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1. Sep. 2010

Die FPÖ liefert (wie gewohnt) im Wahlkampf einen “Aufreger” nach dem anderen. Ich frage mich, ob da die Korrekten nicht mit zweierlei Maß messen bzw auf einem Auge blind sind…

Da war zunächst die Sache mit dem “Wiener Blut” in Wien, die den ausufernd Guten die Zornesröte ins Gesicht trieb, und jetzt gerade hat die steirische FPÖ “Moschee baba” (ein online-Spiel) online gestellt. Zugegeben, sowohl die Wiener-Blut-Geschichte als auch das steirische Spiel sind geschmacklos und blöd, letzteres könnte nach dem Terror-Gesetz (Terror gegen meinungsfreie Bürger ;) ) auch strafbar sein. Die kollektive Aufregung darüber halte ich trotzdem für durchsichtige, politische Agitation.

Wären die Aufreger nämlich wirklich sooo korrekt, dann müsste der Schleimkübel der Entrüstung jedenfalls auch über den SPÖ-”Musiker”, der die Mutter von Strache “ficken” will und 09/11 feiert, den zur Menschenjagd aufrufenden Meister der Denunziation und einen Bürgermeister, der im Falle seiner Abwahl unterschwellig mit “brennenden Häusern” droht, ausgegossen werden… ;)

30. Aug. 2010

Über die Hütchenspieler habe ich im Zusammenhang mit der Krise schon mehrmals geschrieben. Dabei habe ich, wie es meine Art halt ist, übertrieben – meinte ich jedenfalls…

Wenn man nun aber sieht, was im Zuge der Aufarbeitung der Krise alles ans Tageslicht kommt, ist bei meinem Geschreibsel von Übertreibung keine Spur mehr. Vielmehr scheine ich da (ungewollt) mächtig untertrieben und verniedlicht zu haben.

Die kriminelle Energie, welche die als seriöse Banker getarnten Betrüger da zum Erhalt bzw zur Steigerung ihrer Boni aufgebracht haben, könnten Mafia, Yakuza und Triaden wahrscheinlich nicht einmal gemeinsam aufbringen. Einen derart montrösen Betrug (anders kann man es nicht nennen) auf die Beine zu stellen, wären diese Organisationen nämlich sicher nicht imstande.

Das größte Rätsel am gesamten Globus ist derzeit wohl, warum die Gefängnisse noch nicht übervoll mit Bonusrittern sind… ;)

28. Aug. 2010

Dass Österreich finanziell mit dem Rücken zur Wand steht und dass uns nach den Wahlen in Wien und der Steiermark ein monströses Belastungspaket ins Haus steht, hat sich mittlerweile schon bis zum letzten Almöhi durchgesprochen…

Trotzdem die Bundesregierung versucht, den Allerwertesten mit Brachialgewalt zusammen zu halten (sogar ein Verfassungsbruch wird riskiert), sickern doch Gerüchte über geplante Maßnahmen durch und sorgen für reichlich Gesprächsstoff. Sicher ist natürlich nichts, außer dass wir alle blechen werden müssen – die einen mehr (zB Familien, Raucher, Autofahrer), die anderen weniger (zB städtische Schickimiki-Bobo-Singles)… ;)

Nun ist jedem klar, dass es so nicht weitergehen kann und dass es Einschnitte geben wird müssen – und zwar egal, wer die Sache wirklich verbockt hat. Bei der Höhe der Fehlbeträge ist auch klar, dass es sich nicht ausgehen kann, nur einzelne Gruppen (die Reichen, Banken, Pensionisten, Beamte etc) zu belasten und dass alle blechen müssen. Das alles leuchtet natürlich auch mir ein.

Was mir allerdings nicht in den Kopf geht ist, dass man in dieser Situation in gewohnter Routine weitermacht und laufend Sachen beschließt, die dem Staat Geld kosten. Das arbeitslose Grundeinkommen fällt mir da genauso ein, wie ganz aktuell die 28 Millionen für die Justiz. Auch stößt sauer auf, dass wir nach Ansicht unserer Regierung offenbar eh genug Geld haben. Oder hat irgendjemand in letzter Zeit einen Regierungsvertreter auf (Geld)Forderungen irgendwelcher Organisationen (so durchsichtig sie auch sein mögen) etwas in der Art von “das können wir uns (momentan) nicht leisten, das Geld dafür ist nicht vorhanden” etc sagen hören?

Dazu passt auch ganz gut, dass man sich (na ja, außerhalb der Regierung halt ;) ) gerade Gedanken um den ausufernden Förderalismus in Österreich macht. 17 Milliarden Euros (17.000 Millionen – 17.000.000.000) an Steuergeld werden jährlich an Förderungen unter die Leute gebracht. Hmmmm – und wieviel müssen wir gleich nochmal einsparen? 1,7 Milliarden? Ja sind denn die noch klar in der Birne? Das Sparpaket, welches Familienernährer bereits jetzt nicht mehr richtig schlafen lässt, wäre mit einer Durchforstung des Förder- und Subventionsdschungels ganz locker zu bedienen. Um ganze 10 Prozent geht es da und selbst wenn man den Sparanteil der Ministerien dazu rechnet, wären es nur 20%…
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PS: Ein Prophet muss man natürlich nicht sein, um zu erkennen, dass eine Kürzung der Förderungen mit Zähnen und Klauen verhindert werden wird. Handelt es sich dabei doch um die Hausmacht der Partei- und Landesfürsten… ;)
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PPS: So Förderungskürzungen hätten aber schon etwas – auch für die Regierung. Mit ihnen könnte man nämlich den vereinigten Guten – Caritas, Diakonie, VCÖ, KfV etc, allesamt Förderungsempfänger, elegant ein´s reinwürgen… :) :)

26. Aug. 2010

Die Wienwahl rückt näher und der SPÖ dürfte der Arsch auf Grundeis gehen. Völlig unbegründet wie mir scheint…

Dass die Kacke am Dampfen ist, sieht man schon alleine an der Äußerungen von Michael Häupl. Seine Wortwahl lässt einem unwillkürlich an unselige Zeiten denken. Da war der wieder einmal ausgegrabene, ewig ausgelutschte uraltsozialistische Angsterzeugungsdampfhammer Rentenklau (jetzt von Häupl elegant “Pensionsraub” genannt) noch eher harmlos. Ein paar Tage später beschwört er schon brennende Häuser herauf (freilich nur für den Fall, dass nicht SPÖ gewählt wird) und sagt, dass Kontrahent Strache “ein wirklich dummer Mensch” wäre.

Der angesprochene “wirklich dumme Mensch“, auch nicht immer fad, bezeichnete seinerseits die wiener SPÖ indirekt als Islamistenpartei, was wiederum dem wiener Bürgermeister gänzlich aus der Spur geworfen haben dürfte. Der fordert nun unter der Drohung, über gerichtliche Schritte nachzudenken, allen Ernstes eine Entschuldigung (na ja, das ist jetzt halt in) von H.C.Strache. Der gute Michi Häupl dürfte dabei nicht realisieren, dass er mit “ein wirklich dummer Mensch” an einer Verurteilung wesentlich näher dran ist, als Strache mit seinem Islamistenpartei-Sager… ;)

Aber wurscht, das Muffensausen des King of Wien ist jedenfalls vollkommen unnötig. Er könnte die Sache vielmehr völlig gelassen angehen. Die Wiener wählen ja sowieso IMMER rot. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn der Spitzenkandidat jedem Wähler vor dem Wahllokal noch schnell links und rechts eine reinhauen würde. Und wenn das 8. Weltwunder (Verlust der absoluten SPÖ-Mehrheit) doch eintreten sollte, wäre auch das kein Grund zur Veranlassung. In diesem Falle könnte sich Michael Häupl in aller Ruhe die Farbe (zumindest grün und schwarz scheinen bereitwillig zur Verfügung zu stehen) der Steigbügelhalter aussuchen… :)

26. Aug. 2010

Hiermit entschuldige ich mich in aller Demut bei allen Leuten im Burgenland, Österreicher, Europa, der Erde und dem ganzen Universum…

Ich habe zwar nichts angestellt, aber entschuldigen ist derzeit so total hipp, dass ich mich dem auch nicht entziehen kann. Und wenn sich die abgebrühtesten Winkelzieher (Spitzenpolitiker, Kirchenfürsten etc) mit Entschuldigungen für Sachen überschlagen, die ganz andere verbrochen haben, dann muss da doch was positives dran sein… ;)

Auf den ersten Blick bei der ganzen Entschuldigerei kommt einem vor, dass gerade diejenigen, die in grauer Vorzeit den Grund für die jetzige Büßerinflation geliefert haben, sich nur höchst selten entschuldigen. Wenn man aber kurz nachdenkt, ist das wieder weniger verwunderlich. Eine Entschudigung kommt nämlich einem Schuldeingeständnis gleich und da könnte man dann ja trotz strafrechtlicher Verjährung finanziell ziemlich zur Ader gelassen werden. Letzteres braucht natürlich die sich derzeit inflationär für andere Entschuldigenden nicht groß zu kratzen. Es ist ja nicht ihr Geld, welches sie damit gefährden – die Trottel, die immer zahlen, werden auch das wieder berappen…

Nun gut, ich warte jetzt einmal, dass sich auch bei mir jemand entschuldigt. In meiner Jugend habe ich so manche handfeste Watschen in Bildungseinrichtungen erhalten und in der Volksschule war noch das Rohrstaberl (der Ausdruck ist sicher extrem verniedlichend für einen halbzölligen Haselnussstab ;) ) ziemlich dominant. Also, liebe Entschuldiger, ich stehe zu Diensten. Es ist aber nicht notwendig, Sackleinen anzulegen und sich vor mir in den Staub zu werfen. Die Kontodaten stehen im Impressum und es müssen auch keine Millionen sein – mit einem Betrag im hohen fünfstelligen Bereich sind alle Schmerzen vergessen. Und falls es ein Hindernis darstellen sollte, dass ich unter den Züchtigungen weder damals noch heute groß gelitten habe, wird auch das kein wirkliches Problem darstellen. So schwer wird es ja nicht sein, einen Deppendoktor zu finden, der mir ein Trauma befundet…

18. Aug. 2010

Es war ja zu erwarten, dass auch die ÖVP nicht an sich halten kann, wenn es darum geht, Geld einzutreiben, um es nachher in grenzenloser Selbstverwirklichung beim Fenster hinauswerfen zu können. Eher nicht zu erwarten wäre ein Schwenk in Richtung Reichensteuer gewesen…

Josef Pühringer, Landeshauptmann zu Oberösterreich, hat auf einer Wallfahrt nach Mariazell (der Kaffee könnte einem hochkommen, wenn Spitzenpolitiker den Frommen raushängen lassen… ;) ) die Sau rausgelassen und für die SPÖ den Weg für eine Reichensteuer geebnet.

Diejenigen, die mehr haben, müssen eben mehr leisten. Daher führt an der sogenannten Reichensteuer, das heißt an einer Zusatzleistung in diesem Bereich, kein Weg vorbei.
[Zitat DiePresse]

Einen derart aufgelegten Elfer, wird sogar das Fräulein Rudas einnetzen können, wirkliche Kaliber der SPÖ (wie etwa Andreas Schieder) sowieso. Im Endeffekt wird dadurch also die ÖVP wieder blöd dastehen. Recht viel, für die Budgetkonsolidierung jedenfalls zu wenig, wird nämlich von den wirklich Reichen nicht zu holen sein (sind ja nicht sooo viele). Aber das weiß der Pühringer Sepp ja selber, denn nach obigem Zitat hat er ja noch weitergesprochen:

Wer aber glaubt, dass man allein damit das Budget konsolidieren kann, der irrt sich gewaltig.
[Zitat DiePresse]

Die Ösiländer werden sich bald wundern, wer da noch aller als “reich” gezählt werden wird. Letztendlich all jene, die noch Steuern zahlen. Klassenkampf ist halt so. Dem, der (noch) hat, wird so lange genommen, bis alle gleich nichts haben – und das oberösterreichische Rumpelstilzchen wird im Namen der ÖVP maßgeblich zu letzterem beigetragen haben… ;)
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PS: Nach diesem Sakrileg müsste Josef Pühringer ja wohl aus der Partei der Verteidiger des Mittelstandes (ÖVP ;) ) ausgeschlossen werden. Da das aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkein nicht gehen wird, bin ich schon gespannt, wie sich die schwarzen Granden da herauswinden werden… ;)

13. Aug. 2010

Nur eher mittelmäßige Wellen schlägt der eben ruchbar gewordene “Skandal” um das BZÖ – merkwürdig…

Da wurde doch glatt eine (Regierungs)Partei über ihre Werbeagentur dafür bezahlt, ein geplantes Gesetz (mit dem das Glücksspielmonopol aufgehoben werden sollte) nicht zustande kommen zu lassen. Dass es dabei um Glücksspiel ging verwundert ebensowenig, wie wenn es um Bauaufträge gegangen wäre (doch hoppla – eine zweite Zahlung von einer Baufirma ist ja bei der Gelegenheit ebenfalls bekannt geworden… ;) ). Es fehlt also nur mehr Drogen- und Menschenhandel, dann wäre das ganze Betätigungsfeld der altehrwürdigen Mafia abgedeckt… ;)

Wenngleich man über die Sache komischerweise gar nicht so viel hört, bemüht man sich seitens der Beteiligten diese herunterzuspielen. Die Österreichischen Lotterien (ausgerechnet…) geben zwar zu, 300.000.- Öken rüberwachsen gelassen zu haben, betonen aber, man hätte von der Orange-Werbeagentur eine Studie bestellt und erhalten. Na ja, schon viel Geld für eine 10-Seiten Studie, aber bitte. Das BZÖ wiederum wurde gestern noch nicht müde, zu betonen, dass doch die Werbeagentur eine “private Firma” wäre und man sich daher nicht einmischen würde, verlautet heute aber (bedeutend kleinlauter), dass man ja eh immer gegen das Glücksspielmonopol gewesen wäre, man aber von dem Geld profitiert hätte. Halleluja, selten so gelacht – über beide. Die Ausreden im Ösiland waren auch schon einmal besser…

Nun weiß der gelernte Österreicher aber schon wie es im Lande zugeht und dass auch in der Politik kleine und große Machaloikes auf der Tagesordnung stehen. Sollen sie halt ihre Spielchen spielen, wenn sie dabei den Rand halten. Oder stören beispielsweise die dämlichen, millionenteuren Regierungs-Inserate, mit welchen die Zeitungen gefügig gemacht werden, irgendjemanden?

Bei der BZÖ/Orange-Lotterien Geschichte wurde aber eine Grenze überschritten. Hier wurde mit Geld die Gesetzgebung gefügig gemacht. Wie nennt man sowas doch gleich? Nicht einmal “Lobbyismus” wird man dazu mehr guten Gewissens sagen können… ;)

10. Aug. 2010

Sparen ist angesagt, das werden wir nach den Wahlen im Herbst schmerzlich realisieren müssen. Derweil aber wird noch kräftig Geld beim Fenster hinaus geschmissen. Sozialminister Hundstorfer dürfte den Druck der Pflegegeschäftemacher nachgegeben haben und will es künftig den Pflegeorganisationen freistellen, selbst zu entscheiden, wieviel öffentliches Geld sie sich einverleiben wollen…

Die Ärztekammer hat genau so etwas vor nicht allzulanger Zeit versucht und ist gescheitert. Aber wer nicht anfliegt, kann nicht landen, werden sich die Pfleger (allesamt bei den vereinigten Guten integriert – man denke nur an Caritas, Volkshilfe etc) gedacht haben. Pflegesachen sind ja momentan extrem positiv besetzt (die beauftragte Lobbyistenbande hat anscheinend ganze Arbeit geleistet) und Minister Hundstorfer (wir erinnern uns, das ist der, der eine Milliardenhaftung in der Annahme unterschrieben hat, es wäre eine Anwesenheitsliste… ;) ) wird auch nicht so schwer umzustimmen gewesen sein – ist ja auch ein Guter.

Was kommen wird, weiß der gelernte Ösiländer natürlich. Es wird einen Pilotversuch in mehreren Regionen geben, bei dem Pflegekräfte bei jedem Fall mitentscheiden, in welchem Umfang Pflege erforderlich ist. Ein Prophet muss man nicht sein, um zu erkennen, dass bei dem Versuch maximal gleiche Kosten, wahrscheinlich sogar Einsparungen herauskommen werden. So blöd ist die Gutmafia nämlich sicher nicht. Man wird sich zurückhalten, denn den Geduldigen belohnt das Leben. Wenn unsere naiven Haubentaucher die Sache einmal fix beschlossen haben, kann man immer noch kräftig zulangen… ;)

Was da abgeht erkennt man ganz leicht, wenn man sich vor Augen hält, wie das anderswo gemacht wird. Einer Versicherung würde es nämlich keinesfalls einfallen, die KFZ-Werkstätten befinden zu lassen, was im Schadensfall alles repariert werden muss. Oder lässt man etwa Straßenbaufirmen über den Reparaturaufwand von Straßen mitentscheiden? Oder holt man einen Handwerker ins Haus, der frei entscheidet was er selber auf Kosten der Hausbesitzer reparieren will? Jemand der seine fünf Sinne beisammen hat und nicht der Feind seines Geldes ist, der macht sowas garantiert nicht.

Aber gerade hier liegt das Problem. Die Herrschaften verschleudern ja nicht ihr eigenes, sondern bloß öffentliches Geld. Wer mit Firmengeld (private Firmen sind hier gemeint, nicht ÖBB, Flughafen Wien und so… ;) ) so umgehen würde, wäre schneller wegen Untreue eingebuchtet, als ein Ferkel mit den Augen zwinkern kann… :)

9. Aug. 2010

Die EU sagts dauernd, die Wirtschaft und Pensionskassen sowieso und auch die holde Politik wird nicht müde, zu betonen, dass wir länger arbeiten müssen (und beschließt derweil die Hacklerregelung ;) ), damit die Pensionen gesichert bleiben…

Von bis zu 70 Jahren hackeln ist da die Rede und auch das wird nicht reichen, sagen die Experten. Um die Pensionen zu sichern, werden wir noch eine Zuwanderung von jährlich 20.000 Personen benötigen. Ganz schön viel Aufwand, um das Pyramidenspiel, mit dem wir seit Jahrzehnten bei Laune gehalten (um nicht zu sagen betrogen) werden, aufrecht zu erhalten.

Mit längerem Arbeiten könnte man sich ja anfreunden, wenn die ganze Sache nicht einen gravierenden Schönheitsfehler hätte. Um das Spiel aufrecht erhalten zu können, müssen alle Beteiligten (Alte, Junge und Zuwanderer) auch Arbeit haben. Und genau hier dürfte die Politik mit ihrem Expertenheer einer Träumerei anheim gefallen sein. Zur Zeit gehen die Ösiländer mit 60 (etwas +/- halt) in Pension – und zwar so um die 120.000 Personen pro Jahr. Zögerte man das wirklich bis 70 hinaus, würden plötzlich 1,2 Millionen neue Arbeitsplätze erforderlich sein und dazu kämen dann noch etwa 200.000 für die Zugewanderten.

Vielleicht erklären uns die Experten im Auftrag der Politik einmal, wo sie die Arbeitsplätze hernehmen wollen. Wann das nämlich so leicht wäre, dann würde es wohl keine Arbeitslosigkeit geben. Vielmehr wird es doch so sein, dass die Politik nicht einmal jene Arbeitsplätze schaffen kann, die durch Pleiten, Betriebsschließungen und -abwanderungen verloren gehen.

Die Formel “länger Arbeiten = sichere Pensionen” ist demnach äußerst kurzsichtig, wenn nicht gar dumm. Sie wird uns nämlich in die Situation führen, dass die Alten letztendlich ca 50 Jahre ihres Lebens arbeiten werden und die Jungen vor 30 gar keine Aussicht auf einen Job haben werden. Nun könnte man sagen, man hätte dann eben mehr Zeit, die Jungen auszubilden und die Grundsicherung sei ohnehin niedriger als die Pensionen. Leider bliebe dann immer noch ein großer Haken übrig. Nämlich, dass es nicht so leicht ist, einen jungen Menschen, der gut 10 Jahre grundbesichert herumgelungert ist und sich mit seiner finanziellen Situation arrangiert hat, zum Arbeiten zu bewegen, wenn er dann gebraucht wird. Da kann ich den Verantwortlichen dann nur viel Glück wünschen, denn das werden sie brauchen. Aber krativ wie sie sind, werden sie dann wieder nach Zuwanderern rufen… ;)

Da ich aber annehme, dass unsere Schleimer weder Träumer, noch kurzsichtig oder gar dumm sind, wird wohl hinter den Machenschaften ein konkretes Ziel stehen. Welches das ist, weiß ich natürlich auch nicht. Wir werden es aber zu gegebener Zeit erkennen – übermäßige Freude wird dann wohl ganz sicher nicht aufkommen…

8. Aug. 2010

Außenminister Spindelegger hat eine unnötige Diskussion losgetreten und die Grünen können da natürlich nicht an sich halten und fordern ungezügelte Österreichervermehrung ohne Ansehen der Person…

Als ob nämlich Spindeleggers 100.000 Schlüsselarbeitskräfte noch nicht genug wären, zeigt eine Studie nun auf, dass Österreichs Bevölkerung durch Zuwanderung in den nächsten 40 Jahren auf 9,5 Millionen anwachsen wird. Und die Grünen tun alles, um diese Zahl zu erreichen bzw noch zu erhöhen. Das seit langem geforderte automatische Bleiberecht für Asylwerber (dann bräuchte man eigentlich gar kein Asylrecht mehr, denn jeder, der kommt dürfte auch auf ewig bleiben) und die automatische Staatsbürgerschaft für hier geborene Babys (damit könnten zunächst die Eltern nicht mehr abgeschoben und in der Folge ganze Sippschaften in unser Sozialsystem problemlos eingebracht werden – Stichwort: Familiennachzug) seien hier nur als Beispiel erwähnt.

Warum sich bei den grünen Zuwanderungsmachenschaften gerade die wiener Clubchefin Vassilakou gar so hervortut, wird wohl nur sie selber wissen. Angesichts der bevorstehenden Wahl ist ein rationaler Grund dafür wohl nicht ersichtlich. Oder sind die wiener Bobos wirklich so dämlich, dass sie annehmen, sie würden in ihren feinsäuberlichen Bezirken von einer Verslumung der Stadt ohnehin gänzlich unberührt bleiben?

Soweit so schlecht! Nun haben die Grünen außer der Forderung nach ungezügelter Zuwanderung noch einen weiteren Daseinszweck – die als Sorge um die Umwelt getarnte CO2-Hysterie. Was da im grünen Cabarett schon alles an Kopfständen aufgeführt wurde, kann man gar nicht mehr aufzählen. Erwähnt seien nur die Kioto-Sauerei (wo wir von unseren Selbstverwirklichern verkauft wurden und wo die Grünen noch mehr wollen) und der SUV-Hass.

Und nun kommen wir zu dem Punkt, wo die grünen Strategien nicht mehr zusammen gehen, ja sich eigentlich gegenseitig ausschließen. Mehr Menschen im Land bedeuten nämlich auch mehr CO2-Ausstoß. Das ist ein Grundgesetz, daran gibt es nichts zu rütteln (verbraucht ja schon ein mittelgroßer Hund doppelt soviel Ressourcen, wie ein großes SUV). Wären die Grünen jetzt eine Partei von Dummbolzen, dann könnte man ihnen das alles sicherlich verzeihen. Sie würden es dann ja nicht besser verstehen. Leider ist es nicht so, vielmehr werden die Grünen in puncto Intelligenz ihrer Führer eher über den anderen Parteien stehen. Das heißt, sie wissen ganz genau, was sie tun. Die Frage ist nur, für wen sie es tun. Für das österreichische Volk kann es wohl nicht sein… ;)

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