erheblich gestiegen und so natürlich auch das geschäftliche Potential von Instagram. Aber meiner Meinung nach herrscht auch hier mittlerweile nur noch das Motto: Geld regiert die Welt! Denn gegen ein bisschen Cash, können Firmen hier und da mal Anzeigen im Feed von Usern schalten lassen und das  auch wenn diese dem Brandaccount gar nicht folgen. Das schlimme daran ist also, dass man die Werbung noch nicht mal bestimmen kann. So bekommt mein neuestes Urlausbild aus Bad Aiblingen kaum noch Aufmerksamkeit, weil meine Follower mich gar nicht mehr finden in dem Wust aus Werbung. Schade, dass auch bei Instagram mal wieder der wirtschaftliche Zweck überhandgenommen hat.

Heribert (24)