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8. Feb. 2012

Die EU-Kommission fantasiert, scheinbar bereits völlig von planloser Umnachtung geschlagen, zugleich von der Notwendigkeit der Erhöhung des Pensionsantrittsalters UND der bekämpfung der überbordenden Jugendarbeitslosigkeit. Ebensogut könnten sie auch gleich versuchen, die Quadratur des Kreises zu errechnen…

Dass den extrembürokratischen Bonzen dort der Durchblick fehlt, ist aber eh nicht neu. Der Lobbyistenbande fällt dabei gar nicht auf, dass länger arbeitende Alte die so schon kargen Jobchancen für die Jungen weiter schmälern. Viel nachdenken dürfen die EU-Kommissare Lobbyisten der Finanzmafia aber über sowas sowieso nicht. Ihre Hauptaufgabe ist es ja, für bestausgebildete Arbeitskräfte zu Niedrigstlöhnen zu sorgen…

Noch besser drauf ist allerdings Oberschwede Fredrik Reinfeldt. Der fordert gar, dass seine Untertanen gefälligst bis ins greise Alter von 75 Jahren ruachln sollen. Wie er sich das im Detail vorstellt, sagt er natürlich nicht dazu, er habe ja nur eine Diskussion anregen wollen. Mr Reinfeldt dürfte auch noch nicht behirnt haben, dass in seinem Land bereits jetzt eine Jugendarbeitslosigkeit herrscht, von der andere Regierungen nur albträumen können. Auf ORF.at ist darob zu lesen:

Ein handfestes Problem hat Schweden, wie die OECD letztes Jahr erinnerte, allerdings bei den Jungen. Während die Arbeitslosigkeit mit knapp acht Prozent im EU-Mittelfeld liegt, gelingt es nicht, für Jobs für Jugendliche zu sorgen – obwohl das eines der zentralen Themen des Wahlkampfs im Vorjahr war. Schon seit einiger Zeit liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei rund 25 Prozent und damit weit über dem EU-Schnitt. Rund die Hälfte aller Beschäftigungslosen ist unter 24 Jahre alt.
[Zitat: http://www.orf.at/stories/2103962/2103933/ www.orf.at]

Ein Schelm könnte nun auf den Gedanken kommen, dass das hohe schwedische Pensionsantrittsalter (durchschnittlich 64,3 Jahre) mit der hohen Jugendarbeitslosigkeit korrelieren könnte. Für eine Diskussion wäre also Grund genug vorhanden, der schwedische Lackaffe hat nur die falsche Richtung erwischt… ;)

3. Feb. 2012

Auf neuwal.com erschien heute eine gute Zusammenfassung dessen, was die österreichischen EU-Abgeordneten über ACTA denken.

Wenngleich ich mir ziemlich sicher bin, dass die Mehrheit letztendlich der Knebelung von Volk und Fortschritt zum Wohle der Konzerne zustimmen wird, freut es mich dennoch, dass die Ösi-MEPs der ACTA-Monstrosität kritisch bis ablehnend gegenüberstehen.

Wie gesagt bin ich mir aber sicher, dass es letztendlich eine Zustimmung geben wird. Die Lobbyisten Korruptionisten der Unterhaltungsmafia sind ja nicht dämlich und mit Barem wahrscheinlich auch nicht zu knapp ausgestattet. Und dass die MEPs ordentliche Nehmerqualitäten haben, ist auch nicht erst seit gestern bekannt… ;)

Und es ist wieder einmal die ÖVP, die ganz besonders “schlau” rüberkommt. Dort arbeitet man nämlich offenbar bereits an Argumenten, um den Konzernen “guten Gewissens” die Rutsche legen zu können. Ein Gutachten, ob ACTA gegen europäisches Recht verstößt, hat man deshalb bereits in Auftrag gegeben. Dass von den Bürgern gewählte, hochbezahlte Abgeordnete ein Gutachten brauchen, um zu wissen, auf welcher Seite sie bei drohender Beschneidung von Bürgerrechten stehen sollen (EU-Recht hin oder her), ist beachtlich. Es zeigt recht deutlich, was diese Kerle von den Bürgern wirklich halten. Ein Prophet muss man sowieso nicht sein, um das Ergebnis (welches wahrschenlich eh bereits im Auftrag integriert ist) vorherzusehen…

12. Dez. 2011

Die EU kann aus lauter Geldnot nicht mehr scheissen, aber es gibt doch auch “Erfolge” zu verbuchen…

Im Durban ist eben der bislang letzte Klimagipfel zu Ende gegangen. Wir erinnern uns, das sind jene Events, bei denen zig tausende Leute aus der ganzen Welt auf Einladung der UNO zusammenkommen, um im Zeichen des Klimawandels ein paar Wochen anständig dem Fressen und Saufen zu frönen. Zusammengebracht haben sie in Durban ansonsten natürlich wieder nichts. Man konnte sich lediglich darauf einigen, dass man sich bis 2015 einigen wird. Die EU-Umweltkommisarin Connie Hedegaard nennt das dann “alles erreicht” und Umweltminister Berlakovich spricht gar von einem “historischen Durchbruch“. Na ja, jeder wie er halt mag, aber insgesamt gesehen ist es in Anbetracht der Gesamtsituation wirklich ein gutes Ergebnis. Jeder Tag ohne Einigung erspart uns nämlich Unsummen, die wir den Klimahalsabschneidern in den Rachen schmeissen müssten, ohne die geringste Gegenleistung dafür zu erhalten…

Doch halt, nur warme Luft haben sie in Durban aber auch nicht produziert (obwohl ich die CO2-Bilanz dieses Events nicht ausrechnen möchte ;) ). Unsere Hauptdeppen unter Führung der Umweltkommissarin Connie Hedegaard haben doch etwas durgebracht. 100 Milliarden Dollar pro Jahr sollen die vom Klimawandel besonders betroffenen Länder erhalten. Und als gelernter EUler weiß man da natürlich gleich, dass 97,69 Prozent davon die EU (und davon wiederum drei Viertel selbstverständlich Deutschland) zahlen wird. Schade, dass es noch kein EU-Strafrecht gibt, denn dann würden Frau Hedegaard und ihre Unterläufer wohl wegen Untreue längst in U-Haft sitzen… ;-)

3. Dez. 2011

Hat es da nicht einmal einen Brief gegeben, wo ein angehender Bundeskanzler einem alternden Zeitungsbaron etwas versprochen hat?

Werner Faymann hat den Brief an Hans Dichand öffentlich im Wahlkampf geschrieben. Er dürfte schlechtes Gewissen gehabt haben, weil er da als Bundeskanzler in spe gemeinsam mit dem damaligen Noch-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (hätte nie gedacht, dass ich dem noch nachweinen würde…), gerade den Lissabon-Vertrags-Moloch ohne Volksabstimmung durchgemauschelt hatte und das natürlich bei den gewöhnlichen Wahltrampeln nicht so gut angekommen ist. Der Brief mit dem hoch und heiligen Versprechen (welches Werner Faymann im Wahlkampf 2008 dann noch unzählige Male erneuert hat), künftig bei jeder EU-Vertragsänderung das Volk entscheiden zu lassen (dh eine Volksabstimmung zu initiieren), wurde also geschrieben, um die Gemüter zu beruhigen und natürlich auch, um trotz der Lissabon-Sauerei gewählt zu werden.

Und die Rechnung ist aufgegangen, Werner Faymann wurde Bundeskanzler. Ich habe zwar den Brief und das verbindliche Versprechen aus der Sicht Faymanns als blanken Unsinn, der ihm einmal auf den Kopf fallen wird, gehalten, muss aber zugeben, dass ich es ihm abgenommen habe. Nicht, weil ich dem Kanzler eine so dreiste Lüge nicht zugetraut hätte, sondern, weil ich mir ganz einfach nicht vorstellen konnte, dass er sich das wirklich traut. Ok, ich habe mich getäuscht… ;)

Gestern beim Rapport bei Angela Merkel hat der Werner die Rechnung gelegt bekommen. Frau Merkel möchte im Zuge der Bekämpfung der Schuldenkrise die EU-Verträge geändert sehen und Volksabstimmungen in den einzelnen Ländern zu dem Thema sind das Allerletzte, was sie im gegenwärtigen Abwehrkampf gegen die Pleite großer Teile der EU jetzt gebrauchen kann. Das wird sie natürlich auch dem Werner eröffnet haben (no-na-net, war ja wohl der Grund von Werners Antreten bei der Angie). Und da hätte ich mit diesem gewiss nicht tauschen wollen, da wird eine Hose wohl gestrichen voll gewesen sein. Ob er dabei auch wie ein ertappter Volksschüler geweint hat, weiß ich natürlich nicht, aber jedenfalls dürfte er der Frau Merkel auch ein Versprechen gegeben haben geben haben müssen. Seither sagt er nämlich, bei den Rettungsplänen sei keine Volksabstimmung notwendig, obwohl Frau Merkel ausdrücklich betont, dass das, was sie vor hat, ganz klar eine Vertragsänderung ist…

In Hessen gab es vor gar nicht so langer Zeit in der SPD eine Spitzenkandidatin namens Andrea Ypsilanti, die im Wahlkampf ein verbindliches Versprechen abgegeben hatte und dies nach der Wahl nicht einhalten wollte. “Lügilanti” und “Tricksilanti” haben unsere deutschen Freunde sie dann bezeichnet und zum Teufel gejagt haben sie sie auch. So schlimm wird´s Werner Faymann aber nicht treffen. Wir sind ja nicht in Deutschland, bei uns ist das Ösiland und ein rechter Roter wird sowieso rot wählen, weil er das immer getan hat. Und außerdem passt “Lügi” in seinen Namen nicht so richtig hinein. Wir können ihn höchstens banal “Lügenmann“, liebevoll “Lügimann” oder ehrfurchtsvoll “Lüginator” nennen.

Aber vielleicht sollten wir mit dem Werner nicht so hart ins Gericht gehen. Woher sollte er denn wissen… ;)

13. Nov. 2011

Was haben wir gelacht, als Hubert The Englishman Gorbach seinen Brief geschrieben hat. Viel gescheiter ist der Brief, den die Grünen nun an die Regierung geschickt haben, aber auch nicht…

Die Grünen warnen die Regierung darin, dem ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) nicht zuzustimmen, wenn nicht auch die privaten Spekulanten zur Kasse gebeten werden. Werner Kogler meint dazu:

“Es kann nicht sein, dass jene, die zuvor von hohen Zinsen auf Staatsanleihen profitieren, dann nichts zur Rettung beitragen müssen. Es kann nicht immer nur der Steuerzahler drankommen.”

“Die verpflichtende Privatgläubigerbeteiligung ist eine wichtige Waffe gegen Spekulation. Die Finanzspekulation wirkt derzeit als Brandbeschleuniger.”[Zitate: kurier.at]

Gleich vorweg einmal eine Lebensregel. Eine Drohung sollte man nur aussprechen, wenn zumindest irgendeine Chance besteht, diese auch wahrmachen zu können. Ansonsten ist es nur leeres Gelaber, über das sich die Bedrohten den Buckel vollachen. Aktuell wird sich ob des grünen Briefes jetzt wohl unser rot/schwarzes Dreamteam zerkugeln. Die Grünen MÜSSEN nämlich dem ESM zustimmen. Einerseits kriechen sie der brüsseler Eurokratie schon immer derart im Allerwertesten herum, dass es denen schon unangenehm sein muss, und andererseits können sie sich als deklarierte Europapartei eine zum Scheitern des Projektes (und in der Folge wohl der ganzen EU) führende Verweigerung gar nicht leisten, ohne vollends das Gesicht zu verlieren.

Auch sollte der Herr Kogler vielleicht auch präzissieren, wen er, mit “jenen, die zuvor von hohen Zinsen auf Staatsanleihen profitieren” und die er gläubigerbeteiligen will, jetzt wirklich meint. Sind es die Weltabzocker ala Rothschild, Rockefeller und Konsorten? Wohl kaum, denn das wäre nicht politisch korrekt. Ansonsten bleiben aber nur die Banken und Versicherungen übrig und die werden nicht anders können, als die Kosten auf die Kunden abzuwälzen. Und das wird – zB mit höhreren Bankgebühren, höheren Versicherungsprämien, niedrigeren Sparzinsen, geringeren Erträgen bei Lebensversicherungen und privaten Pensionsvorsorgen etc – alle erwischen.

Nun war schon immer klar, dass gemachte Schulden irgendwann bezahlt werden müssen und dass das ohne Einschnitte nicht gehen kann. Es rechnet ja in Wahrheit eh niemand mehr damit, ungeschoren davonzukommen. Nur könnte man von einer sich fortwährend als intelligent und ehrlich präsentierenden Partei erwarten, dass einem das auch gesagt wird. So wie die Grünen jetzt vorgehen, stehen sie der FPÖ des HC Strache in Sachen Populismus (im negativem Sinne gebraucht) um nichts mehr nach. Sie zielen damit nämlich genau auf dieselben Döseln ab, die sie als Wähler der FPÖ fortwährend verachten und heruntermachen… ;)

27. Okt. 2011

Sind der dümmlichnaiven Verarschung der EU-Bürger wirklich überhaupt keine Grenzen mehr gesetzt?

Eine EU-Initiative gegen illegale Einwanderer steht anscheinend bevor und darob sinniert man in Brüssel auch, ob man nicht die Visapflicht für die Balkanstaaten wieder einführen soll. Aber hallo! Was ist denn da los? Ist etwa die brüsseler Extrembürokratenbande rechtslastig geworden?

Na ja, letzteres kann man wohl von vorneherein ausschließen, denn abgehobene, von Alltagssorgen befreite, gutmenschliche Selbstverwirklicher können sich nicht ändern – auch angesichts größtmöglicher Probleme (die ja eh nur die normalen EU-Bürger betreffen) ist das gänzlich unmöglich. Es muss also ganz was anderes dahinterstecken. Und so ist es auch. Seit der Aufhebung der Visapflicht für die Westbalkanstaaten Anfang des heurigen Jahres sind die Asylanträge von Auswanderern aus diesen Ländern sprunghaft angestiegen…

Und da muss die EU-Verwaltung natürlich zeigen, dass man ja eh was tut. Frontex soll ran und den schlimmen Balkanländern stellt man die Rute der Wiedereinführung der Visapflicht ins Fenster. Der gelernte EUler weiß natürlich, dass man in Wahrheit überhaupt nichts tun will und das alles nur dazu dient, den EU-Bürgern vorzuspielen, man würde eben was tun. Frontex ist nämlich sonst nichts, als ein teurer, besserwisserischer Quasselverein, der mit Polizisten aus ganz Europa (die daheim natürlich fehlen) beschickt wird. Dass die eingesetzten Frontexpolizisten dann in den Staaten, wo sie eingesetzt sind, original 0 Kompetenzen haben und zum reinen Zuschauen (zB wie hart im Nehmen die Kollegen des Einsatzlandes oft sind ;) ) verdammt sind, ist sowieso klar. Und dass die Visapflicht ganz sicher nicht mehr eingeführt wird, wissen die EU-Verwaltung, die betroffenen Staaten und die gewöhnlichen Bürger genauso, wie die Schlepperorganisationen und alle potentiellen Asylanten Einwanderer.

Natürlich werden viele der Eurokratie diese grenzenlose Verarschung abkaufen und meinen, es sei alles kompliziert und mehr könne man eben nicht tun. Das ist aber ganz falsch. Wollte man nämlich gegen die FlüchtlingsEinwanderungsströme etwas tun, dann ginge das ganz leicht. Man bräuchte nur die lächerlichen (von der Asylindustrie lobbyierten) Asylgesetze (europaweit) etwas verschärfen und ALLE Abgelehnten sowie ALLE illegalen Einwanderer bedingungslos abschieben. Dass der Familiennachzug ebenfalls überdacht gehört, ist sowieso klar. Derzeit kann ja ein erfolgreicher Asylschwindler seine ganze Sippschaft nachkommen und im Sozialsystem versorgen lassen. Die Leute würden dann recht schnell erkennen, dass der Asylschmäh nicht mehr wirkt und notgedrungen versuchen, sich zu Hause eine Existenz aufzubauen…

Aber wie gesagt, das wird mit der lobbyismusverseuchten brüsseler Selbstverwirklicherbande nicht gehen. Die machen ein Scheunentor auf und eine kleine Schlupftür zu und meinen dann, die Bürger würden ihnen diese Verarschung schon abnehmen. Und das Allerschlimmste daran ist, dass die weltgrößte Schlepperorganisation (=EU-Verwaltung ;) ) mit dieser Bürgerverarschung auch noch durchkommt. Anscheinend sind wir alle schon hoffnungslos verblödet…
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PS: Ganz gut erkennt man die Verarschung auch daran, dass man in Brüssel scheinbar nicht mehr zwischen Einwanderern und Asylsuchenden unterscheiden kann (will?). Man rechtfertigt nämlich die “Maßnahmen” gegen illegale Einwanderung mit dem Anstieg bei den Asylwerbern. Damit unterstellen die Guten nämlich allen Asylwerbern, Schwindler zu sein. Ich find´s zum zerkugeln, da ist ihnen anscheinend irrtümlich die Wahrheit rausgerutscht… ;)

26. Sep. 2011

Was ist das? Es verhält sich in puncto Risikobereitschaft und Egoismus extremer als Psychopathen. Psychopathen? Nein, Aktienhändler…

Eine Studie, die vieles erklärt, wurde jetzt von der Universität St.Gallen durchgeführt. Verglichen wurde eine Gruppe Aktienhändler mit einer Gruppe Psychopathen. Dabei gaben sich die Aktienhändler egoistischer und risikobereiter als die wirklichen Psychopathen. Erstere zeichneten sich auch durch destruktives Handeln (sie wendeten viel Energie auf, um die Gegenspieler zu schädigen) aus und waren dadurch im Endergebnis (erzielter Gewinn) nicht einmal erfolgreicher als die Psychos.

Wenn man bedenkt, dass die Lenker des globalen Finanzsystems “abstammungsmäßig” aus demselben (eigentlich wurscht, ob hier die Psychos oder die Zocker gemeint sind ;) ) Holz geschnitzt sind, erklärt die Studie eigentlich ganz gut, warum die Zustände so sind wie sie sind…

25. Sep. 2011

Eslein streck dich“, heißt es im Märchen, wenn jemand das Tier zum Geldscheissen animieren will. Die EU-Finanzgenies wollen jetzt scheinbar den Esel (=EU-Bürger) auf US-Zuruf mit Gewalt strecken… ;)

Die ganze Welt – allen voran die amerikanischen Pleitiers – schauen zur Zeit nach Europa und mit Kritik wird dabei nicht gespart. Ob berechtigt oder nicht sei dahingestellt, aber was unsere Hampelmänner da für Purzelbäume schlagen ist ein ganz besonderes Gustostückerl…

Nicht etwa, dass die EU-Führer dem US-Finanzminister einmal sagen würden, wo er sich seine “guten Ratschläge” hinstecken kann (da könnten sie ja gleich dem griechischen, irischen, portugiesischen, spanischen, italienischen, französischen etc etc Finanzminister das Geldwesen überlassen… ;) ) – nein, sie nehmen, einem dressierten Tanzbären gleich, die geforderte Haltung an und denken fieberhaft nach, wie sie die Geldgier von Amis, Asiaten und Schwellenländern befriedigen können.

Wir können nur froh sein, dass unsere deutschen Freunde beim Geld-aus-dem-Fenster-schmeissen so auf der Bremse stehen, denn sonst wäre wahrscheinlich eh schon alles hin. Deshalb schafft es die restliche EU auch nicht, den EU-Rettungsschirm – wie von US-Minister Geithner gefordert – aufzustocken. Und so sitzt man in der Zwickmühle und eiert obergescheit herum, was dann auch zu den schon erwähnten Purzelbäumen führt:

Allerdings werde man, wie EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte, nachdem die schon verabredete EFSF-Stärkung in allen Mitgliedsstaaten beschlossen sein werde, darüber sprechen, wie man möglichst viel aus dem Geld machen und eine „Hebelwirkung“ entfalten könne. „Wir suchen einen Mechanismus, wie wir aus einem Euro im EFSF fünf machen können“, beschrieb ein EU-Diplomat die Aufgabenstellung. Analysten äußerten sich positiv.
[Zitat ORF.at]

Herr im Himmel, der eine will möglichst viel aus dem Geld machen und sucht kramphaft nach einer “Hebelwirkung” (wenn schon, sollte er lieber nach einem Ventil suchen, denn das braucht man zum Aufblasen – mit einem Hebel kann man Sachen ja nur verschieben, nicht aber vergrößern…) und der andere will gar “aus einem Euro im EFSF fünf machen“. Und da wissen sich die Pleampln wirklich nicht zu helfen? Das (Geldvermehrung ohne Deckung) wird doch schon seit Jahrzehnten gemacht und ist ja die Ursache der derzeitigen Systemkrisen. Jeder Depp, der auch nur am Rande etwas mit Finanzen zu tun hat, wird wissen wie man das macht. Aber wenn Kommissar Olli und sein Team da wirklich intellektuell nicht durchsteigen sollten, bräuchten sie nur US-Boy Geithner fragen. Bei ihm werden sie sicher geholfen, denn die USA sind im wundersamen Geldvermehren zu Lasten anderer ja Weltmeister… :)

23. Sep. 2011

Wie blöd muss man sich stellen, um tatsächlich Narrenfreiheit (für das Ausplündern der Untertanen) zu erlangen? Vize-EU-Kommissions-Präsidentin Viviane Reding macht anscheinend gerade den Versuch, das herauszubekommen

Dass die EU-Staaten seit Jahrzehnten mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen, ist bekannt. Ebenso bekannt ist, dass einige EU-Staaten die “wos scheiß i mi / nach mir die Sintflut” – Politik des Geldverschwendens besser beherrschen als andere. Noch mehr bekannt sein sollte, dass es unter Garantie in die Hose geht, wenn man IMMER mehr ausgibt als man einnimmt. Sogar der letzte Dorfdepp in Hintergigerlitzpatschen weiß das – bei den EU-Granden dürfte sich derartiges aber noch nicht so herumgesprochen haben.

Die sogenannten Eurobonds zur Verteilung des Geldes der sparsameren (dh der noch etwas weniger verschwenderischen) Staaten an die Pleitegeier ist ja bekanntlich gescheitert. Nun startet die EU-Kommission einen neuen Angriff und schickt die Frau Reding vor. Die Guteste lässt sich da natürlich nicht lange bitten und kotzt routiniert eine Idee aus, die an Dämlichkeit wohl nicht mehr zu überbieten sein wird. Jene 6 Eurostaaten, die noch die beste Bonitätsstufe (AAA) innehaben, sollen sich zusammenschließen und gemeinsam Kredite aufnehmen. Das Geld sollten sie aber gleich an die bereits abgestuften und teilweise vor der Pleite stehenden (zB Griechenland, Irland, Portugal…) Euroländer weitergeben. Für die Kredite würden dann (eventuell – vielleicht – hoffentlich…) zwar die Nehmer samt (niedrigerer) Zinsen zurückzahlen, aber haften würden dafür natürlich die vereinigten AAA-Staaten.

Sehr fein ausgedacht. Die AAA-Staaten sollen für die Kredite der Pleitiers haften, damit die dann weniger Zinsen zahlen. Auf die Idee, dass dann als Folge davon auch die AAA-Staaten höhere Zinsen zahlen müssten und höchstwahrscheinlich auch das AAA verlieren würden, kommt die Frau Reding scheinbar überhaupt nicht – oder doch? Gute Frage, aber es gibt wohl nur zwei Antworten. Entweder ist die Frau einfach nur grunddämlich oder derart verschlagen, dass sogar ein Mafiaboss gegen sie noch als Moralapostel durchgehen würde…. ;-)
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PS: Was wohl die Frau Reding dazu sagen würde, wenn Otto Lebemann (Name frei erfunden ;) , der mit seinem Einkommen Alkohol, schnelle Autos und schöne Frauen nicht mehr finanzieren kann, sie persönlich um so einen Gefallen bitten würde, um sich die hohen Bankzinsen für sein stetig steigendes Minus zu ersparen? Ich bin mir vollkommen sicher, sie würde sofort einen Kredit aufnehmen, das Geld dem Lebemann umgehend 1:1 rüberwachsen lassen und für die volle Summe persönlich haften… :-)

2. Sep. 2011

Muammar Abu Minyar al-Gaddafi wird wohl nicht unbedingt der Traum-Schwiegersohn westlicher Mütter sein. Ist aber wurscht, denn recht lange wird´s ihn – zumindest in Libyen – eh nicht mehr geben…

Irgendjemanden in der westlichen Welt muss dieser al-Gaddafi kürzlich mächtig auf die Zehen getreten sein. Er wurde zwar immer schon mit Terrorismus (zB Lockerbie) in Verbindung gebracht und dass es mit den Menschenrechten in seinem Land nicht weit her sei, pfiffen auch die Spatzen schon seit Jahrzehnten von den Dächern. Trotz alldem hat es insgesamt nur zu einem lauen (US-britischen) Kurzzeitbombardement im Jahr 1986 gegen Lybien gereicht. Ansonsonsten wurde der sich zunehmend zahmer gebende “tollwütige Hund des Nahen Ostens” ((c) Ronald Reagan 1986) in Europa mehr oder weniger hofiert.

Doch nun ist plötzlich alles anders geworden. Den arabischen Frühling haben die USA zum Anlass genommen, um mit Hilfe der UNO einen Krieg gegen Libyien zu beginnen. Rasch wurde mit willfährigen Europäern – von Anfang an als treibende Kraft allen voran Frankreich – und der NATO eine Allianz gegen Libyen geschmiedet (als Feigenblatt wurden sogar ein paar Araber alibihalber dazugenommen). Mit Frankreich, USA, Großbritannien, Dänemark, Kanada, Spanien, Belgien, Niederlande, Norwegen, Katar, Italien, Griechenland, Vereinigte Arabische Emirate, Türkei und Schweden sind insgesamt 15 Staaten in den Krieg verwickelt. Und das ist jetzt kein laues Kurzzeitbombardement, diesmal geht´s ordentlich zur Sache – al-Gaddafi dürfte bald Geschichte und halb Libyien zerstört sein.

Nun muss man sich fragen, warum der westliche Hammer gerade jetzt so derart hart niederfährt. Der Aufstand der fragwürdigen Rebellen kann ja wohl nicht der Grund gewesen sein. Sowas hat der Gaddafi gewiss schon öfters im Keim erstickt bzw brutalst niedergeschlagen und niemanden hat es je gestört. Und außerdem springt Bashar al-Assad in Syrien – völlig unbehelligt von irgendeiner Allianz – gewiss noch härter mit seinen Widersachern um, als es al-Gaddafi vor den Bomben tat. Sehr rätselhaft das Ganze…

Nun bringt aber die französische Zeitung “Libération” etwas Licht in die Sache. Dort wird nämlich behauptet, dass sich der französische Präsident bereits am 3. April 2011 (= 2 Wochen nach den ersten Bomben) vom libyschen Übergangsrat (das ist der hinterfragungswürdige Haufen, der von der Allianz an die Macht gebombt wird und von dem niemand weiß, ob er überhaupt nennenswerten Rückhalt im libyschen Volk hat) 35 Prozent des libyschen Rohöls zusichern ließ. Hat also keine Zeit verloren, der Big Sarko und zugelangt hat er mit 35% auch ganz ordentlich – alle Achtung!

Wenn man nun unterstellt, dass Sarkozy in Nordafrika keine neuen Kolonien unterwerfen will, dann ist er ja noch schlimmer, als ein anderer großer (äh kleiner ;) ) Franzose. Napoleon hat zwar auch Europa in den Krieg gestürzt, aber reine Raubzüge hat er nicht unternommen…
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PS: Wer sich das andere Öl in Libyen unter den Nagel gerissen hat, ist noch nicht bekannt. Ich würde einmal für die USA zumindest ebenfalls 35% und für GB ca 30% schätzen. Ob das stimmt, weiß ich natürlich nicht. Sicher scheint nur zu sein, dass das libysche Volk beim Öl leer ausgehen und künftig ärmer sein wird. Hoffentlich bleibt den Libyern wenigstens ein endloser Bürgerkrieg erspart. Dazu wünsche ich ihnen viel Glück, denn das werden sie brauchen…

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